Guide Michelin Italien 2026 - Ein neues Drei-Sterne-Restaurant in der Emilia-Romagna

| Gastronomie Gastronomie

Die neueste Ausgabe des Guide Michelin Italien 2026 ist in Parma (Emilia-Romagna) präsentiert worden. Die Zeremonie, die im Teatro Regio stattfand und von Giorgia Surina moderiert wurde, markiert den Beginn der Feierlichkeiten zum 120-jährigen Bestehen von Michelin in Italien.

Parma, das bereits von 2016 bis 2018 Gastgeber war, wurde erneut für die Präsentation der 71. Ausgabe gewählt. Michelin Italien ist nach eigenen Angaben größter Arbeitgeber und führender nationaler Produzent in seinem Sektor in der Region. Anwesend waren rund 500 Gäste, darunter Köche, Journalisten und institutionelle Vertreter.

Kulinarische Elite: Drei Sterne und Spitzenköche

Insgesamt verzeichnet der Guide Michelin Italien 2026 394 ausgezeichnete Restaurants. Die Auswahl wird von einem neuen Restaurant angeführt, das die höchste Auszeichnung, Drei Michelin Sterne, erhält. Damit steigt die Gesamtzahl der Lokale, die "eine besondere Reise wert" sind und "absolute Exzellenz" repräsentieren, auf 15.

Das neue Drei-Sterne-Restaurant ist das La Rei Natura by Michelangelo Mammoliti in Serralunga d’Alba (CN), Piemont, unter der Leitung von Küchenchef Michelangelo Mammoliti. Die Inspektoren beschreiben das Erlebnis wie folgt: „Jedes Gericht, mit größter Präzision kuratiert, erzählt eine Geschichte, die Zutaten zelebriert, die durch kühne und harmonische Paarungen erhöht werden.“

Das Atelier Mössmer in Bruneck von Norbert Niederkofler bestätigt erneut seine Drei Michelin Sterne und bleibt damit das einzige Haus dieser Kategorie in Südtirol.

Die weiteren Drei-Sterne-Restaurants, die ihren Status bestätigen, sind: Casa Perbellini 12 Apostoli in Verona (VR), Villa Crespi in Orta San Giulio (NO), Piazza Duomo in Alba (CN), Da Vittorio in Brusaporto (BG), Le Calandre in Rubano (PD), Dal Pescatore in Canneto Sull’Oglio (MN), Osteria Francescana in Modena (MO), Enoteca Pinchiorri in Florenz, La Pergola in Rom (RM), Reale in Castel di Sangro (AQ), Uliassi in Senigallia (AN), Enrico Bartolini al MUDEC in Mailand und Quattro Passi in Nerano, (NA).

Aufsteiger: Neue Zwei-Sterne- und Ein-Stern-Adressen

Insgesamt würdigt der Guide 25 Neuzugänge in den Sternekategorien. Die Gesamtzahl der Zwei-Sterne-Lokale ("einen Umweg wert") erhöht sich auf 38. Die beiden neuen Zwei-Sterne-Restaurants sind:

  • Famiglia Rana in Oppeano (VR) – Küchenchef Francesco Sodano

  • I Tenerumi auf der Insel Vulcano (ME) – Küchenchef Davide Guidara

Letzteres Restaurant legt einen Fokus auf die pflanzliche Welt, während bei Famiglia Rana die mediterrane Küche und deren Meeresfrüchte im Vordergrund stehen. In Südtirol behalten Terra in Sarnthein und Castel fine dining in Dorf Tirol ihre Zwei Michelin Sterne.

Die Kategorie der Ein Michelin Stern Restaurants verzeichnet 22 Neuzugänge in ganz Italien, sechs davon wurden bereits im Laufe des Jahres in die Auswahl aufgenommen. Zwei dieser neuen Sterne gehen nach Südtirol:

  • Porcino im Hotel Badia Hill in Abtei

  • Gourmetstube 1897 im Hotel Quellenhof im Passeiertal

Das Restaurant Zum Löwen in Tisens hingegen führt nach dem Tod von Anna Matscher keinen Stern mehr. Von den 22 neuen Ein-Sterne-Küchenchefs sind acht 35 Jahre oder jünger, zwei davon sind 30 Jahre oder jünger. Die weiteren neuen Ein-Sterne-Lokale befinden sich unter anderem in Baia Sardinia, Cogne, Florenz, Forio auf Ischia, Forte dei Marmi, Limone sul Garda, Maranello, Mailand, Neapel, Origgio, Portofino, Recanati, Rimini, Rom, San Martino in Passiria, Sant’Omero, Sestri Levante, Tivoli und Venedig.

