Genuss auf dem Wasser: Jeunes Restaurateurs und United Waterways kooperieren

| Gastronomie Gastronomie

Die Jeunes Restaurateurs und United Waterways haben eine strategische Partnerschaft zur Weiterentwicklung der Bordgastronomie geschlossen. Die Kooperation umfasst sowohl die kulinarische Gestaltung der Bordmenüs als auch die Förderung von Nachwuchskräften auf Fluss- und Seereisen.

Ausbau der kulinarischen Standards an Bord

Die Zusammenarbeit verknüpft das Netzwerk der JRE, dem weltweit über 400 Restaurants angehören, mit der maritimen Plattform von United Waterways, die mehr als 120 Schiffe betreibt und über 50 Marken auf Flüssen und Ozeanen vereint. Im Fokus der Partnerschaft steht die Implementierung neuer gastronomischer Konzepte, die sich an den bereisten Regionen orientieren.

JRE-Mitglieder entwickeln hierzu Rezepte, die auf die logistischen Anforderungen der Bordküchen abgestimmt sind und gleichzeitig die regionale Identität der europäischen Wasserwege widerspiegeln. Die kulinarische Planung umfasst Routen entlang der Elbe, des Rheins und der Mosel sowie der Donau, des Douro, der Seine und der Garonne. Laut Mitteilung sollen diese Maßnahmen die Qualität der Verpflegung während der Reisen erhöhen.

Strukturierte Förderung von Nachwuchskräften

Ein wesentlicher Bestandteil der Vereinbarung ist der Wissenstransfer zwischen den etablierten Köchen der Vereinigung und den Angestellten an Bord. Nachwuchskräfte von United Waterways erhalten durch den Austausch mit JRE-Mitgliedern Einblicke in handwerkliche Techniken und kulinarische Entwicklungen. Ziel sei es, der nächsten Generation von Köchen berufliche Perspektiven innerhalb der maritimen Gastronomie zu eröffnen.

Stefan Bloch, COO bei United Waterways, erklärte hierzu, dass die Verbindung von Nachwuchsförderung und handwerklicher Qualität darauf abzile, den Gästen besondere Erlebnisse zu bieten. Gleichzeitig sollen durch die Kooperation echte Perspektiven für junge Talente geschaffen werden. Die Partnerschaft setzt dabei auf ein gemeinsames Verständnis von Gastlichkeit und nachhaltiger Personalentwicklung.

Vernetzung von Land- und Bordgastronomie

Zusätzlich zur Gestaltung der Menüs ist die Einführung eines Genuss-Guides auf ausgewählten Schiffen vorgesehen. Dieser Wegweiser informiert Passagiere über JRE-Restaurants, die sich in der Nähe der jeweiligen Anlegestellen befinden, und gibt Empfehlungen für Gastronomiebetriebe an Land. Dadurch soll eine engere Verknüpfung zwischen dem kulinarischen Angebot auf dem Wasser und den besuchten Regionen entstehen.

Nicolai P. Wiedmer, Vizepräsident des internationalen JRE-Vorstands, betonte, dass die Partnerschaft die Möglichkeit biete, die Leidenschaft für Qualität entlang der großen europäischen Flüsse erlebbar zu machen. Die Kooperation eröffne jungen Köchen Chancen, ihr Handwerk weiterzuentwickeln. Laut Wiedmer sorge die Zusammenarbeit für genussvolle Momente sowohl an Bord als auch an Land.

Internationale Ausweitung auf den japanischen Markt

Die Kooperation ist langfristig angelegt und soll über den europäischen Raum hinaus wirken. Durch eine bestehende Zusammenarbeit von United Waterways mit dem Unternehmen Mitsukoshi Isetan Nikko Travel werden Teile der Partnerschaft in den japanischen Kreuzfahrtmarkt integriert. Dies soll eine Verbindung zwischen europäischer Regionalküche und internationalen Standards im asiatischen Raum herstellen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Seit eineinhalb Wochen wird gezapft und gefeiert auf dem Stuttgarter Frühlingsfest. Halbzeit. Wie kommt die große Sause auf dem Cannstatter Wasen an? Die Veranstalter legen die Zahlen offen.

Zwei Hotels am Schluchsee stellen die Kulinarik in den Mittelpunkt ihres Konzepts. Während die Mühle Schluchsee ihr Restaurant als eigenständiges Ziel positioniert, integriert der Auerhahn die Gastronomie in den gesamten Aufenthalt.

Die Zahl der Gastronomiebetriebe in Großbritannien sinkt kontinuierlich, wobei im ersten Quartal 2026 täglich mehr als drei Standorte aufgegeben wurden. Steigende Lohnkosten und steuerliche Belastungen setzen die Branche unter Druck.

Das Restaurant Heritage im Hamburger Hotel Le Méridien öffnet am 30. April nach einer technischen Modernisierung der Küchenbereiche wieder seine Türen. Neben einem aktualisierten Speisenangebot setzt der Betrieb künftig verstärkt auf neue Veranstaltungsformate.

In Hamburg ist der Genuss-Michel 2026 verliehen worden. Das Fischereihafen Restaurant wurde als Restaurant des Jahres ausgezeichnet, Herbert Seckler erhielt den Ehrenpreis für sein Lebenswerk.

McDonald's Deutschland nimmt Stellung zur angekündigten Klage der Deutschen Umwelthilfe bezüglich früherer Angaben zur Klimaneutralität. Das Unternehmen weist den Vorwurf der Verbrauchertäuschung zurück und verweist auf bereits erfolgte Anpassungen seiner Kommunikation.

In der Allianz Arena in München sind am 26. April die sechs Finalisten des Wettbewerbs „Koch des Jahres“ ermittelt worden. Wie der Veranstalter ROIKA Solutions GmbH mitteilt, qualifizierten sich vier Teilnehmer über den Live-Wettbewerb vor einer Fachjury, zwei weitere über einen Publikumsentscheid.

Im Ausland leben, das heißt viele Erfahrungen mit einer anderen Kultur zu machen. Ein Westfale brachte die Currywurst nach Nairobi – und musste dafür so manches kulinarische Hindernis überwinden.

Eigentlich hat Kenia perfektes Biergartenwetter. Man kann das ganze Jahr hindurch draußen sitzen. Den passenden Gerstensaft nach deutschem Reinheitsgebot gibt es mittlerweile auch.

Das Schlosshotel Münchhausen in Aerzen hat sein gastronomisches Konzept verändert. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde das neue Restaurant „1570 – Casual Fine Dining“ als Nachfolger des bisherigen Gourmetrestaurants „Hilmar“ eröffnet.