Internorga 2019: Sieger von „Next Chef Award“ und anderer Wettbewerbe stehen fest

| Gastronomie Gastronomie

Zum Wochenbeginn fanden auf der Internorga 2019 die Nachwuchswettbewerbe „Next Chef Award“ sowie der deutsche Vorentscheid zur Pizza-Weltmeisterschaft statt. Den Titel „Next Chef 2019“ sicherte sich der 23-jährige Kevin Gedike aus Hamburg. Pasquale Corvaglia aus St. Peter-Ording ist offiziell Deutschlands bester Pizzabäcker.

Die Finalaufgabe des Next Chef Awards erforderte eine hohe Fachkenntnis und besonderes Talent. Allein durch den Geschmack und den optischen Eindruck mussten die Jungköche das von Johann Lafer kreierte Gericht‚ Seezungen Roulade mit Bries Tortelloni und Paprika-Gemüse, in der Endrunde nachkochen. Für diese Herausforderung wählte der Starkoch die Zutaten Kalbsbries, Seezunge, Paprika und Trüffel. Kevin Gedike aus Hamburg hat seine Fähigkeiten bei der vierten Ausgabe des Nachwuchswettbewerbs auf der Internorga erfolgreich bewiesen und den Wettbewerb für sich entschieden. Der 23-jährige fährt mit dem „Titel Next Chef 2019“ nach Hause und ist von seinem Sieg überwältigt. „Die Konkurrenz war sehr stark. Ich habe in der Stunde, die mir für die Zubereitung blieb, einfach mein Bestes gegeben und bin überglücklich, dass ich die großartige Jury mit meiner Kreation überzeugen konnte. Der Titel zeigt mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin“, so der frischgebackene Sieger und Sous-Chef im Hoppe’s Restaurant in Hamburg.

In einem spannungsgeladenen Finale behauptete sich Kevin Gedike gegenüber fünf weiteren Köchen, die sich in drei Vorrunden auf der Internorga für den Kampf um den Hauptpreis qualifiziert hatten. Als Siegerprämie wird das Nachwuchstalent mit einem eigenen Kochbuch ausgezeichnet, das im Gräfe und Unzer Verlag kreiert und erscheinen wird. Auch der Zweitplatzierte Fabian Krumnow (21), Commis de Cuisine vom Hotel SportSchloss Velen sowie der Drittplatzierte Cyril Bettschen (24), Chef de Partie im Bellevue-Palace Bern, freuten sich über die Auszeichnung und die Gewinne – ein Profi-Küchengerät von Pacojet sowie kostbare Messer von KAI. „Immer wieder begeistert mich die Leidenschaft der Teilnehmer des Next Chef Awards. Das ist für mich der beste Wettbewerb in der deutschen Nachwuchsszene“, sagt Starkoch und Botschafter Johann Lafer.

Nicht nur aufgrund seiner hochtalentierten Teilnehmer ist der Next Chef Award ein Wettbewerb der Spitzenklasse. Auch die prominent besetzte Jury ist von der großen Bedeutung des Nachwuchswettbewerbs für die Branche überzeugt. „Immer weniger junge Menschen erlernen den Beruf. Wir als Köche und Gastronomen müssen beim Thema Nachwuchsförderung jetzt einfach aktiv werden,“ bestätigt Jurymitglied Marco Müller. Neben dem Berliner Zwei-Sternekoch versammelte sich am Entscheidertisch die Créme de la Créme der Spitzengastronomie, darunter die Hamburger Karlheinz Hauser vom Hotel Süllberg, Thomas Martin vom Jacobs Restaurant und Christoph Rüffer vom Fairmont Hotel Vier Jahreszeiten, alle ebenfalls mit zwei Sternen ausgezeichnet. Außerdem brachten Stefan Wilke vom The Fontenay Hamburg, Rupert Kien von sea chefs Cruises Worldwide sowie Ralf Kroschel von Volkswagen Wolfsburg ihre Expertise ein. Mit Next Chef 2016 Jonas Straube komplettierte in diesem Jahr erstmals ein ehemaliger Wettbewerbsteilnehmer die Expertenrunde.

