Bussi-Bierdeckel: Werberat rügt Hofbräuhaus Traunstein erneut

| Gastronomie Gastronomie

Das Hofbräuhaus Traunstein wurde erneut vom Deutschen Werberat gerügt. Anders als 2017 wurde die Beanstandung nicht wegen einer sexistischen Werbung ausgesprochen. Die Brauerei war diesmal nicht bereit, die gemeinsam mit der gesamten Alkoholbranche aufgestellten Verhaltensregeln für eine verantwortungsvolle Alkoholwerbung einzuhalten. Den Bayern bringt die Rüge wieder ordentliche Aufmerksamkeit.

Aus Sicht des Werberats lässt die vom Hofbräuhaus Traunstein eingesetzte Werbeaussage „Hilft in Sekunden – wirkt für Stunden“ im Zusammenhang mit der Abbildung eines sich umarmenden Paars beim Betrachter den Eindruck entstehen, dass sich der Konsum des Biers positiv auf das Verhältnis zwischen Mann und Frau auswirkt. In ihrer Stellungnahme hatte die Brauerei bestätigt, dass diese Wirkungsaussage in der Werbung beabsichtigt sei.

„Hier geht es nicht darum, den ‚Einzelmeinungen scheinheiliger Moralisten zuzustimmen‘, wie dem Werberat von der Brauerei vorgeworfen wurde“, so eine Sprecherin der Selbstkontrolleinrichtung. „Alkoholkonsum darf in der Werbung weder als Problemlöser, noch als Schlüssel für Glücksmomente angepriesen werden.“, so die Sprecherin weiter. Auf diesen Grundsatz hätten sich Händler, Hersteller und Importeure alkoholhaltiger Getränke in Zusammenarbeit mit dem Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft ZAW gemeinsam verständigt. Die Beachtung dieser Regel sei Ausdruck eines verantwortungsbewussten Marktverhaltens und ein gesamthaftes Anliegen der Branche.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Yotam Ottolenghi ist einer der bekanntesten Köche der Welt. In Deutschland wächst die Fangemeinde stetig. Jetzt erschien sein neues Kochbuch - mit einer Grundidee, die nicht nur in der Küche hilft.

In wenigen Tagen stürmen die Massen wieder die Bierzelte auf der Wiesn. Sollen die künftig europaweit vergeben werden? Darum kämpft ein Wirt mit einer ganzen Garde von Anwälten.

Kommendes Wochenende bricht der Ausnahmezustand über München herein. Das 191. Oktoberfest beginnt. Was Besucher wissen sollten über die Zelte, das Bier und die No-Gos.

Vor mehr als 200 Jahren rief König Wilhelm I. von Württemberg nach Missernten und Hunger das Cannstatter Volksfest ins Leben. Schon damals strömten die Menschen zum Wasen - und das wird sich auch in diesem Jahr nicht ändern.

Sechs Münchner Brauereien bieten auf dem Oktoberfest ihr eigenes Festbier an – jedes nach geheimem Spezialrezept gebraut und mit individuellem Geschmack. Und: Das Wiesnbier hat es in sich.

Wolt startet in Berlin ein eigenes Catering-Angebot für Firmenkunden und geplante Veranstaltungen. Im Laufe des Jahres 2027 soll Wolt Catering schrittweise auf weitere deutsche Städte ausgeweitet werden.

Die US-amerikanische Bäckereimarke Cinnabon baut ein Franchisesystem in Deutschland auf. Der erste Standort der CB Germany GmbH soll im Oktober 2026 im Limbecker Platz in Essen eröffnen. Weitere Standorte sind bereits vorgesehen.

Die Wiesn naht - und auch die Rettungskräfte sind vorbereitet. Die Sanitätsstation auf dem Festgelände wappnet sich für den Rund-um-die-Uhr-Betrieb. Dabei gibt es in diesem Jahr einige Neuerungen.

Tim Striegel ist der "Aufsteiger des Jahres 2026" von Der Feinschmecker. Der 25-jährige Koch aus dem Restaurant "Das Philippin" in Rutesheim bei Stuttgart setzte sich bei der Leserwahl gegen sechs weitere junge Talente durch.

Deutschland belegt bei den Rahmenbedingungen für Restaurantgründungen im Vergleich von 20 EU-Märkten Rang sieben. Der Restaurant Launch Report des Metro Marktplatzes weist für Deutschland 99,9 Punkte bei Wettbewerb und Immobilien und 36,9 Punkte bei Gründung und Personal aus.