Hochpreisige Restaurants immer beliebter

| Gastronomie Gastronomie

Deutschlands Gastro-Szene ist im Wandel. Während das Restauranterlebnis aufgrund der Pandemie neue Formen angenommen hat, sehen sich Gastronomen und Gäste mit makroökonomischem Gegenwind konfrontiert. OpenTable hat einige der wichtigsten Trends und Erkenntnisse des diesjährigen Gastgewerbes beleuchtet .

Aktuelle Trends und Erkenntnisse

  • Hochpreisige Restaurants immer beliebter: Die Reservierungsdaten vom 1. Januar bis 30. Juni 2022 zeigen, dass die Anzahl der Buchungen in Restaurants der höheren Preisklasse (nach eigenen Angaben der Restaurants durchschnittlich 51 € oder mehr pro Person) im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2019 um 27 % gestiegen ist. Dieser Trend verstärkt sich in der zweiten Jahreshälfte 2022, wobei die Reservierungen in Restaurants in der Preisklasse "51 € und mehr" von Juli bis September um 41 % gegenüber dem gleichen Zeitraum im Jahr 2019 gestiegen sind.
  • Zahl der Gäste mit Sitzplätzen übersteigt Vor-Pandemie-Niveau: Vom 01. bis 26. September 2022 lag der durchschnittliche tägliche Zuwachs an Gästen mit Sitzplätzen in Deutschland bei 32 % im Vergleich zum gleichen Zeitraum vor der Pandemie (2019), wobei der stärkste Tag im September ein +45 % (17.09.2022) und der schwächste Tag im September ein +17 % (05.09.2022) registriert. Aktuelle Zahlen spiegeln wider, dass vergangenen Samstag, 08.10.2022, in München z.B. +33 % mehr Restaurantgäste als am vergleichbaren Samstag im Jahr 2019 registriert wurden. In Berlin (+5 %), Frankfurt a.M. (+20 %) und Hamburg (+14 %) ist der Unterschied geringer.
     
  • Online-Reservierungen sind das neue “Walk-In”: Während der Corona-Pandemie war der Besuch eines Restaurants ohne vorherige Reservierung undenkbar. Dieser Trend hat sich fortgesetzt: Vergleicht man die erste Jahreshälfte 2022 mit 2019, so sanken die begehbaren Reservierungen von 36 % auf 33 %. Im gleichen Zeitraum stiegen die Online-Sitzplatzreservierungen von 26 % (2019) auf 34 % (2022).
     
  • Last-Minute liegt im Trend: Die Deutschen sind spontaner geworden, denn die Reservierungen sind im Vergleich 2019 für denselben Tag um 93 % gestiegen.
     
  • Lieblingsküchen: Moderne französische Küche wird immer beliebter. Von Anfang Januar bis Ende Juni 2022 stiegen die Sitzplatzreservierungen in Restaurants dieser Geschmacksrichtung im Vergleich zu 2019 um 73 %, dicht gefolgt von der europäischen Küche (71 %). Die bayerische Küche ist nicht nur rund um das Oktoberfest beliebt, sondern schafft es auf den vierten Platz mit dem größten Zuwachs an Sitzplatzreservierungen (62 %).

Zurück

Vielleicht auch interessant

Burger King hat im zweiten Quartal 2026 die vergleichbaren Umsätze im Burger-King-Segment um 8,6 Prozent gesteigert. In den USA betrug das Plus 8,5 Prozent, während RBI für Burger King im internationalen Segment ein Wachstum von 5,4 Prozent ausweist.

McDonald’s hat im zweiten Quartal 2026 weltweit steigende vergleichbare Umsätze gemeldet. In den International Operated Markets gehörte Deutschland neben Australien und Großbritannien zu den Märkten, die das Wachstum anführten.

Das weltberühmte Noma öffnet wieder: In Kopenhagen erfindet es sich ab sofort neu. Obwohl, nicht ganz. Ex-Starkoch Redzepi ist in neuer Rolle mit dabei - trotz massiver Vorwürfe früherer Mitarbeiter.

Tongseng Kambing statt Frietjes - in der Regierungshauptstadt bieten über 60 Restaurants Gerichte, deren kulinarischen Wurzeln in die Kolonialzeit zurückreichen. Oft günstig, immer lecker.

Sodexo Deutschland plant die Übernahme des Betriebsgastronomie-Anbieters Menü2000. Das familiengeführte Unternehmen betreibt rund 250 Betriebsrestaurants und erzielte zuletzt einen Umsatz von 77 Millionen Euro.

Die Alpe Mohr, eine über 110 Jahre alte und über die Region hinaus bekannte Ausflugsgaststätte bei Oberstaufen, ist in der Nacht zum 3. August vollständig abgebrannt. Verletzt wurde niemand, die Kriminalpolizei Kempten ermittelt zur Brandursache.

Nur noch 50 Mal schlafen, dann heißt es wieder «Ozapft is». Rund anderthalb Monate vor dem Start des 191. Münchner Oktoberfestes hat die Stadt mitgeteilt, was in diesem Jahr neu ist.

Nach zehn Veranstaltungstagen zieht die Hannover Veranstaltungs Gesellschaft eine positive Zwischenbilanz für das Maschseefest und verzeichnet trotz wetterbedingter Einschränkungen rund 1.040.000 Gäste. Auch die Gastronomen zeigten sich zufrieden.

Mit Beginn der Saison 2026/27 übernimmt Supreme Sports Hospitality das Catering in der schauinsland-reisen-arena. Das neue Konzept umfasst modernisierte Kioske, ausschließlich Kartenzahlung sowie ein erweitertes Speisen- und Getränkeangebot.

Bereits Anfang Mai hat das Hotel Titanic Gendarmenmarkt Berlin sein neues Restaurant „the Main“ eröffnet. Das Konzept ersetzt den mehr als zehn Jahre bestehenden Beef Grill Club in der Französischen Straße und verbindet Restaurant, Bar und Lounge zu einem durchgängigen gastronomischen Angebot.