Big Mamma plant Markteintritt in den USA

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Die französische „Big Mamma“-Gruppe plant ihren Markteintritt in den Vereinigten Staaten. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der erste Standort in den USA Ende 2026 in Juno Beach im US-Bundesstaat Florida eröffnet werden. Damit weitet die Gruppe ihre Aktivitäten auf einen weiteren Kontinent aus, nachdem sie bisher über 35 Standorte in neun europäischen Ländern betreibt. Täglich versorgt das Unternehmen nach eigenen Angaben etwa 15.000 Gäste.

Partnerschaften bilden Basis 

Der Entschluss für den Standort in Florida basiert nach Angaben von Mitgründer Tigrane Seydoux auf einer persönlichen Begegnung mit Carmine Giardini, einem lokalen Betreiber von Lebensmittelmärkten und Gastronomiebetrieben in Palm Beach County. Zudem ist das Projekt als 50/50 Joint Venture mit der in Chicago ansässigen Ballyhoo Hospitality strukturiert, geleitet von Ryan O’Donnell und Jon Farrer. Diese Zusammenarbeit soll den Zugang zum lokalen Markt erleichtern und den Aufbau der betrieblichen Infrastruktur unterstützen. Seydoux betonte in einem Gespräch, dass die Entscheidung für den Standort auch aus einer persönlichen Verbundenheit mit der Region resultiere, nachdem er selbst mit seiner Familie dorthin gezogen sei.

Lieferkette verbindet Importe mit regionalen Produkten

Für die Beschaffung der Lebensmittel greift die Gruppe nach eigenen Angaben auf ein Netzwerk von mehr als 200 italienischen Erzeugern zurück, die teils über geschützte Ursprungsbezeichnungen (DOP) zertifiziert sind. Die logistische Herausforderung des Transatlantik-Transfers soll teilweise durch die bestehende Infrastruktur von Carmine Giardini gelöst werden, der seit nahezu 40 Jahren italienische Waren importiert. Ergänzend dazu plant das Unternehmen den Aufbau von lokalen Lieferpartnerschaften in Süd-Florida für Fisch, Fleisch, Milchprodukte und Obst. Die Gruppe gibt an, eine B-Corp-Zertifizierung zu halten, was Anforderungen an die Nachhaltigkeit und die Reduzierung des ökologischen Fußabdrucks beinhalte.

Kulinarisches Angebot mit regionalen Schwerpunkten

Das geplante Restaurant in Juno Beach soll kein Duplikat bestehender Konzepte sein, sondern eine eigenständige, an den Standort angepasste Ausrichtung erhalten. Das kulinarische Grundkonzept basiert nach Angaben des Unternehmens auf hausgemachter italienischer Küche, bei der unter anderem Teigwaren täglich frisch zubereitet werden. Die Speisekarte soll Einflüsse der toskanischen Küste aufgreifen und neben frischen Teigwaren auch gegrillte Speisen wie Fisch und Fleischgerichte umfassen, bei denen verstärkt auf Meeresfrüchte aus der Region zurückgegriffen wird. Zudem ist eine hauseigene Herstellung von Speiseeis vorgesehen, wobei laut Seydoux neue Geschmacksrichtungen für das Klima in Süd-Florida entwickelt werden sollen.

Langfristige Wachstumspläne für den US-Markt

Die Eröffnung in Florida versteht die Gruppe nach Aussagen von Seydoux als ersten Schritt einer längerfristigen Expansionsstrategie in den USA. Weitere Standorte seien in der Planung, jedoch verfolge das Unternehmen einen bewussten und nicht beschleunigten Wachstumsansatz. Das Modell der lokalen Partnerschaften soll dabei als Vorlage für künftige Projekte dienen.


 

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