Deutscher Gastro-Gründerpreis 2024 - Food Trucks United gewinnt

| Gastronomie Gastronomie

Nervöse Blicke, zitternde Hände, sogar ein paar Tränchen, aber vor allem starke Präsentationen – und am Ende ohrenbetäubender Jubel samt noch mehr Freudentränen: Das ist das Finale des Deutschen Gastro-Gründerpreises. Auch in diesem Jahr traten am ersten Tag der Internorga in Hamburg wieder fünf junge Gastro-Konzepte aus Deutschland und Österreich gegeneinander an, um im Live-Voting durch die rund 300 Zuschauer einen Hauptgewinner zu ermitteln. Geschafft hat es Food Trucks United aus Feldafing – eine junge Marketing- und Event-Agentur für Food Trucks. Gründerin Franziska Weidner konnte es nicht fassen: „Dass wir gemeinsam diesen Preis gewonnen haben ist unglaublich! Ich wusste, dass wir gute Chancen hatten, aber habe nicht damit gerechnet, dass wir es tatsächlich schaffen.”

Die rund 300 Zuschauer der von Nicole Marsmann moderierten Endrunde erlebten fünf packende Live-Pitches von Gründer, deren Leidenschaft, Optimismus und Durchhaltewillen die erfahrenen Profis im vollbesetzten Saal nachhaltig beeindruckten.

Diese entschieden sich zusammen mit den Zuschauer des Livestreams beim Voting knapp für das Startup Food Trucks United aus Feldafing bei München. „Der Preis ist ein Beweis dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind und gemeinsam noch viel mehr schaffen können”, freute sich Weidner zusammen mit ihren Food Truck-Partnern über die Wertschätzung und Bestätigung.
 

Food Trucks United: Gemeinsam sind sie stark

Geboren aus der Not während der Corona-Lockdowns, hat sich Food Trucks United in kurzer Zeit zu einer einzigartigen, deutschlandweit aktiven Plattform und Event-Agentur rund um das Thema Street Food für jeden Anlass und jeden Geschmack entwickelt. Gründerin Franziska Weidner verkauft selbst im Münchner Raum mit ihrem Trailer „Herr von Schwaben” schwäbische Spezialitäten. Sie gründete die Community zunächst als Zweckgemeinschaft, um die Kräfte der vielen kleinen Food Truck-Betreiber*innen in Krisenzeiten zu bündeln und so deren Angebote sichtbarer zu machen. Ihre Mission: eine Win-Win-Win-Konstellation, in der alle voneinander lernen und profitieren.

Die Unternehmensstrategie von Food Trucks United steht auf vier Rädern: Zusammenhalt, Kommunikation, Qualität und Weiterentwicklung. Inzwischen sind 150 Truck-Betreiber*innen im Netzwerk, die ihre Erfahrungen austauschen und bei Problemen Hilfestellung erhalten. Kund*innen gegenüber tritt Food Trucks United als ein Ansprechpartner für alle Bedürfnisse auf – vom mobilen Kantinenersatz mit täglich wechselndem Mittagsfahrplan über die Firmenfeier bis zum privaten Hochzeitsfest oder Messe-Catering. Weidner übernimmt mit ihrem vierköpfigen Team als Fullservice-Agentur die komplette Planung und Durchführung von Events mit bis zu 10.000 Gästen. Unterstützt werden sie dabei auch von lokalen Partner, Gastronom*innen und Lieferant*innen.

Food-Truck-Betreiber erhalten für eine geringe Monatsgebühr eine Listung auf der Homepage und in der App plus werbliche Unterstützung, werden außerdem in die Social Media-Aktivitäten der Plattform auf Instagram und Facebook sowie in den Newsletter integriert. Bei erfolgreicher Vermittlung von Catering-Aufträgen erhält Food Trucks United eine Provision von 5 Prozent.  www.foodtrucksunited.de

Preise für alle Finalisten

Franziska Weidner darf sich über 10.000 Euro Preisgeld und eine 40-stündige Beratung durch den Leaders Club Deutschland freuen. Als Finalist*innen erhalten

• 85Grad, Berlin , www.85grad.com

•  Alles Waffel! Oder was?, Hamburg, www.instagram.com/alles.waffel

• Schwarzfischer, Stams (A), www.schwarzfischer-stams.at

• Sugarfree, Hamburg, www.sugarfreehamburg.de

ebenfalls attraktive Pakete aus Sach-, Coaching- und Geldpreisen im Wert von rund 10.000 Euro mit medialer Unterstützung, einer Gastro-Kasse von orderbird inklusive iPad Air und zwei Jahren kostenfreier Gastmitgliedschaft im Leaders Club Deutschland sowie einen Gutschein von Melitta Professional. Außerdem gab es bereits vorab eine Mentor*innenbetreuung durch die Jury, ein professionelles Fotoshooting sowie die Teilnahme am Internationalen Foodservice Forum im Rahmen der Internorga.

