Cyclospora-Ausbruch belastet Umsatz von Taco Bell

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Der Cyclospora-Ausbruch in den USA hat die Geschäftsentwicklung bei Taco Bell im dritten Quartal 2026 belastet. Die vergleichbaren Filialumsätze sanken im Jahresvergleich um vier Prozent. Es war der erste Quartalsrückgang seit dem zweiten Quartal 2020. Auch der operative Gewinn ging zurück. Der Mutterkonzern Yum Brands sieht inzwischen allerdings Anzeichen für eine Erholung des US-Geschäfts.

Die Infektionswelle hatte Taco Bell bereits im Juli getroffen. Damals nahmen ausgewählte Restaurants vorsorglich und vorübergehend einzelne Zutaten aus dem Angebot. Im weiteren Verlauf der Untersuchungen stellten die US-Gesundheitsbehörden einen Zusammenhang zwischen dem Ausbruch und geschreddertem Eisbergsalat her, der in manchen Taco-Bell-Restaurants serviert worden war. Als Lieferant des betroffenen Salats wurde Taylor Farms identifiziert. Das Unternehmen rief Salatprodukte aus Zentralmexiko zurück.

Umsatzrückgang belastet das Quartalsergebnis

Wie die Branchenpublikation „Nation’s Restaurant News“ unter Berufung auf die Quartalszahlen von Yum Brands berichtet, sank der Systemumsatz von Taco Bell im dritten Quartal währungsbereinigt um zwei Prozent. Der operative Gewinn der Division verringerte sich um fünf Prozent auf 255 Millionen US-Dollar. Der bereinigte operative Gewinn (Core Operating Profit) ging um vier Prozent zurück.

Besonders deutlich fiel der Rückgang in den USA aus. Dort sanken die vergleichbaren Filialumsätze um vier Prozent, der Systemumsatz ging um drei Prozent zurück. Taco Bell betreibt weltweit 9.102 Restaurants und damit drei Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Die Entwicklung im Ausland verlief dagegen positiv. Bei den vergleichbaren Filialumsätzen verzeichnete Taco Bell international ein Plus von fünf Prozent. Der währungsbereinigte Systemumsatz stieg dort um 14 Prozent. Damit entwickelte sich das internationale Geschäft deutlich besser als der US-Markt.

Yum Brands sieht Anzeichen für eine Erholung in den USA

Konzernchef Chris Turner zeigte sich bei der Vorstellung der Quartalszahlen zuversichtlich. Seit Ende September entwickelten sich die vergleichbaren Umsätze von Taco Bell in den USA nach seinen Angaben besser als die der übrigen Quick-Service-Branche. Turner bezeichnete die bisherige Erholung als eine der schnellsten nach einem vergleichbaren Ereignis.

Auch die Kunden, die Taco Bell im Zuge der Rückgewinnungsmaßnahmen neu gewonnen habe, entwickelten sich nach Angaben des Konzernchefs positiv. Sie gäben fünf Prozent mehr aus und besuchten die Restaurants sechs Prozent häufiger als jene Kunden, die während der Krise ausgeblieben seien.

Taco Bell ist für Yum Brands eine wichtige Ertragssäule. Nach Angaben von „Nation’s Restaurant News“ steuert die Marke rund 38 Prozent zum operativen Gewinn der einzelnen Konzernsegmente bei.

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