Die Auswahl für den Deutschen Gastro-Gründerpreis 2026 ist getroffen. Die Jury hat aus rund 100 Bewerbungen neun Gastronomie-Konzepte für das Halbfinale nominiert. Ein zehntes Unternehmen, Melis Soul Café aus Köln, qualifizierte sich über ein Social-Media-Voting für die nächste Runde. Das Halbfinale findet am 6. Februar im Hamburger east Hotel statt.
Zehn Konzepte im Wettbewerb um den Finaleinzug
Die nominierten Start-ups präsentieren eine Bandbreite unterschiedlicher Ansätze, von nachhaltigen Lebensmittelkonzepten bis hin zu integrativen Projekten. Zu den Teilnehmern gehört das Café Blätter & Teig aus Ludwigsburg, das auf gerettete Zutaten und ein solidarisches Preismodell setzt. In Oberursel betreibt Coffee, Brownies & Downies eine Tagesbar, in der Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten. Der Gestütsgasthof Offenhausen in Gomadingen kombiniert schwäbische Küche mit einem historischen Klosterambiente.
Aus Köln treten zwei Konzepte an: Das Restaurant NOI im Belgischen Viertel fokussiert sich auf eine geringe Lebensmittelverschwendung von unter 5 Prozent. Melis Soul Café bietet neben gastronomischen Leistungen am Abend Angebote wie Meditation und Achtsamkeitstraining an. In Augsburg führt die Köchin Katja Kaminski das Restaurant Rübenrot mit saisonalen Zutaten aus eigenem Anbau und einheitlichen Löhnen für das gesamte Team.
Weitere Halbfinalisten sind das Frankfurter Café Schmarrnsinn, das sich auf individualisierbare Kaiserschmarrn-Variationen spezialisiert hat, sowie das Spotlight Gelsenkirchen. Letzteres fungiert als integratives Café innerhalb einer Lokalredaktion. In Sprockhövel bietet das Restaurant Tante Anna französisch-asiatische Küche im Casual Fine Dining Segment an. Das Berliner Konzept The Coral verbindet italienisch-japanische Fusionsküche mit einem modernen Sharing-Konzept.
Entscheidung und Finale auf der Internorga
Die 13-köpfige Jury, bestehend aus Branchenexperten wie Marc Uebelherr (Leaders Club Deutschland), James Ardinast und Sophia Hoffmann, bewertet die Konzepte nach Innovationskraft, wirtschaftlicher Tragfähigkeit und der Gründerpersönlichkeit. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass die Unternehmen weniger als zwei Jahre am Markt aktiv sind.
Marc Uebelherr betonte die Qualität der Einreichungen: "Wir sind wieder einmal begeistert von der Qualität der Bewerber und ihren kraftvollen Ideen für die Zukunft der Gastronomie". Das Lernen im Rahmen des Wettbewerbs sei keine Einbahnstraße, da auch erfahrene Unternehmer Inspiration aus den neuen Impulsen ziehen.
Die Entscheidung über den Hauptgewinn fällt am 13. März 2026 im Rahmen der Internorga in Hamburg. Die Finalisten präsentieren ihre Konzepte in fünfminütigen Live-Pitches vor dem Messepublikum und Zuschauern im Online-Stream. Der Hauptsieger erhält ein Startkapital in Höhe von 10.000 Euro sowie verschiedene Sach- und Coaching-Preise.













