Gäste erwarten Planbarkeit und guten Service: Wie die Weihnachtsfeier Umsatzmotor im Restaurant bleibt

| Gastronomie Gastronomie

Eine aktuelle Umfrage von Lightspeed zeigt: Weihnachtsfeiern in der Gastronomie bleiben in Deutschland beliebt. Doch angesichts eines engen Budgetgürtels und hoher Preissensibilität müssen sich Restaurants etwas einfallen lassen. Neben gutem Essen und Service wünschen sich die Gäste nämlich vor allem maximale Planbarkeit.

Zentrale Kriterien: Essen, Atmosphäre und Preis-Leistung

Die meisten Deutschen (65 Prozent) feiern zum Jahresende zwei bis drei Weihnachtsfeiern. Davon finden 43 Prozent in externen Locations wie Restaurants, Eventlocations oder auf dem Weihnachtsmarkt statt.

Die Kriterien, die bei der Wahl der Feierlocation am wichtigsten sind, bilden eine klare Top 3:

  • Gutes Essen und gute Getränke (64,5 Prozent)

  • Die Atmosphäre und die Location selbst (50 Prozent)

  • Das Preis-Leistungs-Verhältnis (43,8 Prozent)

Gerade das Budget wird von den Gästen genau im Blick behalten. Eine transparente Preisgestaltung (77 Prozent) und unkomplizierte Bezahloptionen (77 Prozent) sind für drei Viertel der Befragten wichtig.

Budget und Bezahlung: Digitale Optionen führen

Wer die Weihnachtsfeier selbst bezahlt, plant mehrheitlich ein Budget zwischen 31 und 50 Euro ein (26,3 Prozent). Ein Fünftel ist bereit, höhere Beträge auszugeben: rund 16 Prozent bis zu 100 Euro und 5,2 Prozent sogar über 100 Euro.

Bei den Bezahlmethoden zeigen sich digitale Optionen am beliebtesten:

  • 38,2 Prozent bezahlen mit der Karte.

  • 10,8 Prozent nutzen das Smartphone.

  • Bargeld bevorzugen 28,7 Prozent.

Kulinarische Wünsche: Tradition trifft Kreativität und Veggie

Beim Essen dominieren zwar die Klassiker, aber die Offenheit für Neues ist hoch. 66 Prozent der Befragten wünschen sich ein traditionelles Weihnachtsessen wie Gans und Klöße. Gleichzeitig können Restaurants 61 Prozent der Gäste mit kreativen und außergewöhnlichen Essensangeboten begeistern. Auf vegane und vegetarische Angebote achten 43 Prozent der Teilnehmenden.

Die digitale Vorauswahl des Menüs kommt bei der Hälfte der Gäste gut an (51 Prozent). Insgesamt wünschen sich 45 Prozent mehr digitale Abläufe, wie beispielsweise eine digitale Speisekarte (43 Prozent).

Servicequalität als entscheidender Faktor

Trotz der Affinität zu digitalen Prozessen bleibt die persönliche Betreuung ein wichtiger Erfolgsfaktor. Mehr als die Hälfte der Gäste (54 Prozent) hält dies für sehr wichtig, da digitale Prozesse dem Servicepersonal mehr Zeit für die Gästebetreuung am Tisch verschaffen können.

Die Umfrage zeigt auch klar, was eine Feier negativ beeinflusst: Unfreundliches Servicepersonal ist für 58,2 Prozent die Top-Antwort darauf, was eine schöne Weihnachtsfeier verderben könnte. Es folgen eine schlechte Atmosphäre unter den Gästen (52,2 Prozent) und zu lange Wartezeiten auf Speisen und Getränke (47,6 Prozent).

Sinahn Fabian Sehk, Regional Senior Director DACH Hospitality von Lightspeed, betont die Verbindung von digital und persönlich: „Guter Service bedeutet aus unserer Sicht die optimale Kombination von digitalen, automatisierten Prozessen und persönlichem Service."

Frühzeitige Planung zahlt sich aus

Gastronominnen und Gastronomen sollten ihr Angebot frühzeitig kommunizieren, da die Gäste vorausschauend planen. Ein Drittel der Befragten (33,7 Prozent) beginnt die Planung im Oktober. Ein Viertel (25,1 Prozent) startet bereits im September, und 10,7 Prozent planen sogar schon im Sommer. Nur 5,4 Prozent schieben das Thema bis in den Dezember auf.

Die Ergebnisse der Lightspeed-Umfrage, die im November 2025 in Zusammenarbeit mit Appinio unter 1.000 Menschen in Deutschland durchgeführt wurde, legen nahe, dass Restaurants mit konkreten Rundum-Paketen und einem Fokus auf exzellenten Service die besten Chancen haben, im Weihnachtsgeschäft erfolgreich zu sein.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

ATLANTIC Hotels hat Details zur 20 High Skyline Bar im neuen Atlantic Hotel Frankfurt vorgestellt. Die Bar soll mit der Hoteleröffnung im September 2026 den Betrieb aufnehmen und wird von Mo Kaba geleitet.

Tim Raue eröffnet gemeinsam mit der Heidelberger Bliss-Group ein zeitlich begrenztes Restaurant im ehemaligen Commissary des Patrick-Henry-Village. Das Konzept mit dem Titel Taste of the Dragon umfasst ein Fünf-Gänge-Menü.

Der Aufbau des Oktoberfests läuft auf Hochtouren, der berühmte Paulaner-Turm steht - aber die Kellnerinnen-Parade des Künstlers Emil Kneiß ist kopflos geworden: Eine schwarze Folie verhüllt die Gesichter. Über den Hintergrund herrscht Rätselraten.

Burger King will die in den vergangenen Jahren wegen Pandemie und Inflation aufgeschobene Expansion in Deutschland nun nachholen. «Alle Zeichen stehen auf Wachstum», sagte Deutschland-Chef Andreas Bork zum 50. Jahrestag der Eröffnung des ersten deutschen Burger-King-Restaurants.

Die Landeshauptstadt Hannover zieht nach dem Abschluss des 497. Schützenfestes eine positive Bilanz der zehntägigen Veranstaltung. Nach Angaben der Stadtverwaltung kamen rund 900.000 Besucher auf den Schützenplatz.

Die peruanische Hauptstadt Lima richtet am 4. November erstmals die Verleihung der The World’s 50 Best Restaurants aus. Wie der Veranstalter mitteilt, finde die Preisverleihung damit zum ersten Mal in Südamerika statt.

Für die insolvente Hamburger Gastronomie TamTam hat der vorläufige Insolvenzverwalter die Investorensuche gestartet. Ob und wann der Betrieb wieder aufgenommen wird, hängt nach seinen Angaben von einer erfolgreichen Übernahme ab.

Der frühere Profifußballer Lukas Podolski betreibt schon eine ganze Dönerkette. Auch Schauspieler Frederick Lau plant nun in Berlin einen Dönerladen. Allerdings ganz ohne Fleisch.

Der Betreiber des TamTam im Hamburger Hanseviertel hat Insolvenz beantragt. Der aktuelle Betrieb war erst im Oktober 2025 gestartet. Zuvor hatte das frühere Le Big TamTam im September 2025 geschlossen.

Der Koch Markus Stöckle will im Herbst 2026 ein neues Restaurant in der Zürcher Altstadt eröffnen. Das Lokal entsteht an der Glockengasse 7 im Kreis 1, wo früher das Restaurant Kaiser’s Reblaube ansässig war. Stöckle gehe das Projekt gemeinsam mit seiner Partnerin Elif Oskan an, berichtet der Gastroführer GaultMillau.