Mathias Apelt: Kiels Sternekoch macht sich selbstständig – ohne Sterne-Ambitionen

| Gastronomie Gastronomie

Kiels Sternekoch, Mathias Apelt, verlässt das Restaurant Ahlmanns im Kieler Kaufmann, um ein eigenes Projekt zu starten. Zukünftig will er in seinem Restaurant Flygge vor allem bodenständige Speisen anbieten. Von der Sternegastronomie hat er sich vorerst verabschiedet.

Wie KN-Online schreibt, soll das neue Restaurant des Spitzenkochs in die alten Räumlichkeiten des Treibguts ziehen, der Vereinsgastronomie des Kieler Kanu-Klubs. Während die Gäste sich weiterhin über ein einzigartiges Panorama freuen können, will Apelt im Inneren des Lokals alles auf Links ziehen. „In den nächsten Monaten wird hier alles anders“, sagte er der Zeitung.

Der Koch verändert aber nicht nur die Optik des Restaurants, auch das Konzept ist deutlich anders als noch im Ahlmanns. Mathias Apelt hat sich ganz bewusst von der Sterneküche verabschiedet und will von nun an bodenständige Speisen anbieten, die naturbelassener zubereitet werden. Dabei will er seinem Stil allerdings treu bleiben. Ein Grund für seinen Perspektivwechsel: Die Sterneküche sei aufgrund hoher Waren- und Personalkosten selten finanziell erfolgreich. Außerdem sei er jetzt in einem Alter, in dem er sich für einen solchen Schritt bereit fühle, erklärte er weiter.

Doch nicht nur Mathias Apelt verlässt das Ahlmanns. Der Spitzenkoch nimmt neben seiner Partnerin Britta Künzel im Service, auch noch zwei weitere Köche mit ins neue Flygge.

In den letzten Jahren kochte Apelt im mit einem Stern dekorierten Restaurant „Ahlmanns“ im Romantik Hotel Kieler Kaufmann in Kiel. Hier bot Apelt, moderne und produktbezogene Regionalküche.

Auf Facebook schrieb Familie Lessau vom Kieler Kaufmann zum Abschied ihre Küchenchefs: „Ja, es stimmt, Mathias Apelt und Britta Künzl werden uns verlassen.  Wir möchten uns ganz herzlich für 9 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit, für den ersten Michelin-Stern für Kiel und für unendlich viele Geschmacksexplosionen bedanken.  Beiden wünschen wir nur das Beste - beruflich wie privat - und freuen uns auf ein baldiges Wiedersehen!

Und das Ahlmanns? Kommt zurück. Mit neuem Team starten wir Mitte November wieder durch. Weitere Infos folgen in Kürze…“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Köche-Jugendnationalmannschaft hat in Berlin ihr Wettbewerbsmenü unter realistischen Bedingungen präsentiert. Rund 70 geladene Gäste verfolgten die Generalprobe auf dem Gelände der Julius-Leber-Kaserne.

Seit dem 1. September ist ein Cheeseburger der Kette Hans im Glück auf ausgewählten Kontinentalstrecken der Lufthansa verfügbar. Das Angebot richtet sich an Fluggäste in der Economy Class und muss vorbestellt werden.

Zu schwere Blumenkübel, unerlaubter Witterungsschutz und zahlreiche Bescheide: Frankfurter Gastronomen kritisieren die Regeln für ihre Außenflächen. Die Initiative Gastronomie Frankfurt fordert von der künftigen Stadtregierung klare Vorgaben und bessere Bedingungen für eine ganzjährige Außengastronomie.

Die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde hat nach einer Branchenuntersuchung Ermittlungen wegen des Verdachts des Marktmachtmissbrauchs bei Online-Lieferplattformen eingeleitet. Welche Plattform oder welche Plattformen Gegenstand der Ermittlungen sind, nennt die Behörde nicht.

Ein Streit um den Alkoholausschank in einer Gießener Vereinsgaststätte beschäftigt die Justiz. Die Pächter wollen aus Konzeptgründen kein Bier und andere alkoholische Getränke servieren, der Tennisclub hat ihnen deshalb fristlos gekündigt. Nun soll ein Güterichter helfen. Grundsätzliche Fragen stellen sich: Gibt es ein Gewohnheitsrecht auf Alkohol?

Schauspielerin Gwyneth Paltrow hat mit ihrer Marke Goop Kitchen ihr erstes Restaurant mit Sitzplätzen eröffnet. Der neue Standort befindet sich im kalifornischen Del Mar bei San Diego. Damit bricht das Unternehmen erstmals mit der bisherigen Ausrichtung als reiner Lieferbetrieb. 

The Flower Bar übernimmt ab September eine Fläche von LAP am Hamburger Schulterblatt und startet dort ein gemeinsames Store-Konzept mit Açaí, Blumen, Kaffee und Matcha. Bewährt es sich, sind ähnliche Kooperationen auch in anderen Städten denkbar.

Am 7. September eröffnet im Palais Coburg in Wien das neue Restaurant Prunkräume. Das gastronomische Angebot in den historischen Salons des ersten Stocks reicht vom täglichen Brunch bis hin zum Dinner.

Ab 22 Uhr gibt es im Münchner Univiertel künftig kein Bier mehr zu kaufen. Damit versucht die Stadt erneut, für Ruhe und Ordnung zu sorgen. Zwei Betriebe hatten bis zuletzt nicht mitziehen wollen.

60 Seconds to Napoli expandiert in der Domstadt und nimmt am 12. September den zweiten Standort im Mediapark in Betrieb. Neben dem bestehenden Betrieb am Heumarkt erweitert das Unternehmen damit sein Angebot in Köln.