Krispy-Kebab-Streit mit KFC endet: Gutscheine für Dönerkette

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Im Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht haben die Bielefelder Dönerkette Krispy Kebab und der amerikanische Fast-Food-Anbieter KFC eine Einigung erzielt. Wie die Firmen mitteilten, bleibt die Dönervariante Krispy Kebab bei KFC im Sortiment.

Die Dönerkette Krispy Kebab darf aber mit Zusatzgeschäft rechnen: In den Bielefelder KFC-Standorten kriegen Kunden beim Kauf eines Döners einen Gutschein, den man bei Krispy-Kebab-Standorten gegen einen weiteren Kebab einlösen kann. Die Aktion ist auf 500 Gutscheine begrenzt. Ob KFC andere Kosten übernimmt oder einen sonstigen finanziellen Ausgleich zahlt, wurde nicht mitgeteilt. 

Krispy Kebab hatte Markenrechte geltend gemacht. KFC hatte zunächst den Standpunkt vertreten, dass der Produktname in vielen europäischen Märkten verwendet werde. Man wolle keinen «Beef», vielmehr liege der Fokus doch auf Chicken. Das englische Wort Beef heißt Rindfleisch, außerdem bedeutet es umgangssprachlich «Streit». 

Schauspieler mischt als Mediator mit

Vermittelt hatte die Einigung der deutsch-libanesische Schauspieler Kida Khodr Ramadan, der in der Serie «4 Blocks» einen Clanchef spielt. Ramadan hatte in der vergangenen Woche auf Instagram seine Hilfe angeboten: «Frieden, Peace, kommt nach Berlin und wir setzen uns an einen Tisch und klären das.» 
 

Nun wurde die Einigung in einem weiteren Video dargestellt, in dem sich ein Marketingmanager von KFC sowie der Dönerketten-Chef Sergen Kolcu tatsächlich an einen Tisch setzen und unter Aufsicht von Ramadan eine Einigung ausverhandeln. In dem humorvollen Clip macht Ramadan Druck, damit sich die Streithähne aussöhnen. Das gelingt, am Ende geben sich der KFC-Vertreter und der Dönerfirma-Chef Kolcu die Hände.

«Jetzt ist alles cool»

Die deutsche Dönerkette hat 17 Standorte, und zwar in Bielefeld, Hannover, Essen, Emden, Wesel und weiteren Städten. KFC hat weltweit rund 32.000 Standorte. Krispy-Kebab-Chef Kolcu hatte Umsatzeinbußen befürchtet, wenn die Kundschaft teilweise abwandere und annehme, dass sein Dönerprodukt nun auch bei KFC zu haben sei. Diese Sorgenfalten haben sich inzwischen geglättet. 

«Am Anfang war echt dicke Luft, keine Frage», sagt Kolcu. «Es ging um uns, um unseren Laden, um unseren Namen.» Dann habe man sich aber an einen Tisch gesetzt und «jetzt ist alles cool». Der 29-jährige Kolcu hatte die Firma 2017 gegründet. Das Unternehmen ist auf Expansionskurs, bis zum Sommer sollen zwei weitere Standorte hinzukommen.

KFC wiederum gehört zum US-amerikanischen Gastro-Konzern Yum! aus Louisville im Bundesstaat Kentucky. Die verschiedenen Marken von Yum!, zu denen neben KFC auch Pizza Hut und Taco Bell gehören, betreiben 55.000 Restaurants, davon circa 32.000 von KFC. (dpa)


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