Foodwatch: Jede dritte Lebensmittelkontrolle in Deutschland fällt aus

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Etwa jede dritte vorgeschriebene Lebensmittelkontrolle in Deutschland fällt nach Erkenntnissen der Verbraucherorganisation Foodwatch aus, weil es den Aufsichtsbehörden an Personal fehlt. Nach Angaben der Behörden hätten allein im Jahr 2018 etwa eine Viertelmillion der vorgesehenen Besuche bei Restaurants, Imbissen und Lebensmittelherstellern nicht stattgefunden, berichteten «Welt» und Bayerischer Rundfunk. Ihnen lagen Ergebnisse einer Datenrecherche von Foodwatch vorab vor.

Demnach hatte Foodwatch die rund 400 Behörden, die auf kommunaler Ebene für Hygienekontrollen zuständig seien, zu ihrer personellen Ausstattung und zur Zahl ihrer Kontrollbesuche befragt. Die Verbraucherorganisation will die Recherche an diesem Mittwoch um 11.00 Uhr in Berlin vorstellen.

Mehr als 50 Ämter in Deutschland schafften den Umfrageergebnissen zufolge nicht einmal die Hälfte der vorgegebenen Kontrollbesuche, wie «Welt» und Bayerischer Rundfunk vorab berichteten. Besonders eklatant seien die Behörden in Berlin und Bremen unterbesetzt. Dort seien mehr als die Hälfte der vorgesehenen Betriebsbesuche ausgefallen.

«Die Behörden verstoßen damit massiv gegen die Vorgaben, die den Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher sicherstellen sollen», zitierten «Welt» und Bayerischer Rundfunk den Foodwatch-Geschäftsführer Martin Rücker. «Das von Bund und Ländern angestrebte Verbraucherschutzniveau wird systematisch verfehlt.» Dies führe auch zu Wettbewerbsnachteilen für sauber arbeitende Betriebe.


 

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