Chefs in Town - Düsseldorfer Food-Festival geht in zweite Runde

| Gastronomie Gastronomie

Im Rahmen der diesjährigen Internorga in Hamburg präsentierte die Gastronomie-Initiative „Chefs in Town“. Unter dem Motto „Kraftvolle Stimmen, klare Botschaften – ´Chefs in Town` geht on tour und in den Dialog“ sprachen namhafte Persönlichkeiten über die Bedeutung und die Ziele des Food Festivals, das sich für die Belange der Branche und deren Wahrnehmung einsetzt. Eine Fortsetzung des Event-Formats im Jahr 2025 ist bereits in Planung. „Chefs in Town“ findet vom 26. bis 28. September 2025 in Düsseldorf statt.

Kerstin Rapp-Schwan, Moderatorin und Initiatorin des Gesprächs, eröffnete die Veranstaltung und damit die „Chefs in Town on tour“ Internorga-Präsenz. Am Tresen auf dem Messestand von METRO Deutschland sprach sie mit Steffen Greubel, CEO der METRO AG, Spitzenkoch Tim Raue, Martin Behle, Chief HoReCa Officer der METRO AG, und Toni Askitis, einem renommierten Düsseldorfer Gastronomen und Weinexperten. Alle vier Gesprächspartner haben sich im vergangenen September für das dezentrale Event-Format „Chefs in Town“ engagiert, bei dem insgesamt auf über 100 Veranstaltungen in Düsseldorf tausende begeisterte Gäste verköstigt, Branchenthemen diskutiert und der Nachwuchs in die spannende Arbeitswelt der Gastronomie mitgenommen wurden. Das Ziel war, Menschen zu inspirieren und die Begeisterung für die Gastronomie- und Hotellerie-Szene in Düsseldorf zu entfachen.

Für die Organisation des dezentralen Event-Formates in 70 lokalen Gastronomien, Hotels und anderen Locations hatten sich im Vorfeld starke Partner zusammengetan, darunter METRO, die Stadt Düsseldorf, die IHK Düsseldorf, DEHOGA Nordrhein, die Stadtsparkasse Düsseldorf und Coca-Cola. Viele weitere Partner und Verbündete sorgten dafür, dass das Event ein voller Erfolg wurde. Was als Idee für eine lokale Veranstaltung begann, hat sich mittlerweile zu einer Initiative weiterentwickelt, die eine Stimme für die Branche sein und die öffentliche Wahrnehmung auf deren Bedeutung lenken möchte.

Steffen Greubel, CEO der METRO AG, unterstrich die Relevanz von Chefs in Town für die Branche und die Stadt Düsseldorf. METROs Motivation, als Initiator solcher Formate ist es,  einen starken Beitrag für die Sichtbarkeit und Wertschätzung der Gastronomie zu leisten: „Für uns bei METRO gehören Großhandel und Gastronomie untrennbar zusammen. Das Gastgewerbe leistet mit 2,2 Millionen Arbeitsplätzen und über 100 Milliarden Euro Umsatz in Deutschland Enormes für unser Land und verdient mehr Wertschätzung. Deshalb engagieren wir uns auf vielen Ebenen, von Düsseldorf bis international in unsere Ländergesellschaften, um die Branche zu stärken. ´Chefs in Town` ist ein starkes Beispiel dafür, wie gemeinsames Handeln echte Impulse setzen kann. Unser Motto: Einfach machen – mit Leidenschaft, starken Partnern und klarer Botschaft“, betonte er. „Wir möchten nun in dieser Denkweise und mit diesem Schwung weiter dafür sorgen, dass mit den richtigen Initiativen die Aufmerksamkeit auf die Themen und Bedürfnisse des Gastgewerbes gelenkt wird –hoffentlich in dieser neuen Legislaturperiode mit verbesserten Rahmenbedingungen.“

Der deutsche Sternekoch Tim Raue aus Berlin ist bekannt für seine asiatisch inspirierte Küche, sein Restaurant „Tim Raue“ in Berlin hat zwei Michelin-Sterne und gehört zu den besten der Welt. Er sagte sofort zu, als er gefragt wurde, ob er bei der Veranstaltung teilnehmen würde und hat eine persönliche Verbindung zu „Chefs in Town“: „Die Vielfalt und Qualität der deutschen Gastronomie gilt es fördern und einem breiten Publikum zugänglich zu machen“, erklärte er. „´Chefs in Town` bringt alle zusammen, von der gehobenen Küche bis zum lokalen Imbiss um die Ecke, und das finde ich einen großartigen Ansatz. Wir haben original Berliner Currywurst auf dem Düsseldorfer Burgplatz angeboten, die Resonanz war überwältigen und die Menschen haben sich sehr gefreut. So eine positive Stimmung motiviert ungemein.“ Seine Teilnahme in Düsseldorf sei ein logischer Schritt gewesen, um seine Unterstützung für die Branche zu zeigen und die lokale Gastronomie zu stärken. Auch 2025 wird er dabei sein – mit Pizza.

