Deutscher Gastro-Gründerpreis 2026: Die fünf Finalisten stehen fest

| Gastronomie Gastronomie

Im Rahmen des Halbfinales im Hamburger east-Hotel hat eine Jury die fünf Finalisten des Deutschen Gastro-Gründerpreises 2026 bestimmt. Aus insgesamt zehn Bewerbern setzten sich Konzepte durch, die Schwerpunkte auf soziale Nachhaltigkeit, Inklusion und regionale Kreisläufe setzen. Die Entscheidung über den Gesamtsieg fällt am 13. März 2026 auf der Internorga in Hamburg.

Fachjury bewertet Persönlichkeit und Konzepte

Die Jury, bestehend aus Vertretern des Leaders Club, der Internorga und des Kassenanbieters orderbird sowie weiteren Branchenexperten, begutachtete die Konzepte im persönlichen Austausch. Laut Marc Uebelherr, Präsident des Leaders Club und Jurymitglied, war die Wahl aufgrund der starken Gründerpersönlichkeiten und deren Leidenschaft herausfordernd. Dennoch sei die Entscheidung für die Endrunde eindeutig gefallen.

Natalie Seifert, Head of Marketing bei orderbird, betonte, dass ökologische Nachhaltigkeit mittlerweile als Standard vorausgesetzt werde. Der Fokus verschiebe sich zunehmend auf soziale Aspekte wie faire Entlohnung, Inklusion und die Unterstützung lokaler Gemeinschaften.

Die Finalisten im Überblick

Die folgenden fünf Konzepte treten im Finale gegeneinander an:

  • Coffee, Brownies & Downies (Oberursel): Eine Tagesbar, in der Menschen mit und ohne Behinderung zusammenarbeiten. Das Konzept versteht sich als klares Statement für gelebte Inklusion.

  • Gestütsgasthof Offenhausen (Gomadingen): Küchenchef Marc Winter verbindet in einem denkmalgeschützten Klostergebäude schwäbische Küche mit Naturerlebnissen und nutzt dafür ein eigenes Jagdrevier.

  • NOI (Köln): Ein italienisches Restaurant im Belgischen Viertel, das auf interaktives „Ambient Dining“ setzt und eine Lebensmittelabfallquote von unter 5 Prozent erreicht.

  • Restaurant Rübenrot (Augsburg): Gründerin Katja Kaminski setzt auf vegane Speisen aus eigenem Anbau und regionalen Zutaten. Ein zentraler Punkt ist die personelle Wertschätzung durch gleichen Stundenlohn für alle Teammitglieder.

  • Schmarrnsinn (Frankfurt am Main): Das erste spezialisierte Kaiserschmarrn-Café Deutschlands bietet die Mehlspeise nach Geheimrezept an, wobei Gäste Toppings und Saucen individuell kombinieren können.

Finale auf der Internorga 2026

Die finale Entscheidung findet am 13. März um 14 Uhr auf der Internorga statt. Die fünf Nominierten präsentieren ihre Konzepte dort vor rund 300 Branchenvertretern sowie der Social Media-Community, die gemeinsam über den Hauptsieger abstimmen.

Alle Finalisten erhalten bereits umfangreiche Unterstützungspakete, darunter ein Kassensystem von orderbird, Mentoring durch die Jury, Medienpräsenz sowie eine zweijährige Gastmitgliedschaft im Leaders Club. Der Hauptgewinner erhält zusätzlich ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro, ein Coaching bei Frank Simmeth sowie eine umfassende Beratung durch den Leaders Club.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Rund eine Woche nach dem Start eines Bürgerbegehrens für ihre Zulassung zum Oktoberfest, hat die Giesinger Brauerei mehr als 5.000 Unterschriften gesammelt. Ziel ist die Erzwingung eines Bürgerentscheids über die Zulassung.

«Redo» hat es mit seinen XXL-Restaurants zu lokaler Berühmtheit gebracht. Seit einiger Zeit startet der Gastronom als Influencer durch. Über einen Nimmermüden mit einem bescheidenen Traum.

Mit Tim Mälzer und Lukas Mraz bewirbt WienTourismus die kulinarische Vielfalt der österreichischen Hauptstadt. Die Kampagne ist Vorbote für das Themenjahr 2026 und rückt sowohl die klassische Wirtshauskultur als auch die Sterne-Gastronomie in den Fokus.

Sternekoch Alexander Herrmann startet im Wirsberger Bistro „Oma & Enkel“ das Projekt „Knallhart Oma“. Neun Großmütter aus Oberfranken bringen ihre Originalrezepte ohne gastronomische Veränderung auf die Speisekarte des Posthotels – den Auftakt macht Stockfisch aus dem Landkreis Hof.

Auf der Internorga 2026 kämpfen 18 junge Kochtalente um den zehnten Next Chef Award. Unter den Augen einer prominenten Jury um Johann Lafer und Tim Mälzer messen sich die Teilnehmer in der Hamburger Messehalle. Dem Gewinner winken ein eigenes Kochbuch und eine Kooperation mit der Lufthansa.

Pressemitteilung

Mit innovativen Produktkonzepten, modularen Systemlösungen und einem klaren Fokus auf Nachhaltigkeit entwickelt Sander das Sortiment konsequent entlang der Anforderungen von Hotellerie, Gastronomie und Eventcatering weiter. Ob flexible Baukasten- und 2-in-1-Konzepte, ressourcenschonende Refill-Lösungen, kreative Dessert- und Garnierkomponenten oder zeitgemäße vegane und internationale Trendgerichte – alle Neuheiten sind darauf ausgelegt, kreative Freiheit, Prozesssicherheit und wirtschaftliches Arbeiten im gastronomischen Alltag optimal zu verbinden.

Inhaberwechsel in der Hamburger Hafencity: Sternekoch Kevin Fehling gibt seine Puzzle Bar ab. Wie Fehling über soziale Medien mitteilte, wechselt das Objekt mit sofortiger Wirkung in die Hände eines neuen Besitzers. Der Gastronom Kristian Zrno übernimmt die Bar.

Sechs Plätze am Wiesn-Tisch für 1.729 Euro? Ein Gericht bremst Online-Händler und soll Wiesn-Fans vor Abzocke schützen. Doch endgültig gestoppt scheint der Verkauf überteuerter Wiesn-Plätze nicht.

Die offizielle Zeremonie zur Veröffentlichung des Guide Michelin Frankreich findet am 16. März 2026 erstmals im Fürstentum Monaco statt. Die Veranstaltung im Grimaldi Forum wird durch eine Kooperation zwischen dem Fürstentum und der Monte-Carlo Société des Bains de Mer realisiert.

Das Berliner Lutter & Wegner am Gendarmenmarkt feiert sein 215-jähriges Bestehen. Mit einem speziellen Jubiläumsmenü und einem Fokus auf regionale Produkte schlägt es die Brücke zwischen historischer Weinstube und moderner gehobener Gastronomie.