Nach 65 Jahren: Die Wiesn findet ohne Wiggerl Hagn als Wirt statt

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Seit Wochen wird in München nun schon spekuliert, ob Wiggerl Hagn in diesem Jahr eine Zulassung fürs Oktoberfest bekommt. Der dienstälteste Wiesn-Wirt und ehemalige Präsident des DEHOGA-Bayern soll für das Löwenbräuzelt im vergangenen Jahr zu wenig Pacht gezahlt haben (Tageskarte berichtete). Wie nun jedoch die Abendzeitung exklusiv erfuhr, muss die Frage gar nicht mehr geklärt werden: Wiggerl Hagn hat sich gar nicht für das Löwenbräuzelt beworben. 

Er habe das bereits am Tag vor Heiligabend entschieden, wie er der AZ verriet. Aber nicht, weil er Schuldgefühle habe, sondern weil er nicht wolle, dass die Stadtverwaltung über seinen Verbleib auf der Wiesn entscheiden müsse. Zudem wolle er dadurch verhindern, dass die Wiesn Schaden nehme. 

Stattdessen sollen laut Abendzeitung seine Tochter Steffi und der Enkel Lukas übernehmen. Beide habe Hagn selbst vorgeschlagen. Er traue es den beiden absolut zu. Schließlich führe seine Tochter bereits die Hirschau selbstständig und mache das super. Sein Enkel sei zudem gelernter Koch und Kellner. 

Hagn scheidet damit nach beinahe 40 Jahren als Wirt und Geschäftsführer des Löwenbräuzelts aus. 1979 hatte er das Zelt gemeinsam mit seiner Mutter übernommen. Wiesn-Wirt war Hagn aber schon seit 1956. Zum Oktoberfest kam Hagn nach dem überraschenden Tod seines Vaters, der seit 1953 Wirt im Schützenfestzelt war. Hagn war somit seit 65 Jahren auf der Wiesn.


 

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