Martin Behle, Chief HoReCa Officer der METRO AG, gab Einblicke in die Ideenfindung und Durchführung von „Chefs in Town“: „Wir wollten einen Anlass schaffen, an dem aktuelle Herausforderungen und Zukunftsthemen der Gastronomie thematisiert und diskutiert werden können. Aber dies sollte mit Begeisterung verbunden werden, nicht mit Jammern und Klagen. Wir haben uns gefragt, wie wir die Leidenschaft, mit der unsere Köche, Barkeeper und Sommeliers ihre Arbeit jeden Tag machen, auf die ganze Stadt übertragen können. Wie wir die Top Stars der Szene mit den Düsseldorfer Gastronominnen und Gastronomen zusammenbringen, um einzigartige Erlebnisse zu kreieren. Und wie wir das Handwerk in den Vordergrund stellen, denn Kulinarik basiert auf Können. Dabei wollten wir alle Arten von Gastronomie einbeziehen, von Fine Dining bis hin zur Pommesbude“, erläuterte er. „Nachdem wir das für uns konzeptionell durchdrungen hatten, haben wir buchstäblich zum Hörer gegriffen, viele Mitstreiter für unsere Sache gewonnen und mit ´Chefs in Town` innerhalb sehr kurzer Zeit ein Format ins Leben gerufen, das es bisher in Deutschland so noch nie gab.“ Die Resonanz auf die erste Veranstaltung in Düsseldorf sei überwältigend gewesen, so Behle weiter, was die Wirkung und die Bedeutung dieses Projekts unterstreiche.

Wie die Umsetzung von „Chefs in Town“ an der Basis funktionierte, berichtete Toni Askitis, Düsseldorfer Gastronom und Sommelier, und schilderte seine Eindrücke vom Wochenende in seiner Winebar & Imbiss „Pommes und Wein“. „Die Idee hörte sich erstmal gut an, Erfahrungswerte gab es bei dieser ersten Veranstaltung aber noch nicht. Ich war skeptisch, was das alles bringen sollte. Als aber meine Freunde Sascha Stemberg, Fabio Haebel und die Salt&Silver Boys Cozy und Jo mich ansprachen, ob wir einen gemeinsamen Take machen sollten, spürte ich schon: Das könnte gut werden. Bei mir war dann einen Abend Sascha Stemberg zu Besuch und wir haben gemeinsam Hot Dogs gemacht. Am folgenden Tag kamen Fabio Haebel und Salt&Silver, es gab Pet Nat, Austern, Ceviche, Fish and Chips und Currywurst. Die Gäste standen Schlange. Spätestens da war klar, dass das Event ein ´dickes Ding` ist und weiter sein wird. Das Feedback im Nachgang war großartig. Es wurden außerdem wichtige Branchenaspekte thematisiert, die jeden und jede in der Branche betreffen. Für die Gastronomie und Düsseldorf war ´Chefs in Town` ganz sicher ein Highlight. Ich bin happy, dass ich dabei war und stolz, beim nächsten Mal wieder dabei sein zu dürfen und freue mich schon auf die Gastköche in diesem Jahr und natürlich auch auf alle Gäste. Das wird der Knaller!“

Abschließend dankte Kerstin Rapp-Schwan allen Teilnehmern für ihre Perspektiven und betonte die Bedeutung von „Chefs in Town“ als Plattform für den Dialog und die Weiterentwicklung der Gastronomie. „Wir freuen uns darauf, diesen Weg gemeinsam fortzusetzen und neue Impulse für die Branche zu setzen“, schloss sie die Gesprächsrunde.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Studierende können in den Hochschulen vergleichsweise günstig speisen. Nicht alle geben danach Besteck und Geschirr wieder ab - Diebstahl ist ein Thema. Doch es gibt weitere Gründe für den Schwund.

Die Gastronomie ist der Hauptgewinner auch der diesjährigen Karnevalssession. Wie die Rheinische Post unter Berufung auf das IW berichtet, fließen rund 900 Millionen Euro in die Kassen der Gastwirte, während der Gesamtwirtschaftsfaktor bundesweit bei zwei Milliarden Euro liegt.

Das mit einem Stern ausgezeichnete Marburger Esszimmer unter der Leitung von Kathrin und Denis Feix schließt zum 1. März. Trotz exzellenter Kritiken sieht die Vila Vita Marburg SE am Standort keine langfristige wirtschaftliche Basis für das spezialisierte Fine-Dining-Konzept.

Ein leuchtend buntes Plakat wirbt in diesem Jahr für das Münchner Oktoberfest. Was das Siegermotiv besonders macht und warum es bei Jury und Publikum gut ankam.

Die Senkung der Mehrwertsteuer auf 7 Prozent führt in der Gastronomie nicht zu sinkenden Preisen. Eine Auswertung von Meoton zeigt, dass die Branche die Entlastung nutzt, um gestiegene Kosten abzufedern und das Preisniveau stabil zu halten.

Die österreichische Kaffeekette The Coffeeshop Company hat ihren offiziellen Markteintritt in Indien vollzogen. Mit der Eröffnung in Delhi setzt das Wiener Unternehmen den Grundstein für eine großangelegte Expansionsstrategie auf dem Subkontinent.

In Hamburg-St. Pauli eröffnet Olivia Jones im März mit „Olivias Dschungel-Bar“ Deutschlands erste Bar für Reality-TV-Fans. Das Konzept setzt auf Dschungel-Atmosphäre, Original-Exponate bekannter Stars und interaktive Prüfungen direkt am Tresen.

Das Drei-Sterne-Restaurant Aqua im The Ritz-Carlton, Wolfsburg schließt im März 2026 nach über 25 Jahren. Spitzenkoch Sven Elverfeld setzt damit einen bewussten Schlusspunkt unter sein bisheriges Lebenswerk, während das Hotel eine gastronomische Neuausrichtung plant.

Die Maß auf der Wiesn wird jedes Jahr teurer. Das will der Bierbrauerpräsident ändern - und stattdessen Eintritt verlangen. Münchens Oberbürgermeister und der Wiesn-Chef halten dagegen.

Restaurant Brands International (RBI) verfolgt ambitionierte Ziele für den chinesischen Markt. Bis zum Jahr 2035 soll das Netzwerk von Burger King auf mehr als 4.000 Restaurants anwachsen.