Kurti Höller verlässt Lido Beach in Murnau

| Gastronomie Gastronomie

Gastronom Kurt Höller, 54, löst sich im Frühjahr 2020 von seinem weit über die Grenzen bekannten Strandrestaurant Lido Beach & Burger am Staffelsee. Höller bleibt will seine Gastrotouren ausbauen und Vorträge halten.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt, war sein Motto vor 16 Jahren und wagte sich, die marode Gastronomie des Strandbades in Murnau zu übernehmen. Nach Höhen und Tiefen schaffte er einen großen Zulauf von Gästen. Jetzt wagt er den Schritt, das erfolgreiche Gastrokonzept weiter zu geben. Eine Rolle gespielt hääten auch die zusehends strengeren Auflagen in puncto Verkehrssicherungspflicht: Höller sei gezwungen gewesen, das Personal aufzustocken, um den Badebetrieb am Ufer auch in den Abendstunden zu gewährleisten. Das habe er ebenso wenig gewollt wie in den Umbau der für den Betrieb inzwischen zu klein gewordenen Küche zu investieren. Doch all das sei allenfalls in die Entscheidung eingeflossen, so Höller im Merkur.

Stattdessen will Höller seine Lebens- und Gastroerfahrungen an Fachpublikum weitergeben. Trotz seiner Reisetätigkeit hat er als gebürtiger Murnauer die Bodenhaftung nie verloren, weil er sich mit seinem Ort ganz tief verwurzelt fühlt.

 Ich gebe das Lido mit bestem Gewissen weiter, weil ich mein Kurtis-Konzept mit Lido Beach & Burger zur vollen Blüte gebracht habe. Jedes Jahr haben mein Team und ich es geschafft, die Gäste immer noch mehr zu begeistern. Ich bin ein großer Fan der Verfeinerung und sehe stets das große Ganze. Der Gast soll spüren, dass wir uns um ihn kümmern. Das vermisse ich so oft. Nun konzentriere ich mich drauf, mein Wissen anderen Gastronomen in der Praxis zu vermitteln. Meinen Nachfolgern wünsche ich genauso Ausdauer und Freude am Gast, wie ich sie habe. Natürlich spüre ich großen Abschiedsschmerz, besonders meinen Mitarbeiter und Gästen gegenüber.“

Die direkte Nähe zu seinen Stammgästen erlebt er jedoch allemal bei den Winterevents in Weilheim und Murnau mit seinen Intermezzo Glühweinhütten, die er weiterführen wird. Zudem baut er seine Gastrotouren durch Wirtshäuser und Sterneküchen weiter aus. Seine aktuellen Themen, die er als Speaker vorträgt, sind Eigenführung, Führung als Unternehmer und Wertschätzung.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Im Münchner Innenstadtgebäude Herzog Max hat das neue Gastronomiekonzept Super* eröffnet und vervollständigt damit die fünfjährige Transformation des ehemaligen Karstadt Sports. Das Konzept kombiniert Restaurant, Bar und Ladenflächen.

Das Sternerestaurant bi:braud von Alina Meissner-Bebrout zieht im Sommer 2026 aus der Ulmer Büchsengasse in das neue Maison Meissner direkt am Ulmer Münster um. Gemeinsam mit ihrem Mann Steffen Meissner entwickelt die Köchin das historische Gebäude „Bäumle“ zu einem Hotel mit 15 Zimmern sowie Restaurant- und Barkonzept.

Die Zeltvergabe auf dem Oktoberfest ist jetzt auch ein Fall für die Justiz. Gastronom Alexander Egger wehrt sich per Eilantrag gegen die Ablehnung seiner Bewerbung für das Volkssängerzelt «Schützenlisl» auf der Oidn Wiesn.

Die Schützenlisl auf der Oidn Wiesn bekommt zur Wiesn 2026 neue Betreiber. Der Münchner Stadtrat hat dem Wirte-Trio Michael Bietsch, Florian Fendt und Manfred Kneifel den Zuschlag für das Volkssängerzelt erteilt.

Laut dem aktuellen Bericht von Brand Finance erreichen die 25 wertvollsten Restaurantmarken weltweit zusammen einen Markenwert von 190,1 Milliarden US-Dollar. McDonald’s führt das Ranking erneut an, während Chick-fil-A das stärkste Wachstum verzeichnet.

Clara Schoper von der «Zephyr Bar» in München holt den Sieg beim renommierten Cocktailwettbewerb «Made in GSA». Ihr Drink scheint ein alter Bekannter: «Rum-Cola». Es sei jedoch ein Nachbau anno 2026.

Die Berliner Burgerkette Burgermeister expandiert nach Polen. Das Unternehmen plant nach eigenen Angaben mindestens 20 Standorte innerhalb von drei Jahren und strebt mittelfristig einen Jahresumsatz von bis zu 100 Millionen Euro an.

Das Hamburger Frühstückscafé kropkå von Katrin Koch hat die Aktion „Lokalhelden gesucht“ von VistaPrint und Cornelia Poletto gewonnen. Die Auszeichnung ist laut Veranstalter mit 20.000 Euro Preisgeld verbunden.

Schampusduschen verboten, Blasmusik schon eine Stunde früher und -mal wieder - Streit um die Zeltvergabe: Noch ist nicht mal Sommer, da zurrt München die Planung für die Wiesn im Herbst fest.

35 Jahre Jeunes Restaurateurs (JRE) Deutschland stehen nicht nur für kulinarische Entwicklung, sondern auch für den Wandel innerhalb der Spitzengastronomie. Warum diese heute mehr leisten muss als gutes Essen, erklärt Oliver Röder, Präsident der JRE-Deutschland.