INTERGASTRA mit über 100.000 Besuchern

| Gastronomie Gastronomie

Trends, Innovationen und Konzepte für das Hotel- und Gastgewerbe standen vom 15. bis 19. Februar 2020 auf der Intergastra im Fokus. Die Messe für Hotellerie und Gastronomie zeigte im Trio mit der Gelatissimo und der IKA/Olympiade der Köche, dass das Herz der Gastrowelt in Stuttgart schlägt. Mit über 100.000 Besuchern aus 75 Ländern und 1.497 Ausstellern (1.422 in 2018) aus 29 Ländern erzielte die Messe neue Bestmarken.

„Der erneute Zuwachs an Besuchern sowie Ausstellern dokumentiert die Position der Intergastra als wichtigste Plattform für Hotellerie und Gastronomie im deutschsprachigen Raum. Mit der IKA/Olympiade der Köche und den mehr als 2.000 Wettbewerbsteilnehmern aus über 70 Nationen war die Intergastra in diesem Jahr so international wie nie. Gegenseitig konnten die beiden Großveranstaltungen ihre Strahlkraft und Aufmerksamkeit innerhalb der Branche noch verstärken,“ so Stefan Lohnert, Geschäftsführer der Messe Stuttgart.

Olympisches Gold in Stuttgart

Die IKA/Olympiade der Köche feierte ihr 25. Jubiläum auf der Messe. Auf diese Zusammenarbeit will der Verband der Köche Deutschlands e.V. als Veranstalter der größten und ältesten internationalen Kochkunstausstellung auch für die kommenden Jahre setzen. „Wir arbeiten seit zwei Jahren eng mit dem Stuttgarter Messeteam zusammen. Was wir mit der IKA/Olympiade der Köche gemeinsam auf die Beine gestellt haben, ist einmalig“, betont Richard Beck, Präsident des Verbandes der Köche Deutschlands e.V. „Alle teilnehmenden Köche und Patissiers waren begeistert, ihr Land und ihren Beruf zu repräsentieren. Fans und Besucher sorgten für eine großartige Stimmung. Für die Folgeausgaben in 2024 und 2028 wollen wir diese sensationelle Koch-Olympiade wiederholen.“

Bis dahin darf sich das Team aus Norwegen über den Titel des Olympiasiegers der Nationalmannschaften freuen, das Team aus Schweden holte den Titel der Jugendnationalmannschaften und das Team aus Dänemark entschied in der Kategorie der Gemeinschaftsverpfleger den Wettbewerb für sich. IKA-Cup Gewinner wurde die Regionalmannschaft Cercle des Chefs de Cuisine Lucerne aus der Schweiz.

„Innovationskraft, Emotion und Leidenschaft“

„Die Intergastra 2020 hat alles gezeigt, was unsere Branche stark macht: Innovationskraft, Emotion und Leidenschaft – aber auch die Entschlossenheit vieler Unternehmerinnen und Unternehmer, die Chancen des digitalen Wandels zu nutzen.“ zeigt sich Fritz Engelhardt, Vorsitzender des Dehoga Baden-Württemberg, überzeugt. „Das Engagement der Aussteller auf der Messe war wieder beeindruckend und verdient höchsten Respekt, denn die Lösungen, die für unser Gewerbe präsentiert wurden, machen Mut für die Zukunft. Etwas ganz Besonderes war die Premiere der IKA/Olympiade der Köche: Der internationale Geist dieses fachlich hochkarätigen Wettbewerbs steht für die Weltoffenheit unserer Branche und ist eine echte Bereicherung für die Intergastra.“

Dieser durchweg positiven Bilanz kann sich Klaus Vollmer, Landesinnungsmeister des Konditorenverbandes Baden-Württemberg nur anschließen. „Für uns war die Messe wieder ein voller Erfolg. Das ist insbesondere der klugen Kombination der Themengebiete Kaffee und Konditorenhandwerk zu verdanken, in denen Konditoren viele Anregungen und Ideen für ihre tägliche Arbeit bekommen.“

