Leipzig eröffnet erstes Pop-up-Restaurant für Gastronomen, die sich ausprobieren wollen

| Gastronomie Gastronomie

In Leipzig öffnet in Kürze ein neues Restaurant mit einem innovativen Miet-Konzept. Gastronomen können die Räumlichkeiten Medienberichten zufolge für zwei Wochen mieten und sich dort mit ihrem eigenen Konzept ausprobieren und dabei wichtige Erfahrungen sammeln.

Das Miet-Restaurant „Gastgeber“ in der Dresdner Straße 49 in Leipzig bietet interessierten Gastronomen die Möglichkeit, vor einer geplanten Selbstständigkeit ohne Risiko Erfahrungen zu sammeln. Sie können ihre Speisekarte testen und erfahren anhand realer Gäste, wie gut ihre Gerichte ankommen und wo es Verbesserungspotenzial gibt. Angehende Gastronomen können prüfen, wie zukunftssicher ihre Preiskalkulation ist, wie viele Angestellte sie brauchen und mit welchem Equipment ihre eigene Lokalität später ausgestattet sein sollte. Diese wichtigen Erkenntnisse bilden die beste Basis dafür, sich später mit einem eigenen Restaurantkonzept erfolgreich selbstständig zu machen. Auch Köche, die sich aktuell noch in einem Angestelltenverhältnis befinden, könnten ihre Urlaubszeit für eine zweiwöchige Testphase nutzen.

Als Vorbild für dieses Konzept dient ein Restaurant in Köln und auch die Food-Truck Mentalität in den USA lieferte wertvolle Inspirationen. Das Restaurant verfügt über eine voll ausgestattete Küche, ein kleines Lager, einen Innenraum mit Tischkicker und ein paar Tische mit Freisitz. In den Abendstunden kann sich das Lokal in eine Bar verwandeln, in der regelmäßig Veranstaltungen stattfinden.

Gegründet hat den „Gastgeber“ der 32-Jährige Leipziger Michale Bauß, der als gelernter Koch zuletzt in einem Schweizer Nobelhotel gearbeitet hatte, bevor er mit seiner Familie nach Leipzig kam.  Er zahlt die Miete für das Restaurant sowie Nebenkosten und Gema-Gebühren und wird im Gegenzug an den Umsätzen der Gastronomen auf Zeit beteiligt. Neben Neu-Gastronomen sind aber auch erfahrene Restaurantbetreiber willkommen, die neue Konzepte testen wollen.
 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Es darf gezapft und gefeiert werden auf dem Stuttgarter Frühlingsfest. Was macht die große Sause auf dem Cannstatter Wasen in diesem Jahr besonders? Was kostet das Bier? Und wann lohnt sich ein Besuch?

Drei deutsche Gastronomie-Teams kämpfen Ende April in München um den Einzug in das Weltfinale der Copa Jerez. Der Wettbewerb für Sherry-Pairings findet im Rahmen des Halbfinales von Koch des Jahres statt.

Die Unternehmensberatung McKinsey & Company beschreibt in einer aktuellen Analyse mögliche Entwicklungen für die Gastronomie in den kommenden Jahren. Demnach könnten Automatisierung, Künstliche Intelligenz und neue Betriebsmodelle zentrale Veränderungen vorantreiben.

Hans im Glück hat in Mannheim ihr 100. Restaurant eröffnet. Neben der Expansion in vier europäische Länder setzt das Unternehmen mit einem neuen Standort an einer Schweizer Autobahnraststätte erstmals auf ein geändertes Standortformat.

Die Bar „Harry’s Legacy“ im Sheraton Berlin Grand Hotel Esplanade ist nach Umbau wieder eröffnet. Die Wiedereröffnung steht laut Unternehmen im Zusammenhang mit einer geplanten Modernisierung des Hotels.

Wird die Rechnung etwa im Einzelhandel oder im Restaurant in den Kassensystemen der Unternehmen korrekt erfasst und verbucht? Das prüfen die Finanzämter bei unangemeldeten Kontrollen in Thüringen tausendfach.

Die Compass Group-Tochter Food Affairs entwickelt im neuen Leipziger Quartier Neo eine rund 3.000 Quadratmeter große Markthalle mit internationaler und regionaler Gastronomie. Das Konzept soll als zentraler Treffpunkt in der Innenstadt etabliert werden.

Der Bundesverband der Systemgastronomie hat die Jury für den Branchenpreis 2026 vorgestellt und die Bewerbungsfrist bis zum 4. Mai verlängert. Die unabhängige Runde bewertet Konzepte aus der Branche, die im September in München ausgezeichnet werden.

Das neue Frankfurter Hotel Kennedy 89 hat sein Restaurant Eighty Nine eröffnet, das levantinische Küche mit regionalen Einflüssen kombiniert. Unter der Leitung von Küchenchef Philipp Grosser setzt der Betrieb auf gemeinschaftliche Speisekonzepte und regionale Partnerschaften.

Der aktuelle Fitness-Check für die österreichische Gastronomie weist eine leichte Umsatzstabilisierung aus, die jedoch primär auf Preiserhöhungen basiert. Hohe Mitarbeiterkosten und Frequenzen unter dem Vorkrisenniveau belasten die Branche weiterhin.