Christian Rach: „Selbstausbeutung der Wirte wird sich rächen“

| Gastronomie Gastronomie

Der Fernsehkoch Christian Rach hat dem Portal Mahlzeit.city ein beachtenswertes Interview gegeben. Hier spricht Rach über Wirte, die sich selbst ausbeuten, davon, dass sich zukünftig nur die Spitze der Branche halten werden kann.

Das individuelle, kleine Restaurant werde es unglaublich schwer haben mit Qualität und gut ausgebildeten Mitarbeitern zu bestehen. Da werde sich in den nächsten fünf Jahren einiges dramatisch verändern. 

Zum Thema, warum Köche zwar medial präsent seien, aber immer weniger Menschen am Herd arbeiten wollen meint Rach, das in den vergangenen 15 Jahren wurde viel Schindluder bei der Personalführung betrieben worden sei, die man nicht mehr so einfach aus den Köpfen der jungen Leute herausbekomme.

Die Menschen wollten heute keine Work-Life-Balance, sondern eine Life-Life-Work-Balance. Die Gesetze seien aber für eine Industriegesellschaft und nicht für eine Dienstleistungsgesellschaft gemacht.

Der ehemalige Restauranttester Christian Rach kocht demnächst zum ersten Mal selbst im deutschen Fernsehen. Mit wechselnden Gästen kreiert er gesunde, schnelle und preiswerte Mahlzeiten. Die 50-teilige Serie „Gewusst wie: Rachs 5-Euro Küche“ ist ab Januar 2019 bei health tv zu sehen.

„health tv ist der einzige Fernsehsender, der sich ausschließlich mit dem Thema Gesundheit beschäftigt. Und Gesundheit liegt mir sehr am Herzen. Der Sender ist einfach perfekt für mein neues Format“, sagt Christian Rach. „Ich möchte Deutschland zeigen, wie man mit wenig Geld und wenig Zeit richtig leckere und gesunde Mahlzeiten zubereitet. Fantasievoll kochen und abwechslungsreich essen muss nicht teuer sein", davon ist der vielfach ausgezeichnete Starkoch überzeugt. In seiner Hamburger Küche steht er mit Gästen am Herd. "Jeder, der Lust hat mit mir zu kochen, kann sich jetzt bewerben. Ob Profi oder Laie, jung oder alt, arm oder reich - ich freu' mich über jeden Gast“, so Rach.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wer über Lieferplattformen bestellt, zahlt nicht nur fürs Essen: Je nach Modell kassieren Lieferdienste 13 bis 30 Prozent Provision. Gleichzeitig behalten sie den direkten Zugang zu den Kundendaten. Für viele Gastronomen wird das zum teuren Geschäft – DEHOGA warnt: Bei solchen Margen können sich nur wenige Restaurants die Zusammenarbeit leisten.

Der erste Restaurant Impact Report von OpenTable untersucht die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Restaurants in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Ausgaben rund um Restaurantbesuche, Beschäftigung, Gemeinschaft und das Verhältnis zwischen Gästen und Betrieben.

Zwei-Sterne-Koch Paul Stradner plant im ersten Quartal 2027 sein erstes eigenes Restaurant im 1839 Malerhaus in Achern. Julian Schmid soll die Küche vor Ort gemeinsam mit ihm verantworten; seine Tätigkeit in der Villa René Lalique setzt Stradner fort.

Cornelia Poletto hat auf dem Euref-Campus Düsseldorf ihre neue Kochschule und Eventfläche im Rahmen des Food-Festivals Chefs in Town mit einer italienischen Küchenparty eröffnet. Unterstützung gab es dabei von Nelson Müller und Ludwig Maurer.

Teaser: McDonald’s plant bis 2036 rund 8,5 Milliarden Dollar Unterstützung für Franchisenehmer. Der Konzern prüft proteinreichere Gerichte und will Küchen, Technik und Restaurantgestaltung verändern.

Restaurants und Cafés in Kroatien müssen ab dem 1. Oktober neben aktuellen Preisen auch Referenzpreise ausweisen. Der Zagreber Gastronomieverband befürchtet Verwirrung bei Gästen.

Die traditionsreiche Berliner Feinkost-Institution Rogacki kehrt mit einem Pop-up-Standort in die Markthalle Neun zurück und bereitet die Rückkehr nach Charlottenburg vor.

Ab Oktober müssen kroatische Restaurants und Cafés neben dem aktuellen Preis auch einen historischen Referenzpreis ausweisen. Arbeitgeber kritisieren den bürokratischen Mehraufwand.

Die Jeunes Restaurateurs Deutschland haben in der Villa Marburg in Heigenbrücken den diesjährigen Team Day ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Treffens standen neun unterschiedliche Masterclasses sowie der sogenannte Markt der Genüsse.

Das Hamburger Sterne-Restaurant Haebel beendet am 31. Dezember 2026 seinen regulären Betrieb. Fabio Haebel nennt Grenzen der vorhandenen Infrastruktur als Grund und kündigt weitere Veranstaltungen in den bisherigen Räumen an.