Mak-Pak: Verpackungslösung aus Makroalgen besteht ersten Gäste-Test bei Nordsee

| Gastronomie Gastronomie

Im März 2018 fiel der Startschuss für das zweijährige Forschungsprojekt Mak-Pak des Alfred-Wegener-Instituts (AWI), der Hochschule Bremerhaven und Nordsee (Tageskarte berichtete). Ziel dieses Projekts ist es, eine aus Algen produzierte Verpackung für den Außer-Haus-Verzehr herzustellen, die kompostierbar und essbar ist. Die ersten beiden Konsumententests gab es jetzt am 12. und 13. Februar in den Nordsee-Filialen in Bremerhaven und Bremen.

Nach knapp zwei Jahren gemeinsamer Entwicklung ist der erste Prototyp aus Makroalgen fertiggestellt: Das ca. 10 x 10 cm große Algenblatt konnte am vergangenen Mittwoch erstmals von Kunden in Bremerhaven auf Haptik, Geruch, Konsistenz, Aussehen und Geschmack getestet werden. 

„Ich finde den Nachhaltigkeitsgedanken durch die Essbarkeit und Bioabbaubarkeit zukunftsweisend. Erstaunt war ich, dass das Algenmaterial so dünn und stabil ist. Das hätte ich nicht gedacht“, so ein 55-jähriger Gast während des Kundentests.

Bis die Verpackung regulär bei Nordsee angeboten wird, werden noch zwei bis drei Jahre vergehen. In einem geplanten Folgeprojekt wird der Prototyp für die industrielle Herstellung weiter optimiert.

„Wir freuen uns sehr über den ersten Prototypen und das positive Feedback unserer Gäste. Es ist uns sehr wichtig, dass die Verpackungen für den Außer-Haus-Verzehr aus nachwachsenden und nachhaltigen Rohstoffen sind, um Umwelt und Ressourcen zu schonen“, sagt Andreas Gertzobe, Geschäftsführer Nordsee GmbH. Interessenten können sich vom 14.02. bis 13.06. in der aktuellen Ausstellung „HOCH HINAUS“ im Bremer Haus der Wissenschaft weiter über das Mak-Projekt informieren. Die Ausstellung widmet sich der Forschungsarbeit der Hochschule Bremerhaven und der Hochschule Bremen. Insgesamt stellt die Ausstellung sieben innovative Projekte aus beiden Hochschulen des Landes Bremen vor.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Pizza Pilgrims kündigt sein erstes deutsches Restaurant für den 2. November 2026 in München an. Ein zweiter Standort soll im Januar 2027 folgen; insgesamt strebt die Marke bis zu 50 Standorte in Deutschland an.

Bayerns Gastronomie verzeichnete im August 2026 einen realen Umsatzrückgang von 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Beherbergung erzielte dagegen preisbereinigt ein Plus von 2,6 Prozent.

Die Deutsche Kreditbank (DKB) hat gemeinsam mit Sodexo den neuen Campus „Upbeat“ in der Berliner Europacity eröffnet. Sodexo übernimmt die gastronomische Versorgung sowie weitere Bewirtungsleistungen am Standort.

Das Bristol Berlin hat am Kurfürstendamm das Restaurant Flaneur eröffnet. Die Brasserie bietet französisch geprägte Küche und verfügt über 120 Plätze im Innenbereich sowie 86 Terrassenplätze.

Das Hotel der Stern in Bad Hersfeld kündigt die Schließung des L’étable zum 2. Januar 2027 an und nennt fehlende Gäste als Grund. Küchenchef, Restaurantleiter und Mitarbeiter würden im Haus bleiben und an einem neuen gastronomischen Konzept mitarbeiten.

An einer Tankstelle in München kann man sich von einem Kochroboter Käsespätzle, Kaiserschmarrn oder eine asiatische Tom-Kha-Gai-Suppe kochen lassen. In etwa fünf Minuten bereitet der autonome Koch eine warme Mahlzeit zu.

Kneipe 80 eröffnet erstmals einen Standort außerhalb Bayerns. In Münster kooperiert die Münchner Marke mit dem Betreiber der Ausgehlocation Das Schaf. Am Tegernsee wird der saisonale Kiosk 80 zum Klub 80 in Rottach-Egern.

Nach dem dramatischen Einbruch der Besucherzahlen beim diesjährigen Cannstatter Wasen steht noch immer die Frage im Raum, wie es dazu kommen konnte. Beteiligte äußern offenbar unter vorgehaltener Hand die Vermutung, die Zahlen könnten in der Vergangenheit beschönigt worden sein.

32 Künstler und ein Vier-Gänge-Menü aus mehreren Restaurantküchen gehören zur neuen Europa-Park Dinner-Show „The Grand Club“. Die Veranstaltung ist für ausgewählte Abende vom 21. November 2026 bis zum 21. Februar 2027 angekündigt.

Seit vergangener Woche wurde nach einem Medienbericht spekuliert, dass Starbucks eine auf mexikanische Küche spezialisierte Restaurant-Kette kaufen könnte. Doch dazu kommt es nicht.