Leaders Club diskutiert Zukunft der Branche

| Gastronomie Gastronomie

Der Leaders Club Deutschland hat in München die zweitägige Veranstaltung "Gastro Sessions" unter dem Titel "Hospitality – What Really Matters" ausgerichtet. Das Treffen, das in der vergangenen Woche im Hofbräukeller stattfand, integrierte in diesem Jahr den sogenannten International Exchange des Leaders Clubs International. Aus diesem Grund reisten neben den rund 200 Teilnehmern auch Referenten und Gäste aus der Schweiz, Frankreich und Belgien an.

Die Veranstaltung befasste sich mit aktuellen Herausforderungen wie Kostensteigerungen, Bürokratie, demografischem Wandel und dem Einsatz von künstlicher Intelligenz. Ein wesentlicher Schwerpunkt lag dabei auf der Präsenz der Nachwuchsgeneration auf der Bühne und im Publikum.

Wirtschaftlichkeit und Unternehmenskultur

Die Veranstaltung bot Raum für zahlreiche Erfahrungsberichte und Vorträge, bei denen die wirtschaftlichen und personellen Rahmenbedingungen der Branche im Fokus standen. Dr. Thomas Geppert vom DEHOGA Bayern betonte in der Diskussion die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Branche: „Jeste Investition in die Gastronomie ist ein regionales Konjunkturprogramm: Denn bei der reduzierten Mehrwertsteuer geht es nicht um den Schnitzelpreis, sondern um die Zukunftsfähigkeit der Branche.“

Bezüglich der internen Strukturen in den Betrieben erklärte Rasmus Stjernholm von Gastromotion: „Gute Gastronomie erkennt man nicht daran, wie wenig sie ihren Mitarbeitern bezahlen kann. Sondern daran, wie gut sie ihre Mitarbeiter bezahlen kann.“ Linda Lorenzoni von Gastro Exclusive plädierte für eine kontinuierliche Pflege der Betriebskultur und bezeichnete die junge Generation als die ehrlichste Unternehmensberatung. Kultur entstehe nicht bei Festen oder am Obstkorb, sondern jeden Dienstag beim Meeting.

Technologischer Fortschritt und Digitalisierung

Ein weiteres zentrales Thema der Tagung war die fortschreitende Digitalisierung. Michael Kuriat von der TNC Group bezifferte die Geschwindigkeit der aktuellen Entwicklung und erklärte, dass sich die Digitalisierung im Sprint-Modus befinde. Der Fortschritt der letzten zwölf Monate sei größer als der in den vergangenen zehn Jahren. Wer künstliche Intelligenz heute nicht verstehe, werde in drei Jahren kaum noch aufholen können.

Demgegenüber betonte Steven Rosseel von SD Worx aus Belgien die bleibende Bedeutung des Faktors Mensch. Die künstliche Intelligenz sei ein Werkzeug und werde die Strukturen nicht ersetzen, da sich niemand mit einem Roboter unterhalten möchte. Zum Erfolg führten stattdessen eine menschenzentrierte Führung, strukturiertes Handeln und smarte Daten.

Flexibilität und zeitgemäße Kommunikation

Die Perspektive der jüngeren Arbeitnehmer brachte Phil Kuriat von der Leaders Club Young Generation ein. Die Generation Z arbeite um zu leben, nicht umgekehrt. Gewünscht würden Sinnhaftigkeit, Wertschätzung, Sicherheit sowie Spaß bei der Arbeit und geregelte Arbeitszeiten bei gleichzeitiger Flexibilität. Klassische Stellenanzeigen erreichten diese Zielgruppe nicht mehr, weshalb eine humorvolle Ansprache in den sozialen Medien notwendig sei.

Zum Abschluss der Veranstaltung befasste sich ein Panel mit Lina Koch, Linda Lorenzoni und Susan Schramm mit den künftigen Erfolgsfaktoren der Hospitality-Branche und benannte dabei Emotion, Menschlichkeit und Tatkraft als wesentliche Säulen. Marc Uebelherr, Präsident des Leaders Clubs, betonte den Wert des generationenübergreifenden Austauschs auf Augenhöhe für die gesamte Branche.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Burger King hat im zweiten Quartal 2026 die vergleichbaren Umsätze im Burger-King-Segment um 8,6 Prozent gesteigert. In den USA betrug das Plus 8,5 Prozent, während RBI für Burger King im internationalen Segment ein Wachstum von 5,4 Prozent ausweist.

McDonald’s hat im zweiten Quartal 2026 weltweit steigende vergleichbare Umsätze gemeldet. In den International Operated Markets gehörte Deutschland neben Australien und Großbritannien zu den Märkten, die das Wachstum anführten.

Das weltberühmte Noma öffnet wieder: In Kopenhagen erfindet es sich ab sofort neu. Obwohl, nicht ganz. Ex-Starkoch Redzepi ist in neuer Rolle mit dabei - trotz massiver Vorwürfe früherer Mitarbeiter.

Tongseng Kambing statt Frietjes - in der Regierungshauptstadt bieten über 60 Restaurants Gerichte, deren kulinarischen Wurzeln in die Kolonialzeit zurückreichen. Oft günstig, immer lecker.

Sodexo Deutschland plant die Übernahme des Betriebsgastronomie-Anbieters Menü2000. Das familiengeführte Unternehmen betreibt rund 250 Betriebsrestaurants und erzielte zuletzt einen Umsatz von 77 Millionen Euro.

Die Alpe Mohr, eine über 110 Jahre alte und über die Region hinaus bekannte Ausflugsgaststätte bei Oberstaufen, ist in der Nacht zum 3. August vollständig abgebrannt. Verletzt wurde niemand, die Kriminalpolizei Kempten ermittelt zur Brandursache.

Nur noch 50 Mal schlafen, dann heißt es wieder «Ozapft is». Rund anderthalb Monate vor dem Start des 191. Münchner Oktoberfestes hat die Stadt mitgeteilt, was in diesem Jahr neu ist.

Nach zehn Veranstaltungstagen zieht die Hannover Veranstaltungs Gesellschaft eine positive Zwischenbilanz für das Maschseefest und verzeichnet trotz wetterbedingter Einschränkungen rund 1.040.000 Gäste. Auch die Gastronomen zeigten sich zufrieden.

Mit Beginn der Saison 2026/27 übernimmt Supreme Sports Hospitality das Catering in der schauinsland-reisen-arena. Das neue Konzept umfasst modernisierte Kioske, ausschließlich Kartenzahlung sowie ein erweitertes Speisen- und Getränkeangebot.

Bereits Anfang Mai hat das Hotel Titanic Gendarmenmarkt Berlin sein neues Restaurant „the Main“ eröffnet. Das Konzept ersetzt den mehr als zehn Jahre bestehenden Beef Grill Club in der Französischen Straße und verbindet Restaurant, Bar und Lounge zu einem durchgängigen gastronomischen Angebot.