Der Gastro-Pfarrer von Baiersbronn: Einzigartig in Deutschland

| Gastronomie Gastronomie

Matthias Lasi, evangelischer Pfarrer in Baiersbronn, ist nicht nur für seine Gemeinde da. Er widmet sich auch den Anliegen und Sorgen der Gastronomen vor Ort. Wie nun der SWR berichtet, besucht Lasi regelmäßig Restaurants und Küchen im Nordschwarzwald. In keinem anderen vergleichbaren Ort in Baden-Württemberg gibt es so viele gastronomische Betriebe wie in Baiersbronn. Dabei hat er stets ein offenes Ohr für die Herausforderungen der Menschen, die in der Gastronomie und Hotellerie tätig sind.

Wenn Gesprächsbedarf besteht, steht der 60-Jährige zur Verfügung: Er berät, vermittelt und hört zu. Besonders der Fachkräftemangel macht vielen Gastronomen zu schaffen, erklärt Lasi laut SWR. Doch auch Existenzängste und persönliche Konflikte landen häufig auf seinem Tisch.
 

Lasis Pfarrstelle ist geteilt: Zu 50 Prozent ist er für die Gemeinde Schwarzenberg zuständig, die anderen 50 Prozent widmet er als Gastro-Pfarrer den Belangen der Gastronomie. Bevor Lasi in den Schwarzwald kam, war er vier Jahre als Pfarrer in Kiew tätig. Kurz vor Beginn des Krieges musste er die Ukraine verlassen. Seit zweieinhalb Jahren lebt er nun mit seiner Frau im Pfarrhaus in Schwarzenberg, einem Ortsteil von Baiersbronn.

Um die Gastronomen besser zu verstehen, absolvierte Lasi kürzlich ein Praktikum im Hotel Tanne in Baiersbronn. Dort arbeitete er an der Eierstation des Frühstücksbuffets und bereitete Rührei, Spiegelei und Speck zu – eine ungewohnte, aber willkommene Überraschung für die Gäste. Wer wollte, bekam von ihm sogar ein Schnittlauchkreuz auf das Rührei gestreut.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Kneipe 80 expandiert mit neuen Standorten am Tegernsee und in Augsburg. Parallel führt das Unternehmen mit dem Format „Kiosk 80“ ein weiteres Konzept für kleinere Flächen ein.

Weissenhaus erweitert sein gastronomisches Angebot im Schloss um das Restaurant NAMI und die Bar 1896. Zuvor hatte das Zwei-Sterne-Restaurant Courtier nach dem Weggang seiner Leitung den Betrieb eingestellt.

Starbucks hat im zweiten Quartal 2026 Umsatz und Gewinn gesteigert. Das Unternehmen meldet höhere vergleichbare Umsätze und hebt seine Jahresprognose an.

Neue Daten des Bundes der Steuerzahler zeigen deutliche Unterschiede bei Terrassengebühren in deutschen Städten. Die Spannweite reicht von 0 bis 2.000 Euro für einen einheitlichen Musterbetrieb.

Kochroboter, kein Gastraum, alles für die Auslieferung: Wie eine Küche in Frankfurt den Gastronomie-Alltag verändern könnte – und warum menschliche Gastfreundschaft trotzdem unverzichtbar bleibt.

Im Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht erwägt der amerikanische Fast-Food-Anbieter Kentucky Fried Chicken einen Rückzieher. KFC Deutschland teilte auf Anfrage mit, dass die Gespräche mit dem Bielefelder Dönerunternehmen Krispy Kebab zwar noch liefen, diese seien aber «herausfordernd».

Die Münchner Giesinger Brauerei drängt auf die Wiesn - und bekommt dafür nun Rückenwind von jemandem, der in der Sache künftig was zu sagen hat.

Die Sonne scheint, die Menschen genießen den Kaffee wieder im Freien. Die Gastronomen werden von den Städten im Land jedoch ganz unterschiedlich stark zur Kasse gebeten. Der Steuerzahlerbund meint: Weg damit!

Das Restaurant Greta Oto im Hamburger Conrad Hotel wurde mit dem Genuss-Michel 2026 in der Kategorie „Weltweit“ ausgezeichnet. Die MHP Hotel Group wertet den Preis als Bestätigung für ihre Strategie international ausgerichteter Gastronomiekonzepte.

Eine aktuelle Studie des Bayerischen Zentrums für Tourismus zeigt, dass fast die Hälfte der Deutschen aufgrund gestiegener Preise seltener essen geht, während das Preis-Leistungs-Verhältnis zum entscheidenden Faktor bei der Wahl des Restaurants geworden ist.