Berlin Food Week und Berliner Senat setzen Kampagne "Gönn dir Gastro" fort

| Gastronomie Gastronomie

Artikel vom 18.7.2023

Aufgrund des großen Erfolges im letzten Jahr, geht die Kampagne Gönn dir Gastro, im Rahmen der diesjährigen Berlin Food Week, vom 9. bis 15. Oktober 2023, weiter. "340 junge Menschen haben 2022 teilgenommen, 83 Prozent von ihnen fanden die Workshops spannend, 73Prozent von ihnen hat die Teilnahme bei der Entscheidung über eine Ausbildung geholfen. Die Aktion sollte junge Menschen – vor allem aus der Generation Z – für einen Job in der Gastronomie begeistern. Wir glauben, das ist uns gelungen!”, so Alexandra Laubrinus, Geschäftsführerin der Berlin Food Week. 

Im Kern der Kampagne steht das praktische Ausprobieren: Ein eigens kuratiertes und organisiertes Programm lädt Interessierte ein, in den Job reinzuschnuppern. Das Programm baut das Team in diesem Jahr aus – neben kurzen Workshops gibt es auf Wunsch der Teilnehmenden des Vorjahres intensivere Touren, die bis zu 6 Stunden dauern können. Bis zu 40 Workshops sind geplant. “Ein besonderes Highlight wird in diesem Jahr ein Event, dass wir speziell für junge Frauen organisieren. Wir machen Berlinerinnen in der Gastronomie sichtbar und zeigen interessierten weiblichen Nachwuchskräften Erfolgsstories, geben Tipps für die Ausbildung, die vielfältigen Karriere- und Entwicklungsmöglichkeiten und sprechen auch darüber, wie man sich in einer derzeit von Männern dominierten Branche durchsetzt.”, so Laubrinus weiter. Das Event wird im weiblich-geführten Hotel Oderberger stattfinden. 

Finanziert wird die Kampagne von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe. Franziska Giffey, Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Wir wollen mehr Menschen für eine Ausbildung in der Gastronomie gewinnen, denn der Fachkräftemangel ist nach wie vor die größte Herausforderung der Branche. Der großartige Zulauf und das positive Feedback aus der Branche und von den Teilnehmenden des letzten Jahres zeigen, dass die Idee von Gönn dir Gastro funktioniert. Auch in diesem Jahr übernimmt die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe aus voller Überzeugung die Förderung des Projekts.”

Die Teilnahme an den Workshops ist gratis. Die Themen werden vom Team der Berlin Food Week gemeinsam mit Gastronomen entwickelt. Sie zeigen, dass eine Ausbildung in der Gastronomie mehr sein kann als Teller tragen oder Gemüse schnippeln. Interessierte können sich ab dem 25. September anmelden auf der Website www.gönndirgastro.de. Workshops wird es beispielsweise geben in den Gastronomien Black Apron Bakery, Bonvivant Cocktail Bistro, Crackers, Facil, MaMi's Food & Wine, Nobelhart & Schmutzig und Restaurant Tim Raue. Die Workshops finden vor allem nachmittags und am Wochenende statt, so dass sie mit der freien Zeit von vor allem Schüler*innen vereinbar sind. Um auch Quereinsteigenden und Studierenden eine Teilnahme zu ermöglichen, liegt die Altersgrenze für die Teilnahme bei 30 Jahren.

Die diesjährige Berlin Food Week findet vom 9. bis 15. Oktober 2023 statt. Deutschlands größtes Food-Festival – im Vorjahr besuchten 48.000 Menschen die Veranstaltung – kehrt zu seinen Wurzeln zurück: das Programm konzentriert sich auf die Food-Hauptstadt Berlin.

Mit dem Länderpartner Frankreich geht es kulinarisch ins Ursprungsland der Haute Cuisine, aber auch der genussvoll-geselligen Apéritifkultur für jeden Tag. Der Impuls für die Partnerschaft kommt von Taste France, einer Initiative des französischen Ministeriums für Landwirtschaft und Ernährung. Bei dem speziell für den Länderpartner kreierten Format French Affair trifft französische Esskultur auf Berliner Lifestyle: in zehn angesagten Weinläden und Weinbars in Berliner Kiezen wie beispielsweise La Cantine d'Augusta, La cave de Bacchus, Bostich und Sacrebleu Winebar werden Weine aus Bordeaux gepaart mit französischen Bites – der Apéro wird zum Lieblingsmoment des Tages. Zudem gibt es einen großen Gemeinschaftsstand mit französischen Produkten im House of Food.

