Fünfte Jahreszeit in Straubing: Gäubodenvolksfest gestartet

| Gastronomie Gastronomie

Geschmückte Pferdekutschen, Blasmusik, Dirndl und Lederhose sowie strahlender Sonnenschein: Das alles gehört zum Auftakt des Gäubodenvolksfestes in Straubing dazu. Los ging es am Freitagabend mit dem traditionellen Trachtenumzug, bei dem Festwirte und regionale Politprominenz durch die Innenstadt zum Festplatz zogen. 

Pünktlich zum Start hatte die ganz große Hitze nachgelassen: Bei knapp unter 30 Grad säumten tausende Schaulustige die Straßen. Viele harrten schon zuvor entlang der etwa zwei Kilometer langen Strecke aus, um sich einen Platz in erster Reihe zu sichern.

Festakt statt Anzapfen

Ein offizielles Anzapfen des ersten Bierfasses gibt es nicht. Das geht nach Veranstalterangaben auf den früheren Straubinger Oberbürgermeister Otto Höchtl zurück, der in den 1950er Jahren aus Respekt vor den Münchnern darauf verzichtete, diese Tradition zu kopieren. Offiziell eröffnet wurde das Gäubodenfest am Samstag (10.00 Uhr) bei einem Festakt. Hauptredner war Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) - für den gebürtigen Straubinger ein Heimspiel.

Betretungsverbot für Randalierer

Die sogenannte fünfte Jahreszeit ist in der 50.000-Einwohner-Stadt auch für die Polizei eine Herausforderung. Sie setzt nach eigenen Angaben wieder auf erhöhte Präsenz, selektive Taschen- und Personenkontrollen sowie Videokameras. 

«Randalierer haben auf dem Festplatz nichts verloren», teilte die Polizei mit. Gegebenenfalls werde gegen sie ein Betretungsverbot für die gesamte Dauer des Gäubodenvolksfest ausgesprochen. Gegen sechs Personen sei ein solches bereits vor Beginn des Festes verhängt worden.

Polizei erinnert an Promillegrenzen

Sicherheitshalber erinnert die Polizei Festbesucher an Promillegrenzen - und daran, dass diese für E-Scooter genauso gelten wie für Autos: Ab 0,5 Promille handelt es sich um eine Ordnungswidrigkeit. Die Konsequenzen: ein Bußgeld von mindestens 500 Euro, 2 Punkte in Flensburg und mindestens ein Monat Fahrverbot. 

Ab 1,1 Promille ist es eine Straftat, auf die eine Geld- oder Freiheitsstrafe und Führerscheinentzug stehen. Bei Unfällen wird das Fahren unter Alkoholeinfluss bereits bei einem Wert von 0,3 Promille als Straftat bewertet.

Für Fahranfänger bis zum 21. Lebensjahr sowie für Fahrzeugführer während der Probezeit gilt 0,00 Promille. Radfahrer begehen ab 1,6 Promille eine Straftat. Allerdings gilt auch hier im Fall eines Unfalls die 0,3 Promille-Grenze.

Beim Gäubodenvolksfest gibt es etwa 130 Fahrgeschäfte und Schaustellerbuden sowie sieben Festzelte mit rund 27.500 Sitzplätzen. Parallel findet eine Verbrauchermesse statt, die Ostbayernschau. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Starbucks hat laut Financial Times mit Beratern an einer möglichen Übernahme von Chipotle gearbeitet. Ob bereits ein formelles Angebot vorliegt, ist nicht bekannt; Starbucks verweist auf seinen laufenden Konzernumbau.

Burger King heißt in Australien Hungry Jack’s. Der ungewöhnliche Name geht auf ein Markenproblem aus dem Jahr 1971 zurück. Später eskalierte der Streit zwischen Burger King und seinem australischen Franchisenehmer sogar vor Gericht.

Die Stadt Mainz bleibt bei ihrem Verbot für das Oktoberfest. Daran änderte auch die Vorlage neuer Unterlagen nichts, die der Veranstalter gemeinsam mit dem Gaststättenverband Dehoga am Mittwoch eingereicht hatte.

Tim Raue und der Berliner Unternehmer Nils Hölterhoff starten das Pizza-Konzept "Spizza Pizza" für Flughäfen und Bahnhöfe. Die erste Filiale soll im Dezember am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) eröffnen.

Subway führt ab 2027 ein neues Restaurant- und Markenkonzept in der EMEA-Region ein. „Blueprint“ umfasst neue Restaurantgestaltungen, Bestellwege sowie zusätzliche Angebote für Morgen, Tag und Abend.

Frédéric Prinz von Anhalt blieb mit einer Rechnung von 38.000 Euro allein am Tisch zurück. Was die Frage aufwirft: Muss man wirklich alles zahlen, wenn andere die Zeche prellen? Ein Anwalt klärt auf.

Die Nutzung des Festzeltes ist von der Stadt untersagt worden wegen fehlender Unterlagen. Nun präsentierten Veranstalter und Dehoga Papiere zu Standsicherheit und Brandschutz.

Das Landesumweltamt NRW hat Geruchsmessungen an Holzkohlegrillanlagen in der Gastronomie beauftragt. Ein Forschungsbericht im Auftrag des Umweltbundesamtes untersucht die Emissionen gewerblicher Grills und die Wirksamkeit von Abgasreinigungssystemen.

 

Sechs Köche treten am 16. November in München im Finale von „Koch des Jahres“ an. In fünf Stunden müssen sie ein Drei-Gänge-Menü zubereiten, das anschließend von einer zwölfköpfigen Jury bewertet wird.

Das Posthotel Alexander Herrmann in Wirsberg verändert seine Gastronomie. Im Mittelpunkt stehen das auf 172 Abende begrenzte AURA unchained 172 und die Umwandlung des Bistros „oma & enkel“ in ein fränkisches Wirtshaus.