Köln will über Glühweinstände entscheiden

| Gastronomie Gastronomie

Der Corona-Krisenstab in Köln befasst sich mit Problemen durch den vielerorts in der Stadt verkauften Glühwein. Das Gremium habe sich am Montag mit dem Thema beschäftigt, erklärte eine Stadtsprecherin. Mögliche Verschärfungen wurden aber noch nicht beschlossen. Das Thema soll noch mal auf den Tisch kommen. «Eine Entscheidung über etwaige Änderungen wird es nach aktuellem Stand nach der Sitzung des Krisenstabes am Mittwoch geben.»

Am Wochenende war die Kritik am Glühweinausschank vieler Restaurants und Bars lauter geworden. Als prominenter Kritiker tat sich SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hervor. «Glühweinstände unterlaufen unsere Kontaktbeschränkungen. Ich verstehe nicht, weshalb die Stadt Köln das zulässt», schrieb er auf Twitter. «Das kostet zum Schluss Neuinfizierte und Tote. Dazu ist später noch Zeit, wenn wir geimpft sind.» Er berichtete auch, wie er in Köln Leute ohne Abstand und Maske, aber mit Glühwein oder Bier gesehen habe.

In Köln gilt von 22.00 bis 6.00 Uhr ein Konsumverbot für Alkohol im öffentlichen Raum. Auch der Verkauf ist in dieser Zeit untersagt. Freitags, samstags und sonntags gilt das Verkaufsverbot in Ausgeh-Hotspots auch schon ab 20.00 Uhr. Viele Betreiber bieten in den Stunden zuvor aber mittlerweile einen Außer-Haus-Verkauf von Glühwein an. Im Internet findet man - wie auch in anderen Städten - Tipps für sogenannte Glühweinwanderungen von Ausschank zu Ausschank. Würde man die Touren einschränken wollen, wäre ein Stellschraube, die Zeiten für Verkauf und Konsum von Alkohol weiter zu begrenzen.

Am Freitag hatte es zum Beispiel im Stadtteil Ehrenfeld Ansammlungen von insgesamt rund 200 Menschen im Zusammenhang mit einer Glühweinwanderung gegeben, wie die Stadt berichtete. Abstände seien nicht eingehalten worden, kaum jemand habe Maske getragen. Der Ordnungsdienst veranlasste die Betreiber von neun Getränke- und Imbissbuden, diese zu schließen.

«Die Einhaltung der Regeln liegt im Interesse aller, deswegen kann noch will die Stadt überall und zu jederzeit sein, sondern setzt weiterhin auf die Einsichtsfähigkeit der Bürgerinnen und Bürger und in diesem Fall auch auf die Verantwortung der Glühweinstand-Betreiber», erklärte ein Stadtsprecher. Er sagte aber auch: «Ausdrücklich behält sich die Stadt Köln weitere Sanktionen vor, sollten diese als notwendig erscheinen.» (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

DoorDash hat mit Wonder die Übernahme von Grubhub Campus Dining für 300 Millionen US-Dollar vereinbart. Die Technologie soll künftig auch in Hotels eingesetzt werden.

Für die Tasty Planet GmbH, die Betreibergesellschaft des Hamburger Restaurants TamTam, ist keine Investorenlösung möglich. Kein Interessent wollte den Betrieb übernehmen, wie nun der Insolvenzverwalter mitteilte.

Ein überfülltes Festgelände, Panik - und ganz viel Glück. Die Wiesn ist im vergangenen Jahr womöglich knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Das soll nicht noch mal passieren.

Das „Weihenstephaner am Platzl“ in München ist eröffnet. Pächter und Betreiber des neuen Wirtshauses in den früher von Alfons Schuhbeck genutzten Räumen ist die Wirtsfamilie Zinner.

McDonald's Deutschland und MBRC the ocean haben eine strategische Kooperation gegen wilden Müll besiegelt, die durch datengestützte Sammelaktionen und mobile Einsatzfahrzeuge lokal für saubere Umfelder sorgen soll.

Burgermeister stellt die Geschäftsführung neu auf: Gründer Cebrail Karabelli übernimmt allein, CEO Robert Fügert scheidet aufgrund strategischer Änderungen der Expansionspläne aus. Noch im August hatte das Unternehmen konkrete Pläne für die internationale Expansion kommuniziert.

Ist das klassische Fine Dining am Ende – oder verändert es nur seine Form? Die Schließung von Bruno Verjus’ Pariser Zwei-Sterne-Restaurant hat eine Debatte über Preise, Zugänglichkeit und die Zukunft der Spitzenküche neu entfacht.

Yotam Ottolenghi ist einer der bekanntesten Köche der Welt. In Deutschland wächst die Fangemeinde stetig. Jetzt erschien sein neues Kochbuch - mit einer Grundidee, die nicht nur in der Küche hilft.

In wenigen Tagen stürmen die Massen wieder die Bierzelte auf der Wiesn. Sollen die künftig europaweit vergeben werden? Darum kämpft ein Wirt mit einer ganzen Garde von Anwälten.

Kommendes Wochenende bricht der Ausnahmezustand über München herein. Das 191. Oktoberfest beginnt. Was Besucher wissen sollten über die Zelte, das Bier und die No-Gos.