Berlin Neukölln: Bürgermeister «entsetzt» über Regelverstöße in Kneipen

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Der Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln hat sich «entsetzt» über Regelverstöße vieler Kneipenbetreiber in Corona-Zeiten gezeigt. Das Ergebnis verstärkter Kontrollen rund um Weser- und Weichselstraße am Wochenende sei «ernüchternd», schrieb der SPD-Politiker Martin Hikel am Dienstagmorgen auf seiner Facebookseite.

«Genau in einer Bar gab es keinerlei Beanstandung - in allen anderen hatten Ordnungsamt und Polizei alle Hände voll zu tun: 15 Verstöße wurden gegen die Infektionsschutzverordnung, weil keine Kontaktlisten geführt oder kein Mundschutz getragen wurde.»

Hikel ergänzte, er halte es für nicht nachvollziehbar, «dass sich unsere Mitarbeitenden von vielen Gästen Vorträge über Corona-Verschwörungstheorien anhören mussten». Die Pandemie-Regeln seien zur Bewältigung der Pandemie gedacht und «keine Schikane des Ordnungsamtes oder des Gesundheitsamtes». Er hoffe auf einen Lerneffekt durch die Kontrollen und Bußgelder, so Hikel. «Gerade die Gastronomie sollte wissen, was ein weiterer Lockdown bedeuten würde.»

Hintergrund der Kontrollen sei auch, dass in drei Neuköllner Lokalen seit dem Lockdown bereits neue Infektionsherde entstanden seien, schrieb Hikel. In einem Fall hatte das Gesundheitsamt wegen unvollständiger oder fehlerhafter Kontaktlisten mit einem Aufruf nach den Gästen gesucht. Im Zusammenhang damit waren mindestens 22 Infektionen bekannt geworden. (dpa)


 

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