Kunden bestellen weniger Essen bei Lieferando-Mutter

| Gastronomie Gastronomie

Die Lieferando-Mutter Just Eat Takeaway hat mit zögerlichen Bestellern in Nordamerika zu kämpfen. Die USA und Kanada erwiesen sich im ersten Quartal weiter als Klotz am Bein und überschatteten das leichte Wachstum in Nord- und Westeuropa. Seit rund zwei Jahren sucht Konzernchef Jitse Groen vergeblich nach einem Käufer für das Grubhub-Geschäft in den USA.

Die Unlust der Kunden auf Essensbestellungen bremste den Konzern im ersten Quartal deutlich aus. Wie der Lieferdienst am Mittwoch mitteilte, rutschte die Zahl aller Bestellungen des Konzerns im Vergleich zum Vorjahr um sechs Prozent auf 214,2 Millionen ab. Die Zahl der Bestellungen etwa von Pizza, Döner und Sushi lag damit etwas unter dem, was Experten im Schnitt erwartet hatten.

Dabei könnten den Kunden schrittweise eingeführte Gebühren den Appetit zumindest zum Teil verdorben haben. Neben den altbewährten Zusatzkosten für die Lieferung stellt Just Eat Takeaway seinen Bestellern mittlerweile auch sogenannte Servicegebühren zur Deckung der eigenen Kosten in Rechnung. Als neueste Idee zur Profitabilitätssteigerung führte Just Eat Takeaway zuletzt eine Transaktionsgebühr beim Bezahlen mit bestimmten Zahlungsmethoden, etwa PayPal, ein.

Der Bruttotransaktionswert (GTV) des Konzerns gab im ersten Quartal dennoch um zwei Prozent auf knapp 6,6 Milliarden Euro nach. Mit der Kennziffer misst Just Eat Takeaway den Gesamtwert aller Bestellungen inklusive Steuern, Trinkgelder und Gebühren. Nordamerika herausgerechnet ergibt sich ein Plus von 4 Prozent auf 4,2 Milliarden Euro.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Bayerische Oberste Landesgericht hat die Vergabe der Festzelte Paulaner und Schottenhamel für das Oktoberfest 2026 bestätigt. Ein Wirt hatte eine europaweite Ausschreibung gefordert.

Vier Gastronomiebetriebe haben das Finale der Uber Eats Awards 2026 erreicht und treten am 26. Oktober 2026 in Berlin gegeneinander an. Eine Jury um Tim Raue entscheidet über die Vergabe von insgesamt 55.000 Euro Preisgeld.

Der Leaders Club Deutschland besteht seit 25 Jahren und zählt inzwischen mehr als 450 Mitglieder aus über 230 Unternehmen. Das Jubiläum wird am 13. November 2026 im Rahmen des Leaders Club Award in Hamburg gefeiert.

Die Althoff Hotels starten mit dem Althoff Eats Club ein kostenfreies Angebot rund um Kulinarik, Wein und Reisen. Grand Chef Joachim Wissler teilt Restaurantempfehlungen und stellt Produzenten sowie kulinarische Entdeckungen vor.

Pizza Pilgrims kündigt sein erstes deutsches Restaurant für den 2. November 2026 in München an. Ein zweiter Standort soll im Januar 2027 folgen; insgesamt strebt die Marke bis zu 50 Standorte in Deutschland an.

Bayerns Gastronomie verzeichnete im August 2026 einen realen Umsatzrückgang von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Beherbergung erzielte dagegen preisbereinigt ein Plus von 2,6 Prozent.

Die Deutsche Kreditbank (DKB) hat gemeinsam mit Sodexo den neuen Campus „Upbeat“ in der Berliner Europacity eröffnet. Sodexo übernimmt die gastronomische Versorgung sowie weitere Bewirtungsleistungen am Standort.

Das Bristol Berlin hat am Kurfürstendamm das Restaurant Flaneur eröffnet. Die Brasserie bietet französisch geprägte Küche und verfügt über 120 Plätze im Innenbereich sowie 86 Terrassenplätze.

Das Hotel der Stern in Bad Hersfeld kündigt die Schließung des L’étable zum 2. Januar 2027 an und nennt fehlende Gäste als Grund. Küchenchef, Restaurantleiter und Mitarbeiter würden im Haus bleiben und an einem neuen gastronomischen Konzept mitarbeiten.

An einer Tankstelle in München kann man sich von einem Kochroboter Käsespätzle, Kaiserschmarrn oder eine asiatische Tom-Kha-Gai-Suppe kochen lassen. In etwa fünf Minuten bereitet der autonome Koch eine warme Mahlzeit zu.