Britisches Gastgewerbe verliert täglich mehr als drei Betriebe durch Kostenanstieg

| Gastronomie Gastronomie

Das britische Gastgewerbe verzeichnet eine steigende Zahl an Betriebsschließungen infolge massiver Kostenbelastungen. Berichten zufolge schrumpfte die Anzahl der lizenzierten Betriebe im ersten Quartal 2026 deutlich. Der Sektor sieht sich mit einer Kombination aus steigenden Betriebskosten und veränderten Konsumgewohnheiten konfrontiert.

Demnach kam es in den ersten drei Monaten des Jahres 2026 zu durchschnittlich 3,4 Schließungen pro Tag. Grundlage dieser Zahlen ist der aktuelle Hospitality Market Monitor, der von den Marktforschungsunternehmen NIQ und CGA Intelligence erstellt wurde. Bis Ende März 2026 sank der Gesamtbestand der lizenzierten Objekte in Großbritannien auf 98.609 Betriebe. Dies entspricht einem Rückgang von 305 Einheiten gegenüber dem Stand vom Dezember 2025. Damit setzt sich eine Entwicklung fort, die bereits in den vorangegangenen Quartalen zu beobachten war.

Gastronomiebereiche verzeichnen deutliche Rückgänge bei lizenzierten Objekten

Besonders betroffen ist das Segment Casual Dining. Die Anzahl der Restaurants in diesem Bereich verringerte sich im ersten Quartal 2026 um 0,9 Prozent. Auch Bars und Nachtclubs verzeichnen rückläufige Zahlen, was auf eine Verringerung der freiwilligen Ausgaben seitens der Verbraucher zurückgeführt wird. Im Gegensatz dazu zeigt sich der Hotelmarkt vergleichsweise stabil. Wie aus den Daten hervorgeht, ist die Zahl der lizenzierten Hotels im Jahresvergleich leicht gestiegen. Dennoch liegt das Niveau in diesem Sektor weiterhin 4,7 Prozent unter dem Vor-Corona-Stand. 

Kostenfaktoren und steuerliche Belastungen

Die Branche steht unter dem Druck einer vielschichtigen Kostenbelastung. Als wesentliche Faktoren werden die Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns sowie gestiegene Sozialversicherungsbeiträge für Arbeitgeber genannt. Hinzu kommen Belastungen durch die Gewerbesteuern, die nach dem Auslaufen staatlicher Entlastungsmaßnahmen und einer Neubewertung im April für viele Betriebe angestiegen sind.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Stadt Mainz bleibt bei ihrem Verbot für das Oktoberfest. Daran änderte auch die Vorlage neuer Unterlagen nichts, die der Veranstalter gemeinsam mit dem Gaststättenverband Dehoga am Mittwoch eingereicht hatte.

Tim Raue und der Berliner Unternehmer Nils Hölterhoff starten das Pizza-Konzept "Spizza Pizza" für Flughäfen und Bahnhöfe. Die erste Filiale soll im Dezember am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) eröffnen.

Subway führt ab 2027 ein neues Restaurant- und Markenkonzept in der EMEA-Region ein. „Blueprint“ umfasst neue Restaurantgestaltungen, Bestellwege sowie zusätzliche Angebote für Morgen, Tag und Abend.

Frédéric Prinz von Anhalt blieb mit einer Rechnung von 38.000 Euro allein am Tisch zurück. Was die Frage aufwirft: Muss man wirklich alles zahlen, wenn andere die Zeche prellen? Ein Anwalt klärt auf.

Die Nutzung des Festzeltes ist von der Stadt untersagt worden wegen fehlender Unterlagen. Nun präsentierten Veranstalter und Dehoga Papiere zu Standsicherheit und Brandschutz.

Das Landesumweltamt NRW hat Geruchsmessungen an Holzkohlegrillanlagen in der Gastronomie beauftragt. Ein Forschungsbericht im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht die Emissionen gewerblicher Grills und die Wirksamkeit von Abgasreinigungssystemen.

 

Sechs Köche treten am 16. November in München im Finale von „Koch des Jahres“ an. In fünf Stunden müssen sie ein Drei-Gänge-Menü zubereiten, das anschließend von einer zwölfköpfigen Jury bewertet wird.

Das Posthotel Alexander Herrmann in Wirsberg verändert seine Gastronomie. Im Mittelpunkt stehen das auf 172 Abende begrenzte AURA unchained 172 und die Umwandlung des Bistros „oma & enkel“ in ein fränkisches Wirtshaus.

Laut YouGov ist der Anteil der Alkoholtrinker in Deutschland innerhalb von zehn Jahren von 78 auf 68 Prozent gesunken. Der Barmanager der Hamburger Skyline Bar 20up berichtet zugleich von steigender Nachfrage nach alkoholfreien Cocktails – ihr Anteil am Cocktailverkauf liege bei rund 30 Prozent.

Uber hat den Kauf der US-Cateringplattform ezCater für 2,3 Milliarden US-Dollar vereinbart. Mit der geplanten Übernahme soll Catering in das Angebot von Uber Eats eingebunden werden; der Abschluss steht noch unter Vorbehalt.