Feuerkatastrophe in Bar in Schweizer Skiort Crans-Montana fordert rund 40 Todesopfer

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In der Silvesternacht ist im Schweizer Wintersportort Crans-Montana ein verheerendes Feuer in einer Bar ausgebrochen. Nach offiziellen Angaben der Kantonspolizei Wallis kamen bei dem Unglück rund 40 Menschen ums Leben. Weitere 115 Personen wurden verletzt, ein Großteil von ihnen schwer. Die Katastrophe ereignete sich in der Bar Le Constellation, in der zum Zeitpunkt des Brandausbruchs gegen 1.30 Uhr hunderte Gäste feierten.

Ursachenforschung und Ermittlungsstand der Behörden

Zur genauen Brandursache liegen derzeit noch keine abschließenden Erkenntnisse vor. Die Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis, Beatrice Pilloud, erklärte, dass mehrere Hypothesen untersucht werden. Nach bisherigem Stand der Ermittlungen wird ein terroristisches Attentat ausgeschlossen. Die Polizei skizzierte den Ablauf dahingehend, dass gegen 1.30 Uhr Rauch in der Bar festgestellt und der Notruf abgesetzt wurde. Kurz darauf kam es laut den Sicherheitsbehörden zu einem sogenannten Flashover, einem plötzlichen Übergang zu einem Vollbrand, der eine oder mehrere Explosionen zur Folge hatte.

Augenzeugen berichteten gegenüber Medien von Kerzen an Champagnerflaschen oder Tischfeuerwerk, die die Holzdecke des Lokals entzündet haben könnten. Eine offizielle Bestätigung hierfür steht noch aus. Zudem wird geprüft, ob die Sicherheitsstandards und Fluchtwege der Bar den Vorschriften entsprachen. Augenzeugen gaben an, dass der Weg aus dem Kellergeschoss lediglich über eine Treppe möglich gewesen sei.

Identifizierung der Opfer und medizinische Notversorgung

Unter den Opfern befinden sich nach ersten Erkenntnissen viele junge Menschen im Alter zwischen 16 und 26 Jahren. Da in dem mondänen Skiort derzeit Hochsaison herrscht, sind zahlreiche Touristen betroffen. Das italienische Außenministerium meldete 15 Verletzte und ebenso viele Vermisste aus Italien. Auch französische Staatsbürger befinden sich unter den Opfern. Laut dem österreichischen Außenministerium gibt es nach aktuellem Stand keine Betroffenen aus Österreich.

Die Identifizierung der Toten gestaltet sich schwierig und wird laut den Verantwortlichen Zeit in Anspruch nehmen. Mathias Reynard, Regierungspräsident des Kantons Wallis, betonte die Schwere der Situation: „Die Identifizierung der Körper, auch der Verletzten, kann leider noch etwas Zeit brauchen. Wir haben vollstes Vertrauen in die Teams, die sich um die Identifizierung kümmern.“ Er fügte hinzu: „Wir haben viele Schwerverletzte, viele stark Verbrannte.“ Viele der Verletzten wurden aufgrund ihrer schweren Brandwunden in Spezialkliniken nach Lausanne, Zürich, Genf oder Mailand geflogen.

Nationale und internationale Anteilnahme

Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin besuchte den Unglücksort und bezeichnete das Ereignis als „eine der schlimmsten Tragödien, die unser Land erlebt hat“. Er sprach den Angehörigen sein Beileid aus und dankte den zahlreichen Hilfskräften, die mit zehn Hubschraubern und rund 40 Rettungswagen im Einsatz waren. Der Ort wurde zeitweise abgeriegelt und ein Überflugverbot verhängt.

Auch international löste das Unglück Bestürzung aus. Bundeskanzler Friedrich Merz äußerte sich über den Kurznachrichtendienst X: „Ein Moment der Freude wurde in Crans-Montana in der Schweiz zur Tragödie. Die Ereignisse dort erschüttern uns.“ Ähnliche Beileidskundgebungen kamen von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron sowie von Regierungsvertretern aus Italien und Israel. Italiens Außenminister Antonio Tajani kündigte einen Besuch vor Ort an, um sich ein Bild von der Lage der betroffenen Landsleute zu machen. Die Ermittlungen zum genauen Hergang dauern an, wobei Mobiltelefone sichergestellt und erste Zeugen vernommen wurden.


 

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