Ebenfalls gut besucht war die parallel stattfindende Eisfachmesse Gelatissimo. Besonders gut kamen die Live-Workshops mit Speiseeismeistern aus Europa und die Wettbewerbe wie der Grand Prix Gelatissimo und der Intercoppa bei den Besuchern der Spezialmesse an. Rocco Niro, Marketing- und Kommunikationsleiter vom italienischen Rohstofflieferanten Elenka betont die Bedeutung der Messe: „Die Gelatissimo  ist für uns die wichtigste Messe für den deutschsprachigen Markt. Die Bedeutung der Stuttgarter Messe nimmt mit jedem Mal zu. Immer mehr Fachbesucher kommen lieber nach Stuttgart als nach Rimini und treffen uns hier zum Fachgespräch und zum Austausch. Wir sind auch in diesem Jahr wieder sehr zufrieden und beim nächsten Mal wieder dabei."

Im Durchschnitt bewerteten die Fachbesucher die Veranstaltung mit einer Bestnote von 1,7. Die Messe verzeichnete einen Neubesucheranteil von 42 Prozent. Während 87 Prozent sie weiterempfehlen würden, gaben 79 Prozent bereits an, zur nächsten Intergastra wieder nach Stuttgart zu kommen. Mit einem Entscheideranteil von über 72 Prozent konnte die Messe Maßstäbe setzen. Über die Hälfte der Besucher (51 Prozent) bescheinigten eine wachsende Bedeutung für die Branche. Die nächste Intergastra findet vom 19. bis 23. Februar 2022 statt.

 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine Woche vor der offiziellen Vorstellung der vollständigen Restaurantselektion 2026 hat der Guide Michelin die diesjährigen Preisträger des Bib Gourmand für Österreich bekannt gegeben. Wie die Organisation mitteilt, erhalten in diesem Jahr 26 Restaurants die Auszeichnung neu.

Kurz vor der Veröffentlichung des Guide Michelin Frankreich 2026 sorgen prominente Abwertungen für Aufsehen: Das Pariser Traditionsrestaurant L’Ambroisie verliert nach Jahrzehnten seinen dritten Stern, während auch renommierte Häuser in der Provinz Federn lassen müssen.

Sternekoch Heston Blumenthal kündigt die Schließung seines Zwei-Sterne-Restaurants Dinner by Heston für Januar 2027 an. Neben auslaufenden Pachtverträgen führt der Gastronom steigende Warenkosten und gesundheitliche Gründe für diesen Schritt an.

Feinkost Käfer übernimmt nach einer europaweiten Ausschreibung das Catering in den Lounges des BER und festigt damit seine Präsenz am Berliner Markt sowie im Segment der gehobenen Flughafengastronomie.

Billy Wagner analysiert die strukturelle Ausbeutung in der Sternegastronomie und fordert nach den Noma-Enthüllungen eine ehrliche Debatte über Preise und Arbeitsbedingungen. Der Inhaber des Berliner Sternerestaurants Nobelhart & Schmutzig thematisiert damit ein tief verwurzeltes Systemproblem der gesamten Branche.

Mit 20 Mikrowellen statt einer Kochbrigade: Das Startup Juit eröffnet in Berlin-Mitte einen Pop-up-Store für tiefgekühlte Fertiggerichte. Kunden können ihre Mahlzeit in acht Minuten vor Ort selbst erwärmen oder für den späteren Verzehr mit nach Hause nehmen.

Gastronom Josef Laggner rettet das insolvente „Kuchel Eck“ in Berlin-Wilmersdorf. Die traditionsreiche Eckkneipe am Ludwigkirchplatz bleibt unter ihrem Namen bestehen und wird Teil der Laggner Gruppe.

Die US-Gastronomie steht vor einer Bereinigungswelle. Laut aktuellen Branchenberichten droht fast jedem zehnten Bedienrestaurant das Aus, da massive Kostensteigerungen und Umsatzrückgänge die Rentabilität behindern.

Das dänische Restaurant Noma und dessen Inhaber René Redzepi stehen im Zentrum massiver Kritik durch ehemalige Angestellte. Die New York Times berichtet über eine Arbeitskultur der Angst und Gewalt. Inszwischen hat sich Inhaber René Redzepi zu den Vorwürfen geäußert.

Döner ist in den vergangenen Jahren überall deutlich teurer geworden. Die Kunden hat das nicht abgeschreckt. Und insbesondere in Berlin zeichnet sich mancherorts bei den Preisen eine Trendwende ab.