Berliner Gastronomie: Giffey plant längere Öffnungszeiten für Außenbereiche

| Gastronomie Gastronomie

In Berlin sollen Gastronomiebetriebe ihre Gäste bald länger draußen bewirten können. Das sagte Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey am Morgen im RBB-«Inforadio». «Wir wollen es nach dem Vorbild von Brandenburg machen, das heißt: werktags Außengastro bis 23 Uhr generell in Berlin und freitags, samstags und vor Feiertagen bis 24 Uhr», sagte die SPD-Politikerin. 

Die Regelungen sollen in allen Bezirken gleichermaßen gelten. Wenn es Probleme mit Anwohnerinnen und Anwohnern gebe, soll es die Möglichkeit für Einzelfallregelungen geben, die die Öffnungszeit im Außenbereich einschränken. 

Giffey hofft auf längere Öffnungen noch im kommenden Sommer

Derzeit ist die Situation im Kern genau umgekehrt: Gastronomiebetriebe dürfen in ihren Außenbereichen in der Regel bis 22.00 Uhr Gäste bewirten, darüber hinaus sind Sondergenehmigungen nötig.

Giffey hofft darauf, dass die Änderung für die Berlinerinnen und Berliner noch diesen Sommer spürbar wird. Der Senat werde die Pläne im Februar beschließen, das Abgeordnetenhaus nach aktuellem Zeitplan noch vor der Sommerpause. Direkt nach dem Parlamentsbeschluss soll das Gesetz Giffey zufolge in Kraft treten. 

Die Ausweitung der Bewirtungsmöglichkeiten in Außenbereichen ist Teil des geplanten Berliner Gaststättengesetzes. Im Gegensatz zu zahlreichen anderen Bundesländern hat Berlin ein solches bisher nicht. Die Rechtsgrundlage ist derzeit das Bundesgaststättengesetz aus dem Jahr 1971. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

In den USA sieht sich McDonald’s mit rechtlichen Konsequenzen konfrontiert. Kunden werfen dem Unternehmen vor, Verbraucher durch die Vermarktung des „McRib“-Burgers über die tatsächliche Beschaffenheit des verwendeten Fleisches zu täuschen.

Die Gastronomie steht vor einer große Transformation. Anpassung an den Klimawandel, Fachkräfteknappheit, Digitalisierung und Automatisierung sorgen dafür, dass neue Technologien in die Küchen einziehen, Ressourcen geschont und weniger Menschen benötigt werden. Fünf Planer des FCSI sprechen über ihre Visionen und Erwartungen für die Küche der Zukunft. 

McDonald's Deutschland erweitert sein Angebot dauerhaft um die neue Plattform Veggie. Seit Anfang Januar ergänzen fünf neue vegetarische Produkte, darunter Burger, Wraps und Salate, das Sortiment der Schnellrestaurantkette.

Eine aktuelle Auswertung von Sodexo für das Jahr 2025 zeigt den Wandel in deutschen Betriebskantinen. Neben Klassikern wie Currywurst und Bolognese bestimmen zunehmend Bowls, internationale Gerichte und pflanzenbasierte Konzepte den Speiseplan.

Die aktuelle Konjunkturumfrage der IHK Nord zeigt Licht und Schatten im norddeutschen Tourismus: Während das Gastgewerbe einen deutlichen Stimmungsumschwung erlebt, blickt die Reisewirtschaft zunehmend besorgt auf die schwache Inlandsnachfrage und steigende Kosten.

Vor dem verheerenden Brand mit 40 Todesopfern im Schweizer Skiort Crans-Montana sind in der betroffenen Bar jahrelang keine Brandschutzkontrollen durchgeführt worden. Das hat der Präsident des Gemeinderats, Nicolas Feraud, mitgeteilt.

Nach der Identifizierung aller 40 Todesopfer des Brandinfernos in Crans-Montana steht fest: Viele derjenigen, die es nicht mehr lebend aus der brennenden Bar schafften, sind noch nicht volljährig gewesen. Das jüngste Todesopfer ist eine 14-jährige Schweizerin, wie die Schweizer Polizei im Kanton Wallis berichtet.

Die Strukturkrise im britischen Gastgewerbe hat sich im vergangenen Jahr weiter verschärft. Neue Daten belegen eine kontinuierliche Verringerung der Betriebszahlen, während die Branche vor einer massiven Erhöhung der steuerlichen Belastung steht.

Ein Blick in die Küche zeigt manchmal, was Gäste nie sehen sollen: Mäusekot auf Fensterbänken, Keime in Blumenerde und Gastronomen in der Bredouille. Ein Stuttgarter Lebensmittelkontrolleur erzählt.

Feuerwalze, Wunderkerzen, offene Fragen: Was hat die Tragödie von Crans-Montana ausgelöst? Hinweise darauf geben Berichte von Überlebenden. Verzweifelte Familien suchen nach Antworten.