Besondere Auszeichnungen und Nachhaltigkeit

Über die Sterne hinaus wurden weitere Auszeichnungen vergeben, insbesondere für die Südtiroler Gastronomie. Die Restaurants Johanns in Mühlen in Taufers und Kircherhof in Albeins erhielten für besondere Nachhaltigkeit einen grünen Stern. Bereits über einen grünen Stern verfügten die Restaurants Atelier Mössmer in Bruneck, Zum Hirschen in Jenesien, Lerchner’s in Runggen in St. Lorenzen, Terra in Sarnthein, 1908 in Oberbozen, Artifex in Pflersch und Prezioso in Meran.

Das Restaurant Alpenroyal in Wolkenstein wurde für seine hochwertigen Desserts als eines von acht Restaurants mit dem Titel „Passion Dessert“ geehrt. Zudem wurde Ivana Capraro vom Restaurant Castel fine dining in Dorf Tirol exklusiv mit dem „Michelin Sommelier Award 2026“ ausgezeichnet.

Die Gesamtauswahl des Guide Michelin Italien 2026 umfasst 1.971 Restaurants, darunter 15 Drei-Sterne-Lokale (1 neu), 38 Zwei-Sterne-Lokale (2 neu), 341 Ein-Stern-Lokale (22 neu) sowie 255 Bib Gourmand-Adressen (16 neu) und 1.322 ausgewählte Restaurants (105 neu).


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Alkoholfrei ist kein kurzfristiger Trend mehr, sondern ein stabiler Umsatzbringer für die Gastronomie. Eine neue Umfrage zeigt, warum Gäste auf Alkohol verzichten und weshalb Gastronomen bei der Preisgestaltung und Qualität ihrer alkoholfreien Cocktails umdenken müssen, um nicht als Anbieter überteuerter Limonaden wahrgenommen zu werden.

Beim Sommelier-Cup 2026 des Deutschen Weininstituts in Mainz sicherte sich Anna-Katharina Lemke den Sieg. 23 Fachkräfte stellten in anspruchsvollen Blindverkostungen und theoretischen Prüfungen ihr Fachwissen über deutsche Weine unter Beweis.

Eine neue Studie untersucht das Phänomen der Zechprellerei im Vereinigten Königreich. Die Ergebnisse geben Aufschluss über die demografische Verteilung, die häufigsten Beweggründe der Gäste sowie die anhaltende Problematik von No-Shows.

Die bekannte Food-Creatorin Saliha „Sally“ Özcan eröffnet im März 2026 ihr erstes Café im Europa-Park. Im isländischen Themenbereich erwartet die Besucher ein Angebot aus süßen und herzhaften Spezialitäten sowie rund 90 Sitzplätze im Innen- und Außenbereich.

In der Küche muss es absolut hygienisch zugehen, sonst wird das Gesundheitsamt aufmerksam. Die Oberflächenreinigung der Küche und des Gastraums reicht aber nicht, um Ihren Gästen ein wirklich sympathisches Erlebnis zu bieten. Es gibt noch mehr Punkte und Ecken in jeder Gastronomie, die auf Ordnung und Hygiene angewiesen sind.

Das historische Traditionsgasthaus Schaumburger Hof in Bonn-Plittersdorf ist zahlungsunfähig. Nach über 270 Jahren Geschichte wurde der Betrieb im Januar 2026 eingestellt. Während die Löhne der Mitarbeiter vorerst gesichert sind, bleibt die Zukunft des geschichtsträchtigen Standortes am Rhein ungewiss.

Das Wiener Restaurant Spelunke sorgt mit dem 395 Euro teuren Schnitzel „Kaiser Franz“ für Gesprächsstoff. Die Kreation aus Wagyu-Filet, Blattgold und Kaviar richtet sich an ein internationales Luxuspublikum und lotet die Grenzen der traditionellen österreichischen Küche neu aus.

Mehr Freiheit für Berlins Gastronomen? Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey plant, die starre 22-Uhr-Regel für den Außenbereich zu kippen. Nach dem Vorbild Brandenburgs sollen Gäste künftig bis Mitternacht draußen bewirtet werden dürfen.

In der Hamburger Speicherstadt konkretisieren sich die Pläne für eine prominente Neueröffnung. Das aus Südafrika stammende Gastronomiekonzept Chefs Warehouse wird am 26. Februar 2026 seinen ersten Standort in Deutschland eröffnen. Hinter dem Hamburger-Projekt stehen bekannte Namen aus der Gastro-Szene der Hansestadt.

Die Jury des Deutschen Gastro-Gründerpreises hat die zehn Halbfinalisten für das Jahr 2026 bekanntgegeben. Die ausgewählten Konzepte treten im Februar in Hamburg gegeneinander an, um sich einen Platz für das Finale auf der Internorga zu sichern.