Kinder von „Block House“-Erbin Christina Block in Dänemark entführt

| Gastronomie Gastronomie

In Dänemark sind, nahe der deutschen Grenze, zwei Kinder im Alter von zehn und 13 Jahren entführt worden. Wie die Bild-Zeitung zuerst berichtete, soll es sich um zwei Kinder der „Block House“-Erbin Christina Block handeln, um die seit Jahren ein Aufenthaltsstreit tobt.

Zu dem Entführungsfall sei es in der Silvesternacht gekommen, teilte die Polizei am Montag mit. Die Ermittler suchen nach Hinweisen.

Wie die dänischen Ermittler weiter mitteilten, wurde der 49 Jahre alter Vater in der Nähe eines Restaurants kurz nach Mitternacht beim Beobachten des Silvesterfeuerwerks mit seinen beiden Kindern in dem Ort Gråsten angegriffen. Die beiden Kinder seien gezwungen worden, in ein Auto zu steigen. Die Täter seien daraufhin in zwei Autos mit deutschen Kennzeichen geflohen. Es werde wegen Körperverletzung und Freiheitsberaubung ermittelt. Die Bild-Zeitung berichtete zuerst darüber.

Die dänischen Beamten stehen den Angaben nach in Kontakt mit der deutschen Polizei. Der Fall stehe womöglich in Verbindung mit einem laufenden Sorgerechtsstreit. Teil der Ermittlungen sei auch, ob es eine Verbindung zwischen dem Vorfall und der Sorgerechtsfrage gebe, hieß es in der Mitteilung weiter. Namen nannte die Polizei nicht. Der Hauptfokus liege darauf, die beiden Kinder zu finden und ihre Sicherheit zu gewährleisten.

Christina Block, Aufsichtsrätin der Eugen Block Holding, wirft ihrem Ex-Mann Stephan Hensel vor, dass dieser den gemeinsamen Sohn Theodor und die Tochter Klara seit August 2021 in Dänemark festhalten würde. Seitdem hat die Mutter die beiden nicht mehr gesehen.

Block und ihr Ex-Mann teilen das Sorgerecht für die gemeinsamen Kinder, doch das Aufenthaltsbestimmungsrecht liegt bei der Mutter.

Nachdem die Kinder 2021 von einem Besuch in Dänemark nicht wie vereinbart zurückgebracht worden sein, alarmierte die 49-Jährige die Polizei. Das Problem: Dänemark erkennt die deutschen Aufenthaltsbestimmungsregeln zwar an, durchgesetzt werden sie aber nicht. Bis heute verweigert der Ex-Partner die Herausgabe der Kinder, obwohl sie gerichtlich in Deutschland angeordnet wurde.

Im Januar 2023 versuchte Großvater Eugen Block gemeinsam mit seiner Frau Christa persönlich Kontakt zu den Enkelkindern aufzunehmen (Tageskarte berichtete). Das Treffen endete damals erfolglos, doch wie die Bild-Zeitung jetzt berichtet, habe Eugen Block seinen Enkelkindern Briefe überreichen können.

Christina Block ist heute mit dem früheren ARD-Sportmoderator Gerhard Delling liiert. (mit dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Deutsche Gastro-Gründerpreis 2027 hat seine offizielle Bewerbungsphase gestartet. Ab sofort können Gründer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz ihre gastronomischen Konzepten für den Wettbewerb einreichen.

Das Berliner Restaurant Zum Heiligen Teufel hat bei den True Italian Awards 2026 drei Auszeichnungen gewonnen. Gleichzeitig wurden traditionsreiche Gastronomen und weitere kulinarische Konzepte der Hauptstadt geehrt.

Block House hat 2,5 Millionen Euro in die Modernisierung seines Restaurants Am Kröpcke in Hannover investiert. Der seit 1991 bestehende Standort erhielt unter anderem einen neu gestalteten Gastraum, neue technische Anlagen und eine modernisierte Küche.

Nach dem Brandunglück in der Silvesternacht in Crans-Montana überprüfte die Feuerwehr in Tschechien fast 800 Betriebe. Blockierte Notausgänge und fehlende Feuerlöscher sorgen für Alarm.

Auch in diesem Jahr verleiht der Bundesverband der Systemgastronomie wieder seinen Preis der Deutschen Systemgastronomie. Mit Mmaah!, 60 Seconds to Napoli und Goldies stehen drei unterschiedliche Konzepte im Finale.

Kurz vor dem Oktoberfest beschäftigt die Vergabe der Wiesn-Festzelte die Justiz. Ein Wirt fordert, dass München den Betrieb der großen Bierzelte europaweit ausschreibt. Das Bayerische Oberste Landesgericht verhandelt nun über die Frage, ob der traditionelle Ausschluss auswärtiger Wirte rechtens ist.

Das Kammergericht Berlin hat nach Angaben des Verbraucherzentrale Bundesverbands eine Trinkgeld-Klausel von Lieferando für unwirksam erklärt. Die Regelung schloss eine Erstattung auch dann aus, wenn das Restaurant die Bestellung stornierte und das Essen nicht ausgeliefert wurde.

Eine Studie der Universität Hohenheim untersucht anhand von rund 200 Tonnen Lebensmitteln für etwa 211.000 Mahlzeiten den Biodiversitäts-Fußabdruck der Hohenheimer Mensa. Die Herkunft der Zutaten spielt nach den Ergebnissen eine entscheidende Rolle.

Eine Verbraucherumfrage im Auftrag von Lightspeed zeigt unterschiedliche Kriterien bei der Auswahl von Restaurantgerichten. 29 Prozent der Befragten achten auf ausgewogene Ernährung, 14 Prozent bestellen Gerichte mit einem hohen Proteingehalt und 15 Prozent interessieren sich für Kalorienangaben.

Das Grand Resort Bad Ragaz und die Wassmer Family Group beenden im Februar 2027 ihre Zusammenarbeit. Damit endet auch das bisherige Konzept des mit drei Michelin-Sternen ausgezeichneten Sven Wassmer Memories – die Restaurantstandorte will das Resort anschließend selbst weiterführen.