Grill Royal mit bester Weinkarte

| Gastronomie Gastronomie

Große Überraschung beim „German Wine List Award“: Kein Gourmettempel errang die Auszeichnung „Sommeliers Best“ für die höchstbewertete Weinkarte Deutschlands, sondern ein Berliner Szenerestaurant. Stolze 1850 Positionen finden sich auf den Weinkarten – denn es gibt gleich zwei. „Sie bieten alles, was man sich als Weingenießer erhofft, fast in Perfektion. Ob Angebotsbreite oder Jahrgangstiefe, ob Übersichtlichkeit, das Angebot an Champagner oder Großflaschen, das „Grill Royal“ punktete und punktete“, so Vinum-Chefredakteur und Juryvorsitzender Carsten Henn. „Insgesamt war die Qualität durch die Bank sehr hoch. Weintrinker haben es in deutschen Restaurants richtig gut. Überraschend war allerdings, dass bei einigen Weinkarten das kleine Einmaleins nicht beachtet wurde. Es fehlten Angaben zur Flaschengröße und zu den Jahrgängen oder die Sortierung war wüst.“

Insgesamt wurden 109 Weinkarten in fünf Kategorien (Gourmet & Sterne, Gutbürgerliche Küche, Design- & Szenelokale, Weltküche sowie Bars & Clubs) für den Wettbewerb eingereicht, der beim „International Wine Institute“ (IWI) in Bad Neuenahr-Ahrweiler ausgetragen wurde. Patronatsgeber des Wettbewerbs waren neben dem IWI der Restaurantführer „Gusto“, die „Deutsche Sommelier-Union“ und die Vereinigung „Relais & Châteaux“. Nur 21 Karten errangen die Höchstwertung „Ausgezeichnet“. Jede Karte wurde in 25 Unterpunkten bewertet. „Ob Optik, Auswahl, Preis oder Kompetenz: Sie wurden auf Herz und Nieren von einer Expertenjury darauf geprüft.“ Die Teilnahme am Wettbewerb war für die Restaurants kostenlos.

Den Sonderpreis „Regionales Herz“ für die Weinkarte mit dem besten regionalen Schwerpunkt erhielt das Weinhaus Trier. „Rund 1200 Positionen gibt es hier, größtenteils Mosel, und sagenhafte 68 Weine im offenen Ausschank.“ Die holzgebundene Weinkarte lässt in Sachen Weine der Region kaum einen Wunsch offen, der günstigste Wein kostet nur 6,50 € die Flasche.

Die höchstbewertete Weinkarte aller gutbürgerlichen Restaurants hatte der Gasthof Rebstock in Waldulm, der auch eigenen Wein auf der Karte anbietet. „Das heimische Anbaugebiet Baden ist hier natürlich Schwerpunkt. Vor allem in Sachen Spätburgunder findet man kaum eine Karte, die besser aufgestellt ist. Vom Kult-Weingut Bernhard Huber gibt es sogar Sonderfüllungen in Großflaschen.“

German Wine List Award 2018: Die Sieger im Überblick


Sommelier’s Best – die Weinkarte mit der absoluten Höchstnote
Grill Royal | Berlin | www.grillroyal.com

Gourmet & Sterne
Platz 1: Luce d’Oro | Krün | www.schloss-elmau.de
Platz 2: Dallmayr | München | www.dallmayr.de
Platz 3: Le Pavillon | Bad Peterstal-Griesbach | www.dollenberg.de

Weltküche
Platz 1: Aresto – Restaurant und Weinbar | Hannover | www.aresto.de
Platz 2: Yamas | Ulm | www.yamas-ulm.de
Platz 1: Meatery | Hamburg/Stuttgart/Dresden | www.meatery.de

Gutbürgerliche Küche
Platz 1: Gasthof Rebstock | Waldulm | www.rebstock-waldulm.de
Platz 2 & Sonderpreis „Regionales Herz“: Weinhaus Trier | Trier | www.weinhaus-trier.de
Platz 3: Kuchers Landhotel | Darscheid | www.kucherslandhotel.de

Design & Szene
Platz 1: Grill Royal | Berlin | www.grillroyal.com
Platz 2: Saittavini | Düsseldorf | www.saittavini.de
Platz 3: Schwein | Berlin | www.schwein.online

Bars & Clubs
Platz 1: Wein.Kultur.Bar | Dresden | www.weinkulturbar.de
Platz 2: Eiskeller | Düsseldorf | www.eiskellerbar.de
Platz 3: Weinzentrale | Dresden | www.weinzentrale.com

Zurück

Vielleicht auch interessant

Marché baut das gastronomische Portfolio im Zoologischen Stadtgarten Karlsruhe weiter aus und eröffnet mit dem Bandipur einen neuen Standort mit asiatischem Speisenangebot.

Der neue britische Premierminister Andy Burnham setzt seine Agenda zur Senkung der Lebenshaltungskosten fort. Pubs, Clubs und Veranstaltungsorte für Live-Musik in England sollen von kommendem April an von einer 20-prozentigen Reduzierung der Gewerbesteuer profitieren.

Mit nur wenigen Jahren als Küchenchef wurde das Restaurant der Mühle Schluchsee unter der Leitung von Fabian Obergfell mit dem zweiten Michelin-Stern ausgezeichnet. Seine kulinarische Inspiration findet er nach eigenen Worten nicht in Trends, sondern in Erinnerungen.

Darf die Stadt im Münchner Univiertel den Verkauf von Bier zum Mitnehmen verbieten, um Anwohner zu schützen? Dazu hat das Verwaltungsgericht München ein Urteil verkündet. Geklagt hatte ein Gastronom.

Wer früher an der Cafétheke ein paar Cent Trinkgeld in einen Becher warf, steht heute oft vor einem kleinen Bildschirm mit voreingestellten Prozentsätzen. Die Null-Prozent-Option, also kein Trinkgeld, ist dabei schwerer oder auch gar nicht zu finden, wie Verbraucherschützer kritisieren. 

Nach der Insolvenz der Kalle Halle GmbH wird die Food Hall im Berliner Kalle Neukölln von den dort ansässigen Gastronomen weitergeführt. Während der Eigentümer MREI auf Eigenverantwortung und neue Strukturen setzt, verweist der bisherige Betreiber auf die Kündigung des Mietvertrags und die schwierige Lage im Gastgewerbe.

Spanien will das Rauchverbot deutlich ausweiten. Künftig könnten Restaurantterrassen, Strände und zahlreiche weitere öffentliche Außenbereiche rauchfrei werden – sofern das Parlament zustimmt.

Die Deutsche Bahn plant ein Alkoholkonsumverbot an allen rund 5.400 Bahnhöfen. Restaurants, Bars und Cafés in den Stationen sowie die Bordgastronomie in den Fernzügen sind von der Regelung jedoch ausdrücklich ausgenommen.

Teaser: Das weltweit einzige dauerhaft betriebene Nutella Café in Chicago hat nach einer umfassenden Modernisierung wieder eröffnet. Ferrero erweitert das Angebot und kündigt neue digitale Bestellfunktionen an.

Der New York Slice Club eröffnet am 31. Juli 2026 seinen ersten Flagship-Store in Hamburg. Das Konzept orientiert sich nach Unternehmensangaben an der New Yorker Slice-Shop-Kultur und zieht in die Alsterarkaden ein.