McPlant: McDonalds plant vegane Burger

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Die Fast-Food-Kette McDonalds setzt in Zukunft auf Fleischersatzprodukte und kündigte bei einer Investorenkonferenz einen neuen Burger an. Der McPlant kommt ganz ohne tierische Zusatzstoffe aus und soll der Start für eine eigene pflanzenbasierte Produktlinie sein. Bereits im kommenden Jahr soll der Testlauf in verschiedenen Märkten beginnen.

Die Ankündigung von McDonald’s-Manager Ian Borden hatte einen Kurzsturz der Aktie des Pflanzenfleisch-Startups Beyond Meat zur Folge. Der Kurs war zuvor deutlich unter Druck geraten, nachdem der Fast-Food-Riese McDonald's angekündigt hatte, unter der Marke McPlant eigene vegane Burger und Sandwiches zu entwickeln, statt die Produkte von Beyond Meat ins Programm zu nehmen. Ein Sprecher von Beyond Meat erklärte später allerdings im US-Sender CNBC, dass die Unternehmen zusammenarbeiten würden. 

Diese Information hatte Borden hatte bei seiner Präsentation von McPlant eine unterschlagen. Bereits im letzten Jahr hatten die beiden Unternehmen gemeinsam den McDonald’s PLT (Plant Lettuce Tomato Burger) in Kanada getestet.

Für McDonald’s ist die Aufnahme von „Mc“ in sein pflanzliches Menü ein klares Zeichen dafür, dass dieses eine langfristige Priorität für das Unternehmen sein könnte.

Auch Konkurrent Burger King bietet seit einiger Zeit seinen veganen Gästen mit dem Impossible Whopper eine fleischlose Alternative. In Deutschland setzt McDonalds derzeit noch auf einen Burgerpatty von Nestlé.

Bei McDonald’s sind es die Klassiker - wie Fleisch-Burger und Pommes frites - die rund 70 Prozent des Umsatzes ausmachen. Die Nachfrage nach dem Bekannten sei „gerade in diesen unsicheren Zeiten wichtiger denn je“ - die Klassiker würden daher „dank ihrer Beliebtheit und ihrer Profitabilität“ auch weiterhin „stark“ zum Wachstum des Konzerns beitragen, erklärte der Konzern. Doch die neue vegetarische Produktgruppe mit fleischlosen Burgern sei eine „aufregende“ Chance, erklärte Manager Ian Borden, der bei McDonalds für das internationale Geschäft zuständig ist.

Beyond Meat kann die Kooperation gut gebrauchen. Der Fleischersatz-Hersteller Beyond Meat hat im dritten Quartal stark unter der Corona-Krise gelitten und die Erwartungen massiv verfehlt. Unterm Strich fiel ein Verlust von 19,3 Millionen Dollar (16,3 Millionen Euro) an, wie Beyond Meat am Montag nach US-Börsenschluss in El Segundo mitteilte. Die Erlöse des eigentlich für sein rasantes Wachstum bekannten Unternehmens legten im Jahresvergleich nur noch um magere 2,7 Prozent auf 94,4 Millionen Dollar zu. Erstmals habe die Corona-Pandemie die Quartalsergebnisse so richtig belastet, räumte Vorstandschef Ethan Brown ein.


 

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