Das House of Food, Marktplatz für handwerklich arbeitende Manufakturen und Start-Ups, in der Concept Shopping Mall Bikini Berlin ist das besucherstärkste Event des Festivals. Rund 40 größtenteils nachhaltige Ausstellende präsentieren sich am Freitag und Samstag der Festivalwoche. Darunter die Initiative Milch, die die Veränderungen hin zu einer nachhaltigen Milchwirtschaft zeigt, ADA Adaptogene Drinks, die Baumkuchen-Manufaktur Groch & Erben, der nachhaltige Online-Shop Gebana sowie The Garum Projekt. 

Wie im letzten Jahr widmet sich die Berlin Food Night der Ernährung der Zukunft. In Kooperation mit dem Food Campus Berlin und dem Food Service Innovation Lab by Dussmann wird 60 geladenen Gäste bei diesem Showcase-Dinner im Restaurant Ursprung, dem ersten Planetary Health-Restaurant Europas, ein Blick und viele Bissen auf innovative neue Produkte und Zubereitungsmethoden gewährt. Mit dem Menü soll gezeigt werden, dass es möglich ist, seine eigene Komfortzone zu verlassen, ohne zu verzichten. Neu ist die gesundheitliche Perspektive: Inwieweit beeinflussen Smart Protein und Novel Food unseren Nährstoffhaushalt und unsere Gesundheit? Mit dabei sind beispielsweise die Speisekneipe Lausebengel mit dem Food Tech Projekt ReGood, das das Brauerei-Nebenprodukt Treber in einen Upcycling-Getreiderohstoff umwandelt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die meisten Gourmetrestaurants seien weniger gefragt als noch vor einigen Jahren, erklärt Gusto-Gründer Markus Oberhäußer und verweist auf ein Überangebot an Fine-Dining-Konzepten. Zum Koch des Jahres kürt der Restaurantführer Sebastian Obendorfer vom Eisvogel in Neunburg vorm Wald.

True Food Kitchen hat ein Chapter 11-Verfahren beantragt und zwölf Restaurants geschlossen. Die US-Kette, an der Oprah Winfrey weiterhin beteiligt ist, betreibt noch 34 Standorte und plant einen gerichtlich beaufsichtigten Verkaufsprozess.

Am 2. November verkündet der Michelin Guide Schweiz seine Restaurantauswahl für das Jahr 2026. Die Zeremonie findet dieses Jahr auf fast 1.500 Metern Höhe in Andermatt in den Schweizer Alpen statt.

Das Münchner Oktoberfest ist ein Millionen-Spektakel. Doch noch nie war so viel los wie in diesem Jahr. Von einer «Gute-Laune-Wiesn» spricht die Stadt - doch wo viel Licht ist, gibt es auch Schatten.

Paris führt das Streetfood-Ranking von Radical Storage vor Athen und Thessaloniki an. Die Untersuchung aus April 2026 vergleicht 6.897 Betriebe und berücksichtigt unter anderem Anbieterdichte, Preise und Bewertungen.

Napoli on the Road in London führt die Rangliste 50 Top Pizza World 2026 vor Una Pizza Napoletana in New York und Confine in Mailand an. Pizza Zulu in Fürth erreicht als einziger deutscher Betrieb Platz 33.

Das Münchner Oktoberfest ist bisher ausgesprochen gut besucht. Bis inklusive Mittwoch kamen 5,2 Millionen Besucher, wie aus anonymisierten Mobilfunkdaten hervorgeht. Das waren rund 700.000 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Das «Fogón Asado» in Buenos Aires steht in der jährlichen Tripadvisor-Rangliste ganz oben in der weltweiten Gunst der Restaurantbesucher. In dem Grilllokal wird Fleisch ähnlich wie Wein verkostet.

Der McChicken wird rund. McDonald’s Deutschland ergänzt sein Hähnchenangebot seit dem 30. September außerdem um zwei befristete McChicken-Varianten, einen weiteren McCrispy, McWings und zwei neue Boxen.

Taco Bell kündigt auf Instagram die Eröffnung seines ersten öffentlich zugänglichen Deutschland-Restaurants für den 3. Oktober in Köln an. Der ursprünglich für den 24. September vorgesehene Start war verschoben worden.