ECKART 2020 für Tim Mälzer, Ilona Scholl und Maximilian Strohe

| Gastronomie Gastronomie

Die nächsten Preisträger für den Eckart-Witzigmann-Preis stehen fest: Tim Mälzer erhält den "Prix d´exeption", das Berliner Tulus-Lotrek-Duo, bestehend aus Max Strohe und Ilona Scholl, werden mit dem ECKART für "Kreative Verantwortung" ausgezeichnet.

Eine der großen Qualitäten von Tim Mälzer sei seine kraftvolle Sprache. Durch seine Fernseh-Formate verschaffe er dem Kochen große Aufmerksamkeit und es gelinge ihm, die oft weltfremden Diskussionen über die gehobene Küche zu erden und ihre Substanz vielen Menschen nah zu bringen, so die Begründung. 

Tim Mälzer, so die Jury, „wird zum Sprachrohr für die deutsche Gastronomie, hebt eine Protestaktion aus der Taufe und sendet eine starke Botschaft an die Politik. Besonders wirkungsvoll ist seine Haltung, weil es ihm gelingt, starke Argumente mit einer authentischen Emotionalität zu verbinden.“
 

Darüber hinaus unterstützt der Koch jene, die besonders belastet sind, stellt sein Team in den Dienst von „#kochenfürhelden“, holt die Aktion nach Hamburg und versorgt dort Krankenhäuser, Apotheken oder Supermärkte. 

#kochenfürhelden

Die Pandemie führte die Gastronomie weltweit in eine unvergleichbare und existenzbedrohende Krise. Überall mussten Restaurants für zum Teil lange Zeit geschlossen werden und für die ausgefallenen Umsätze gab es keinen Ersatz. Zahlreiche Köchinnen und Köche auf allen Kontinenten suchten nach Auswegen. Das innovative, mit einem Michelin-Stern dekorierte Restaurant „tulus lotrek“ von Ilona Scholl und Maximilian Strohe musste in dieser Krise ebenso schließen, wie die gesamte Gastronomie. 

Als ihr Restaurant schließen musste, initiierten Scholl und Strohe ein Projekt, das binnen Wochen zu einem der größten und eindrucksvollsten Netzwerke wuchs. Sie riefen „#kochenfürhelden“ ins Leben, um vor allem jenen Menschen zu helfen, die in der Pandemie in der ersten Linie stehen: Ärztinnen und Ärzte, Krankenhelferinnen und -helfern, Verkäuferinnen und Verkäufern sowie vielen mehr. 

Mit guten, bekömmlichen und hochwertigen Speisen nahmen sie den Begriff „Restaurant“ wörtlich und „restaurieren“ jene Menschen, „die dafür sorgen, dass unser Leben unter den derzeitigen Umständen weiterlaufen kann“.
 

„In Krisen,“ so die Jury, „machen uns Menschen Mut, die gerade dann kreative Ideen entwickeln, um sich selbst und anderen zu helfen. Noch eindrucksvoller sind solche Aktivitäten, wenn sie Grenzen überwinden und neue Wege finden. Das ist kreative Verantwortung, die genau dann besonders notwendig ist, wenn die Umstände die Menschen auf sich selbst und ihre elementaren Bedürfnisse zurückwerfen.“ 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Nach fünf Jahren Planung und Sanierung ist der Berggasthof Streichen im Chiemgau wieder geöffnet. Das Haus bietet 90 Plätze im Gasthof, 140 Sitzplätze im Biergarten und elf Gästezimmer; neuer gastronomischer Partner ist Augustiner-Bräu.

Nach wochenlangem Hickhack ist nun auch die Vergabe für ein letztes Wiesnzelt geklärt: Der Gastronom Klaus Bartl bekommt doch noch sein Wiesnzelt – und muss jetzt im Rekordtempo aufbauen. Der Grundsatzstreit um die Zeltvergabe ist dennoch nicht beigelegt.

Das Berliner Hotel Luc ersetzt sein bisheriges Gastronomiekonzept Heritage durch das neue Angebot You. Das Restaurant und Bar-Konzept soll künftig flexibler auf urbane Gästeanforderungen reagieren.

YouLend und Just Eat Takeaway.com haben eine Zwischenbilanz ihrer Kooperation vorgelegt. Seit dem Start der Partnerschaft im Jahr 2022 wurden demnach europaweit Finanzierungen in einer Gesamthöhe von mehr als 150 Millionen Euro an Gastronomiebetriebe vermittelt.

Die Mehrheit der Deutschen befürwortet Adults-only-Gastronomie – und würde lieber ihren Vierbeiner mitnehmen als den Nachwuchs des Tischnachbarn zu tolerieren. Die Zustimmung zu Angeboten nur für Erwachsene unterscheidet sich der Umfrage zufolge deutlich nach Altersgruppen.

Klagen, Rücktritte, geplatzte Träume: Ein Münchner Wirt sorgt für Wirbel auf dem Oktoberfest. Was steckt hinter dem überraschenden Rückzug – und wer könnte profitieren?

Der Dehoga Bayern hat die Sieger des Wettbewerbs zum Lieblingsbiergarten 2026 bekannt gegeben. Mehr als 16.300 Gäste stimmten über insgesamt 72 teilnehmende Betriebe in drei Größenkategorien ab.

Mitchells & Butlers hat in der Augsburger Innenstadt eine neue Filiale ihrer Marke Alex eröffnet. In die Zusammenlegung und den aufwändigen Umbau der zwei ehemaligen Gewerbeflächen investierte das Unternehmen rund 1,7 Millionen Euro.

Wenige Wochen vor dem Oktoberfest muss die Stadt München kurzfristig einen neuen Betreiber für die Fläche der Münchner Stubn finden. Nach dem Rückzug von Alexander Egger läuft die Suche unter engem Zeitplan – ein möglicher Nachrücker steht bereits im Fokus.

Ministerpräsident Boris Rhein und DEHOGA Hessen haben in Bensheim die besten Dorfgasthäuser Hessens 2026 ausgezeichnet. Beide hoben die Bedeutung der Betriebe als Treffpunkte, Arbeitgeber und Bestandteile des gesellschaftlichen Lebens in ländlichen Regionen hervor.