Comeback der Rum-Cola? Clara Schoper gewinnt Made in GSA Competition

| Gastronomie Gastronomie

Clara Schoper aus der Münchener Zephyr Bar hat den Gesamtsieg bei der diesjährigen Made in GSA Competition 2026 errungen. Max Schulz-Helbach aus der Brasserie 36 in Kassel belegte den zweiten Platz, während sich Yelena Drakew aus dem Bamberger Kawenzmann den dritten Rang sicherte. Der Wettbewerb fand in der Suderman Bar in Köln im Rahmen des Bar Symposium Cologne statt.

Clara Schoper gewinnt mit einer Neuinterpretation

Die 24-jährige Siegerin setzte sich mit einer Eigenkreation durch, die den Namen Rum-Cola trägt. Dabei handelt es sich um eine Komposition aus gewürztem Rum, Sprudelwasser, Kaffee-Bitter und einem hausgemachten Fruchtkonzentrat. Die Jury, bestehend aus Katrin Löcher, Martin Bornemann und Berit Glaser, bewertete sowohl die Präsentation als auch die geschmackliche Tiefe des Getränks.

Laut Nils Wrage, Chefredakteur des ausrichtenden Magazins Mixology, habe Schoper mit ihrem Beitrag die aktuelle Cocktail-Architektur demonstriert. Das Getränk weise nostalgische Elemente auf, funktioniere jedoch auf zeitgemäße Weise. Mit diesem Erfolg setzt die Teilnehmerin eine Serie für ihren Arbeitgeber fort, da bereits vor zwei Jahren ein Mitarbeiter der Zephyr Bar den Wettbewerb gewinnen konnte. Als Preis für den ersten Platz wird Schoper im November zur Athens Bar Show reisen und dort eine Gastschicht in einer örtlichen Bar absolvieren.

Weitere Platzierungen und Auszeichnungen

Den zweiten Platz erreichte Max Schulz-Helbach mit dem Getränk Farbwechsel. Nach Angaben des Veranstalters kombinierte er für diesen Beitrag bayerischen Roggenwhisky und schwarzwälder Rosé-Wermut mit Zitrone, Wassermelonen-Limonade sowie einem Schaum aus Quitte und Holunder.

Yelena Drakew sicherte sich mit ihrem Beitrag Meerweh nicht nur den dritten Platz in der Gesamtwertung, sondern auch den Sieg in der Sonderkategorie für alkoholfreie Getränke. Ihr Rezept basierte auf verschiedenen alkoholfreien Destillaten, einem Seetang-Sanddorn-Konzentrat, Zitronensaft und Sprudelwasser. In der zweiten Sonderwertung für Likör, Wermut und Aperitif wurde Michael Scheffler aus dem Gin House in Dresden ausgezeichnet.

Der Wettbewerb Made in GSA konzentriert sich auf Produkte aus dem deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz). Die diesjährigen Platzierungen spiegeln eine Verteilung über verschiedene deutsche Bundesländer wider, wobei Bayern mit zwei Platzierungen unter den ersten drei Teilnehmern vertreten ist. In der Branche nehmen Wettbewerbe dieser Art eine Funktion als Indikator für regionale Trends ein. Die Wahl Kölns als Austragungsort unterstreicht die Bedeutung des Standortes während des parallel laufenden Fachsymposiums, das jährlich Akteure der Barwirtschaft anzieht.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der New York Slice Club eröffnet am 31. Juli 2026 seinen ersten Flagship-Store in Hamburg. Das Konzept orientiert sich nach Unternehmensangaben an der New Yorker Slice-Shop-Kultur und zieht in die Alsterarkaden ein.

Die Villa Florhof in Zürich eröffnet am 1. August 2026 wie geplant. Kurz vor dem Start trennen sich das Luxushotel und der als kulinarischer Leiter vorgesehene Christian Jürgens im gegenseitigen Einvernehmen.

Sodexo übernimmt die weltweite Arbeitsplatzverpflegung für über 130 Standorte des Konzerns Meta. Die Partnerschaft umfasst digitale Lösungen und Nachhaltigkeitsstandards an verschiedenen Unternehmensstandorten.

Das Berliner Unternehmen Delivery Hero will gemeinsam mit Uber seine weltweite Präsenz ausspielen. Die Hintergründe zum Zusammenschluss.

Neue Umfragen von Metro beleuchten die wirtschaftliche und soziale Bedeutung der Landgastronomie. Trotz hoher Relevanz für die Lebensqualität blicken viele Betreiber aufgrund bürokratischer Hürden mit Sorge in die Zukunft.

RB Leipzig wechselt zur kommenden Saison den Catering-Partner für den Public-Bereich der Red Bull Arena. Die Compass-Tochter Levy übernimmt die Versorgung für die nächsten sechs Jahre.

Der ermäßigte Mehrwertsteuersatz hat Thüringer Gastronomen finanziell Luft verschafft. Welche Auswirkungen das auf Arbeitsplätze und Preise auf den Speisekarten hat, zeigt eine aktuelle Umfrage.

Der US-Fahrdienstleister Uber übernimmt den aus Deutschland stammenden Essenslieferdienst Delivery Hero für eine Milliardensumme. Das im MDax notierte Unternehmen bestätigte, dass es sich mit dem US-Konzern zusammenschließt.

Frisches Bier, eine Horde Männer, Stammtischfeeling – dazu Frisierköpfe, Bürsten und Haargummis? Im Gasthaus Fux in München kommt zusammen, was man zunächst nicht zusammen vermutet.

Falkensteiner Camping führt mit der Marke Campo ein neues Gastronomiekonzept ein. Den Auftakt bildet ein Restaurant am Standort Klagenfurt, das von einem lokalen Pächter betrieben wird.