Mut zur Innovation in schwierigen Zeiten

„Der Deutsche Gastro-Gründerpreis war auch in diesem Jahr wieder ein echtes Highlight. Er ist ein wichtiger Impuls für den Außer-Haus-Markt und damit auch für die Internorga”, resümiert Claudia Johannsen, Unit Business Director Hamburg Messe und Kongress. „Ich bewundere den Mut der Gründerinnen und Gründer, auch in diesen schwierigen Zeiten mit neuen und innovativen Gastrokonzepten an den Start zu gehen!“

„Auch wir ‚Alte Hasen’ lernen von den jungen Gründer*innen”, kommentierte Leaders Club-Präsident Marc Uebelherr den Deutschen Gastro-Gründerpreis, der in diesem Jahr zum 9. Mal vergeben wurde. „Durch den gegenseitigen Austausch entwickelt sich eine ganz besondere Dynamik, von der alle profitieren.”

Mit dem Deutsche Gastro-Gründerpreis zeichnen der Leaders Club Deutschland, die Internorga und der Kassensystemhersteller orderbird seit 2014 im Rahmen der Branchenleitmesse in Hamburg die vielversprechendsten Gastronomie-Startups in Deutschland, Österreich und der Schweiz aus.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Bayerische Oberste Landesgericht hat die Vergabe der Festzelte Paulaner und Schottenhamel für das Oktoberfest 2026 bestätigt. Ein Wirt hatte eine europaweite Ausschreibung gefordert.

Vier Gastronomiebetriebe haben das Finale der Uber Eats Awards 2026 erreicht und treten am 26. Oktober 2026 in Berlin gegeneinander an. Eine Jury um Tim Raue entscheidet über die Vergabe von insgesamt 55.000 Euro Preisgeld.

Der Leaders Club Deutschland besteht seit 25 Jahren und zählt inzwischen mehr als 450 Mitglieder aus über 230 Unternehmen. Das Jubiläum wird am 13. November 2026 im Rahmen des Leaders Club Award in Hamburg gefeiert.

Die Althoff Hotels starten mit dem Althoff Eats Club ein kostenfreies Angebot rund um Kulinarik, Wein und Reisen. Grand Chef Joachim Wissler teilt Restaurantempfehlungen und stellt Produzenten sowie kulinarische Entdeckungen vor.

Pizza Pilgrims kündigt sein erstes deutsches Restaurant für den 2. November 2026 in München an. Ein zweiter Standort soll im Januar 2027 folgen; insgesamt strebt die Marke bis zu 50 Standorte in Deutschland an.

Bayerns Gastronomie verzeichnete im August 2026 einen realen Umsatzrückgang von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Beherbergung erzielte dagegen preisbereinigt ein Plus von 2,6 Prozent.

Die Deutsche Kreditbank (DKB) hat gemeinsam mit Sodexo den neuen Campus „Upbeat“ in der Berliner Europacity eröffnet. Sodexo übernimmt die gastronomische Versorgung sowie weitere Bewirtungsleistungen am Standort.

Das Bristol Berlin hat am Kurfürstendamm das Restaurant Flaneur eröffnet. Die Brasserie bietet französisch geprägte Küche und verfügt über 120 Plätze im Innenbereich sowie 86 Terrassenplätze.

Das Hotel der Stern in Bad Hersfeld kündigt die Schließung des L’étable zum 2. Januar 2027 an und nennt fehlende Gäste als Grund. Küchenchef, Restaurantleiter und Mitarbeiter würden im Haus bleiben und an einem neuen gastronomischen Konzept mitarbeiten.

An einer Tankstelle in München kann man sich von einem Kochroboter Käsespätzle, Kaiserschmarrn oder eine asiatische Tom-Kha-Gai-Suppe kochen lassen. In etwa fünf Minuten bereitet der autonome Koch eine warme Mahlzeit zu.