ezCater kauft GoCater: Angriff auf den deutschen Markt?

| Gastronomie Gastronomie

ezCater, der weltweit größte Online-Marktplatz für Business Catering, hat die Übernahme von GoCater, der in Paris ansässigen Catering-Plattform, bekannt gegeben. GoCater ist auch in Deutschland aktiv, so dass der Deal auch Auswirkungen für deutsche Firmen wie  HeyCater oder Caterwings haben könnte. Laut der eigenen Internetseite arbeitet das Pariser Unternehmen in Deutschland mit über 140 Catering-Partnern zusammen und beliefert ausschließlich Firmen. Die Übernahme erfolgt nach Finanzierungsrunde in Höhe von 100 Millionen US-Dollar von ezCater.

„Es ist großartig, Marktführer in den USA zu sein, trotzdem freuen wir uns darauf, Kunden und Cateringpartner weltweit zu unterstützen“, sagte Stefania Mallett, Mitbegründerin und CEO von ezCater. „GoCaters Einfallsreichtum, das hohe Talentniveau und die Unternehmenskultur gehen Hand in Hand mit unseren Werten. Zusammen wollen wir viel erreichen“, so das Eigenlob in einem Pressetext.

Geschäftsleute auf der ganzen Welt nutzen Catering, um ihren Umsatz und ihre Produktivität zu steigern. Unternehmen geben in den USA jährlich 22 Milliarden US- Dollar (Quelle: Technomic) und in Europa 17 Milliarden US-Dollar (Quelle: GIRA) für Business Catering aus. ezCater un GoCater legen einen Fokus auf Kundenservice und Funktionen wie zentralisierte Rechnungsstellung, Catering- spezifische Bewertungen und Online-Belege für eine einfache Spesenabrechnung.
„Wir konzentrieren uns voll und ganz darauf, Firmenkunden zu bedienen und Tools zu entwickeln, die es Restaurants und Caterern erleichtern, Geschäftsleute zu verpflegen“, sagte Stephen Leguillon, Gründer und CEO von GoCater. „Wir haben sofort erkannt, dass ezCater unsere Vision teilt. Die Zusammenarbeit mit der Nummer 1 in diesem Segment ermöglicht es uns, in ganz Europa und darüber hinaus zu expandieren.“

In weniger als zwei Jahren hat GoCater Hunderte von Catering-Partnern in ganz Frankreich und Deutschland gewonnen und bedient nun Tausende von Geschäftskunden. Als Teil von ezCater wird GoCater sein Partner-Netzwerk drastisch erweitern, indem es die europäischen Standorte beliebter US-Restaurants sowie viele weitere europäische Cateringketten, unabhängige Caterer und Restaurants mitaufnimmt.
 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN) hat eine neue Themenseite „Küchenbetriebe“ veröffentlicht. Diese bündelt nach Angaben der BGN relevante Anforderungen und Praxishinweise für Betriebe mit Küchen und ist im Bereich „Branchenwissen“ verfügbar.

Eat Happy Group und Hana Europe verhandeln über eine Fusion mit dem Ziel, eine europäische Plattform für asiatische Fertiggerichte aufzubauen. Die Umsetzung steht unter Vorbehalt von Genehmigungen und Betriebsratsanhörungen.

Das 39. Schleswig-Holstein Gourmet Festival verzeichnete rund 2.420 Gäste und über 12.700 servierte Speisen. Neben kulinarischen Schwerpunkten durch 22 Gastköche stand ein Charity-Dinner zugunsten des Kinderschutzbundes im Mittelpunkt der Saison.

Spitzenköche mit insgesamt 26 Michelin-Sternen trafen sich Ende März in Kitzbühel zum Wettbewerb Koch-Legenden am Hahnenkamm. Neben einem Skirennen standen handwerkliche Prüfungen und der fachliche Austausch im Mittelpunkt.

Die Berliner Restaurant-Reservierungsplattform Quandoo wird ihren Betrieb einstellen. Das Unternehmen teilte auf seiner Webseite mit, die Plattform bis Ende Dezember 2026 „in einem geplanten und geordneten Prozess“ abzuwickeln.

Klüh Catering kooperiert mit der TU Dortmund und dem Universitätsklinikum Essen im Projekt Green Hospital Food. Die Initiative strebt eine klimaneutrale und gesundheitsfördernde Verpflegung im Krankenhaussektor bis 2027 an.

Eine aktuelle Bitkom-Studie belegt, dass die Mehrheit der Deutschen voreingestellte Trinkgeldoptionen an Kartenterminals ablehnt. Vor allem mangelndes Vertrauen in die Weiterleitung der Beträge und die Beeinflussung der Trinkgeldbeträge durch feste Prozentsätze sorgen für Skepsis.

Das Münchner Gastronomiekonzept „Kneipe 80“ soll nach Angaben des Unternehmens künftig auch außerhalb der Stadt umgesetzt werden. Erste neue Standorte sind in Augsburg und am Tegernsee geplant.

Bayerisches Bier ist auch in den USA sehr beliebt. Texaner müssen dafür künftig nicht mehr unbedingt über den großen Teich fliegen. Auch in einer Kleinstadt bei Dallas heißt es bald «O zapft is».

L’Osteria hat ihren ersten Standort in Halle an der Saale eröffnet. Im ehemaligen Kaufhof am Marktplatz bietet das Restaurant Platz für insgesamt 369 Gäste im Innen- und Außenbereich.