„Happy Slice“ - Startup „Lanch” eröffnet 70 Influencer-Restaurants gleichzeitig

| Gastronomie Gastronomie

Happy Slice“ – so heißt die neue Pizza-Marke der beiden Youtuber Knossi und Trymacs, die Ende Mai mit gleich 70 Restaurants deutschlandweit an den Start ging. Hinter der neuen Restaurant-Kette verbirgt sich jedoch vor allem das Berliner Startup „Lanch“, welches Influencer und bestehende Gastronomien zusammenbringt.

Das Creator-Economy-Unternehmen verfährt nach dem Ghost-Kitchen-Prinzip – einem Konzept, das vor allem auf Bestellungen und Lieferungen ausgelegt ist und nicht auf den Restaurantbesuch vor Ort. Das Besondere: „Lanch“ arbeitet mit bereits bestehenden Restaurants zusammen – Küchengeräte und ein eingespieltes Team sind schon vorhanden. Die Menüs werden jedoch von den Stars persönlich entwickelt und von professionellen Köchen ausgearbeitet.

Damit sich die jeweiligen Restaurants an die vorgegebenen Rezepte halten, kümmert sich ein Quality-Manager um die Umsetzung vor Ort. Gegenüber Gründerszene verriet Co-Gründer Nono Konopka, dass die Restaurants mehrmals pro Woche mit den passenden Zutaten beliefert werden. Außerdem soll es zu jeder Creator-Food-Marke eine passende App geben, die das Ganze zu einem „digitalen Erlebnis“ machen soll, wie Konopka erzählt. Bestellungen können über die gängigen Lieferdienste wie Lieferando, Uber Eats oder Wolt aufgegeben werden.

„Wir sehen in dem Konzept eine Win-Win-Situation“, so der CEO. Denn viele Restaurants hätten es schwer, sich in Ballungsräumen durchzusetzen, während große Creator aktuell vermehrt nach Möglichkeiten suchen, um ihre Personenmarke weiter auszubauen. „Wir connecten diese beiden Parteien miteinander und alle können profitieren“, sagt Konopka gegenüber Gründerszene. Und: „Weil wir in Europa die Ersten sind, die diesen Weg gehen, haben wir einen klaren Vorteil.“

Bisher hat „Lanch“ in einer Finanzierungsrunde nach eigenen Aussagen 2,5 Millionen Euro eingesammelt. Unter den Investoren befinden sich nicht nur bekannte Gründer wie Jochen Engert (Flixbus) oder Stephan Weich (Flaschenpost). Auch die Fußballstars Mario Götze und André Schürrle sollen bereits investiert haben, wie Gründerszene berichtet.

Vor einer geplanten Expansion ins europäische Ausland wird ab Spätsommer allerdings noch eine weitere Marke an den Start gehen. Rapper Luciano eröffnet gemeinsam mit „Lanch“ die Restaurant-Kette „Loco Chicken“, verriet das Startup. Wie viele Filialen eröffnen sollen, ist noch nicht bekannt. Aber mehr als 300 weitere potenzielle Partnerrestaurants stünden schon bereit, schreibt Gründerszene.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Kneipe 80 expandiert mit neuen Standorten am Tegernsee und in Augsburg. Parallel führt das Unternehmen mit dem Format „Kiosk 80“ ein weiteres Konzept für kleinere Flächen ein.

Weissenhaus erweitert sein gastronomisches Angebot im Schloss um das Restaurant NAMI und die Bar 1896. Zuvor hatte das Zwei-Sterne-Restaurant Courtier nach dem Weggang seiner Leitung den Betrieb eingestellt.

Starbucks hat im zweiten Quartal 2026 Umsatz und Gewinn gesteigert. Das Unternehmen meldet höhere vergleichbare Umsätze und hebt seine Jahresprognose an.

Neue Daten des Bundes der Steuerzahler zeigen deutliche Unterschiede bei Terrassengebühren in deutschen Städten. Die Spannweite reicht von 0 bis 2.000 Euro für einen einheitlichen Musterbetrieb.

Kochroboter, kein Gastraum, alles für die Auslieferung: Wie eine Küche in Frankfurt den Gastronomie-Alltag verändern könnte – und warum menschliche Gastfreundschaft trotzdem unverzichtbar bleibt.

Im Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht erwägt der amerikanische Fast-Food-Anbieter Kentucky Fried Chicken einen Rückzieher. KFC Deutschland teilte auf Anfrage mit, dass die Gespräche mit dem Bielefelder Dönerunternehmen Krispy Kebab zwar noch liefen, diese seien aber «herausfordernd».

Die Münchner Giesinger Brauerei drängt auf die Wiesn - und bekommt dafür nun Rückenwind von jemandem, der in der Sache künftig was zu sagen hat.

Die Sonne scheint, die Menschen genießen den Kaffee wieder im Freien. Die Gastronomen werden von den Städten im Land jedoch ganz unterschiedlich stark zur Kasse gebeten. Der Steuerzahlerbund meint: Weg damit!

Das Restaurant Greta Oto im Hamburger Conrad Hotel wurde mit dem Genuss-Michel 2026 in der Kategorie „Weltweit“ ausgezeichnet. Die MHP Hotel Group wertet den Preis als Bestätigung für ihre Strategie international ausgerichteter Gastronomiekonzepte.

Eine aktuelle Studie des Bayerischen Zentrums für Tourismus zeigt, dass fast die Hälfte der Deutschen aufgrund gestiegener Preise seltener essen geht, während das Preis-Leistungs-Verhältnis zum entscheidenden Faktor bei der Wahl des Restaurants geworden ist.