Ehemalige Deliveroo-Mitarbeiter gründen eigenen Lieferdienst in Berlin

| Gastronomie Gastronomie

Drei Ex-Mitarbeiter des kürzlich gescheiterten Unternehmens Deliveroo haben in Berlin einen eigenen Lieferdienst unter dem vorläufigen Namen Kolyma 2 gegründet. Nach der Schließung von Deliveroo waren zuvor 1.000 Fahrer arbeitslos geworden, davon allein 500 in Berlin (Tageskarte berichtete).

Deliveroo machte immer wieder aufgrund der schlechten Behandlung der Mitarbeiter Negativschlagzeilen. Nach dem Konkurs bildete sich zunächst eine Gruppe von 30 Mitarbeitern, die sich für mehr Freiheit, Nachhaltigkeit, bessere Arbeitsrechte, Gesundheit und Würde der Mitarbeiter einsetzen wollte. Der Auslöser dafür war unter anderem ein Vorfall, bei dem ein Deliveroo-Fahrer nach einem Unfall im Krankenhaus angerufen und nach dem Verbleib der Burger gefragt wurde. Außerdem habe es durch die Scheinselbstständigkeit keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall gegeben. 

Über den neu gegründeten Lieferdienst sollen die Bestellungen einfach per Whatsapp laufen können. Ein Dispatcher koordiniert den Bestelleingang, zwei Fahrer liefern aus. Bestellt werden kann aktuell bei zwei Restaurants im Com A am Heinrichplatz mit asiatischer Küche und bei Brgrs Brgrs in der Brückenstraße. 

An den ersten drei Liefertagen seien fünf Bestellungen eingegangen. Die Initiatoren des neuen Lieferdienstes planen für die nahe Zukunft, weitere Fahrer und Restaurants in ihr Portfolio aufzunehmen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Yotam Ottolenghi ist einer der bekanntesten Köche der Welt. In Deutschland wächst die Fangemeinde stetig. Jetzt erschien sein neues Kochbuch - mit einer Grundidee, die nicht nur in der Küche hilft.

In wenigen Tagen stürmen die Massen wieder die Bierzelte auf der Wiesn. Sollen die künftig europaweit vergeben werden? Darum kämpft ein Wirt mit einer ganzen Garde von Anwälten.

Kommendes Wochenende bricht der Ausnahmezustand über München herein. Das 191. Oktoberfest beginnt. Was Besucher wissen sollten über die Zelte, das Bier und die No-Gos.

Vor mehr als 200 Jahren rief König Wilhelm I. von Württemberg nach Missernten und Hunger das Cannstatter Volksfest ins Leben. Schon damals strömten die Menschen zum Wasen - und das wird sich auch in diesem Jahr nicht ändern.

Sechs Münchner Brauereien bieten auf dem Oktoberfest ihr eigenes Festbier an – jedes nach geheimem Spezialrezept gebraut und mit individuellem Geschmack. Und: Das Wiesnbier hat es in sich.

Wolt startet in Berlin ein eigenes Catering-Angebot für Firmenkunden und geplante Veranstaltungen. Im Laufe des Jahres 2027 soll Wolt Catering schrittweise auf weitere deutsche Städte ausgeweitet werden.

Die US-amerikanische Bäckereimarke Cinnabon baut ein Franchisesystem in Deutschland auf. Der erste Standort der CB Germany GmbH soll im Oktober 2026 im Limbecker Platz in Essen eröffnen. Weitere Standorte sind bereits vorgesehen.

Die Wiesn naht - und auch die Rettungskräfte sind vorbereitet. Die Sanitätsstation auf dem Festgelände wappnet sich für den Rund-um-die-Uhr-Betrieb. Dabei gibt es in diesem Jahr einige Neuerungen.

Tim Striegel ist der "Aufsteiger des Jahres 2026" von Der Feinschmecker. Der 25-jährige Koch aus dem Restaurant "Das Philippin" in Rutesheim bei Stuttgart setzte sich bei der Leserwahl gegen sechs weitere junge Talente durch.

Deutschland belegt bei den Rahmenbedingungen für Restaurantgründungen im Vergleich von 20 EU-Märkten Rang sieben. Der Restaurant Launch Report des Metro Marktplatzes weist für Deutschland 99,9 Punkte bei Wettbewerb und Immobilien und 36,9 Punkte bei Gründung und Personal aus.