Japaner helfen Gasthäusern in Corona-Krise mit Vorabzahlungen

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Japaner unterstützen in der Corona-Krise ein Projekt, um existenzbedrohte traditionelle Ryokan-Gasthäuser am Leben zu erhalten. Sie zahlen online vorab für Übernachtungen, die sie irgendwann in der Zukunft antreten. Viele der wegen des Corona-Notstands geschlossenen Ryokan-Gasthäuser stehen kurz vor dem Aus. Auf einer Internetseite mit dem Namen «save ryokan», (beschützt Ryokan) können sich Gäste als Unterstützer registrieren und einen Mindestbetrag von 5000 Yen (43 Euro) für eine zukünftige Übernachtung zahlen. Den Restbetrag zahlen sie erst, wenn sie im Ryokan erscheinen.

Die Internetseite sei von Naohiko Niwa gestaltet worden, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag. Der Japaner hatte die Online-Plattform zur Unterstützung von Ryokan nach der Dreifachkatastrophe von 2011 betrieben, als ein Erdbeben und Tsunami weite Regionen im Nordosten des Landes zerstört hatten und es in Fukushima zu einem schweren Atomunfall gekommen war. Anfang April startete der 51-Jährige das Projekt wegen der Corona-Krise erneut. Bis Anfang Mai hätten sich mehr als 60 Gasthäuser auf seiner Webseite eingetragen und rund 1500 Bürger hätten mehr als 40 Millionen Yen an sie gezahlt, hieß es. (dpa)


 

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