Die steigende Bewerberzahl bestätigt die Relevanz des einzigartigen Kochwettbewerbs auf der Internorga. „Als Partner der Branche ist es uns ein wichtiges Anliegen, den Kochberuf zu fördern. Mit dem Wettbewerb bieten wir Jungköchen eine einzigartige Bühne, auf der sie sich vor Fachpublikum präsentieren können. Sie zeigen, wie kreativ dieser Beruf ist und tragen eine wichtige Botschaft nach außen“, fasst Claudia Johannsen, Geschäftsbereichsleiterin der Hamburg Messe und Congress GmbH, zusammen.

Pasquale Corvaglia aus St. Peter-Ording gewinnt Deutschen Vorentscheid der Pizza-Weltmeisterschaft

Am Montag, den 18. März 2019 gipfelte das italienische Programm auf der Internorga im Deutschen Vorentscheid der Pizza-Weltmeisterschaft. Live auf der Messe kämpften 21 Teilnehmer um den Finalplatz im italienischen Parma. Pasquale Corvaglia, Geschäftsführer des Restaurants La Trattoria in St. Peter-Ording konnte mit seiner extravaganten Kreation die Jury von sich überzeugen. Für seine Pizza Amalfi verwendete er Fior di Latte, Tomate Confit, Schweinebacken, Parmiggiano, Burrata und Schale der Amalfi-Zitrone. „Bei der Auswahl der Zutaten habe ich mir besonders viel Zeit genommen. Sie sind das wichtigste, um den Teig luftig und den Belag saftig werden zu lassen. Ich freue mich sehr, dass die Jury diese Sorgfalt schmecken konnte“, resümmiert Pasquale Corvaglia stolz. Er wird in Parma, Italien, bei der Pizza-Weltmeisterschaft auf Sieger der weiteren internationalen Vorentscheide in Marseille, Melbourne, Moskau oder Schanghai treffen.

 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wer über Lieferplattformen bestellt, zahlt nicht nur fürs Essen: Je nach Modell kassieren Lieferdienste 13 bis 30 Prozent Provision. Gleichzeitig behalten sie den direkten Zugang zu den Kundendaten. Für viele Gastronomen wird das zum teuren Geschäft – DEHOGA warnt: Bei solchen Margen können sich nur wenige Restaurants die Zusammenarbeit leisten.

Der erste Restaurant Impact Report von OpenTable untersucht die wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung von Restaurants in Deutschland. Im Mittelpunkt stehen Ausgaben rund um Restaurantbesuche, Beschäftigung, Gemeinschaft und das Verhältnis zwischen Gästen und Betrieben.

Zwei-Sterne-Koch Paul Stradner plant im ersten Quartal 2027 sein erstes eigenes Restaurant im 1839 Malerhaus in Achern. Julian Schmid soll die Küche vor Ort gemeinsam mit ihm verantworten; seine Tätigkeit in der Villa René Lalique setzt Stradner fort.

Cornelia Poletto hat auf dem Euref-Campus Düsseldorf ihre neue Kochschule und Eventfläche im Rahmen des Food-Festivals Chefs in Town mit einer italienischen Küchenparty eröffnet. Unterstützung gab es dabei von Nelson Müller und Ludwig Maurer.

Teaser: McDonald’s plant bis 2036 rund 8,5 Milliarden Dollar Unterstützung für Franchisenehmer. Der Konzern prüft proteinreichere Gerichte und will Küchen, Technik und Restaurantgestaltung verändern.

Restaurants und Cafés in Kroatien müssen ab dem 1. Oktober neben aktuellen Preisen auch Referenzpreise ausweisen. Der Zagreber Gastronomieverband befürchtet Verwirrung bei Gästen.

Die traditionsreiche Berliner Feinkost-Institution Rogacki kehrt mit einem Pop-up-Standort in die Markthalle Neun zurück und bereitet die Rückkehr nach Charlottenburg vor.

Ab Oktober müssen kroatische Restaurants und Cafés neben dem aktuellen Preis auch einen historischen Referenzpreis ausweisen. Arbeitgeber kritisieren den bürokratischen Mehraufwand.

Die Jeunes Restaurateurs Deutschland haben in der Villa Marburg in Heigenbrücken den diesjährigen Team Day ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Treffens standen neun unterschiedliche Masterclasses sowie der sogenannte Markt der Genüsse.

Das Hamburger Sterne-Restaurant Haebel beendet am 31. Dezember 2026 seinen regulären Betrieb. Fabio Haebel nennt Grenzen der vorhandenen Infrastruktur als Grund und kündigt weitere Veranstaltungen in den bisherigen Räumen an.