Lieferando-Chef warnt: Lieferdienste steuern auf eine „Katastrophe“ zu 

| Gastronomie Gastronomie

Jitse Groen, Vorstandschef des Lieferando-Eigners Just Eat Takeaway, sieht die Zukunft seiner Branche sehr kritisch. Im Manager Magazin spricht er von einer „Blase“ in der Lieferdienstbranche. „Wenn diese Blase platzt, werden viele bankrottgehen.“

Den Grund sieht der 42-Jährige, dessen Unternehmen die einzige profitable Lieferdienstgruppe ist, in falschen und zu hohen Investitionen. Aktuell steckten Investoren zu viel Geld in unprofitable Liefergeschäftsmodelle. „Praktisch niemand investiert mehr in Onlinetravel. Stattdessen wird nun wieder der Lieferbereich geflutet,“ so Groen. Als Folge sieht er die Bildung "einer Blase" in seiner Branche.

Wie das Magazin schreibt, soll der Lieferando-Konkurrent Delivery Hero im Juli per Wandelanleihe 1,5 Milliarden Euro eingeworben haben. Dabei habe der Dax-Aufsteiger im ersten Halbjahr 2020 fast 320 Millionen Euro verloren - fast doppelt so viel wie im gleichen Zeitraum 2019 (-171 Millionen Euro). Der Börsenwert von Delivery Hero soll sich im gleichen Zeitraum auf über 20 Milliarden Euro mehr als verdoppelt haben.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Gastronomische Akademie Deutschlands hat Drei-Sterne-Koch Christian Bau auf der 78. Frankfurter Buchmesse mit der Goldenen Feder für sein Buch „Paris–Tokio“ ausgezeichnet. Im Rahmen des Wettbewerbs vergab die Jury insgesamt 61 Preise an Verlage und Autoren.

Daniel Craig hat sich einem Bericht der „Times“ zufolge am Londoner Pub „Horseshoe“ beteiligt. Mit zwei Geschäftspartnern wolle der frühere James-Bond-Darsteller das Lokal in Clerkenwell zunächst renovieren lassen.

Klaus Rader, Co-Gründer von L'Osteria, kommt auf Mallorca bei einem Autorennen ums Leben. Die Unfallursache ist unklar. Die Veranstalter sagen nach dem Unfall das Ereignis ab.

Starbucks hat laut Financial Times mit Beratern an einer möglichen Übernahme von Chipotle gearbeitet. Ob bereits ein formelles Angebot vorliegt, ist nicht bekannt; Starbucks verweist auf seinen laufenden Konzernumbau.

Burger King heißt in Australien Hungry Jack’s. Der ungewöhnliche Name geht auf ein Markenproblem aus dem Jahr 1971 zurück. Später eskalierte der Streit zwischen Burger King und seinem australischen Franchisenehmer sogar vor Gericht.

Die Stadt Mainz bleibt bei ihrem Verbot für das Oktoberfest. Daran änderte auch die Vorlage neuer Unterlagen nichts, die der Veranstalter gemeinsam mit dem Gaststättenverband Dehoga am Mittwoch eingereicht hatte.

Tim Raue und der Berliner Unternehmer Nils Hölterhoff starten das Pizza-Konzept "Spizza Pizza" für Flughäfen und Bahnhöfe. Die erste Filiale soll im Dezember am Flughafen Berlin Brandenburg (BER) eröffnen.

Subway führt ab 2027 ein neues Restaurant- und Markenkonzept in der EMEA-Region ein. „Blueprint“ umfasst neue Restaurantgestaltungen, Bestellwege sowie zusätzliche Angebote für Morgen, Tag und Abend.

Frédéric Prinz von Anhalt blieb mit einer Rechnung von 38.000 Euro allein am Tisch zurück. Was die Frage aufwirft: Muss man wirklich alles zahlen, wenn andere die Zeche prellen? Ein Anwalt klärt auf.

Die Nutzung des Festzeltes ist von der Stadt untersagt worden wegen fehlender Unterlagen. Nun präsentierten Veranstalter und Dehoga Papiere zu Standsicherheit und Brandschutz.