Nach Streit um Pachtvertrag: Hubert Wallner gibt Restaurant auf und startet neu

| Gastronomie Gastronomie

Hubert Wallner, Österreichs Koch des Jahres, muss, nach einem Streit um den Pachtvertrag, sein „See-Restaurants Saag“ im nächsten Jahr verlassen. Der hoch dekorierte Koch will gleich eine neue Gaststätte am Wörthersee eröffnen.

Hintergrund ist ein Rechtsstreit bei dem um den Pachtvertrag zwischen Gastronom Robert Glock und dem Land Kärnten, der Eigentümerin des Grundstücks mit dem See-Restaurant. Dieser Pachtvertrag lief 14.3.2018 aus. Pächter Glock behauptete allerdings, eine Option auf weitere acht Jahre zu genießen. Wallner war Subpächter auf dem dem 1,5 Hektar großen Grundstück namens Bad Saag und betreibt dort sein bekanntes Restaurant. Der Streit lief nun auf ein Gerichtsurteil oder einen Vergleich hinaus. Die Beteiligten verglichen sich am Ende.

Wallner schreibt auf Facebook: „Das bedeutet, dass wir das See Restaurant Saag noch bis 3. Januar 2021 in bewährter Form und mit vollen Einsatz weiterführen werden. Ab April 2021 sind wir dann mit allen unseren Mitarbeitern in einer neuen ‚Top-Location direkt am Wörthersee‘, mit einem jungen und vor allem einzigartigen Konzept. Wir werden Sie mit weiteren Informationen zu gegebener Zeit über Newsletter und Facebook darüber informieren. Es geht uns vor allem darum, Ihnen mitzuteilen, dass wir bis 3. Januar 2021 weiterhin das See Restaurant Saag geöffnet haben und alles seinen normalen Verlauf nehmen wird, damit Sie sich wie bisher in den letzten 10 Jahren bei uns wohl fühlen und wir Sie weiterhin auf höchstem Niveau verwöhnen werden!“
 

Hubert Wallner, ist Österreichs Gault&Millau-Koch des Jahres 2020. Am 18. November 1976 als Sohn einer niederösterreichischen Hoteliersfamilie geboren, sammelte er bei seiner Mutter, einer ebenfalls begeisterten Köchin, erste Erfahrungen am Herd. Nach der Grundschule absolvierte der heute vielfach prämierte Koch die Hotelfachschule und schloss diese mit Konzessions- sowie Ausbilderprüfung ab. Zudem absolvierte er die Prüfungen als Diät- und Spitalskoch sowie die Küchenmeisterprüfung mit Auszeichnung und wurde zum Tourismusfachmann ausgebildet.

Als Jungkoch perfektionierte er bei namhaften Top-Köchen wie Heinz Hanner, Hans Haas, Hermann Huber, Toni Mörwald und Martin Sieberer seine Künste am Herd. Im Anschluss folgten zwei erfolgreiche Jahre in der Schweiz, ehe er als Küchenchef im Restaurant Caramé nach Österreich zurückkehrte. Dort erkochte er sich den Titel „Aufsteiger des Jahres 2007“. 2010 fand Hubert Wallner schließlich am Wörthersee seine Heimat - und es folgte eine fast märchenhafte Karriere – bis hin zur mehrmaligen Auszeichnung zum „besten Restaurant Kärntens“ und jüngst zum Gault&Millau-Koch des Jahres 2020.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Kevin Großkreutz startet Gewinnspiel zur Rettung seiner Kneipe

Kevin Großkreutz, Fußball-Weltmeister von 2014, will sein Lokal «Schmackes» mit einem Gewinnspiel durch die Corona-Krise führen. Jeder Unterstützer, der online einen Gutschein ab 20 Euro erwirbt, nimmt an der Verlosung teil.

Berlin: Geflüchtete versorgen Obdachlose täglich mit warmen Mahlzeiten

Auf Initiative von Be an Angel und in Kooperation mit der Kältehilfe Berlin versorgen das Restaurant Kreuzberger Himmel und das Catering Unternehmen Bab al-Jinan Obdachlose mit warmen Mahlzeiten. Täglich werden bis zu 70 Mahlzeiten ausgegeben.

McDonald's Deutschland spendet Lebensmittel an Tafeln

Die derzeitige Situation stellt auch die Versorgung von Bedürftigen vor große Herausforderungen. McDonald's will unterstützen und spendet Lebensmittel aus den eigenen Beständen an Niederlassungen der deutschen Tafeln.

Tim Mälzer: 90 Prozent der Gastro-Mitarbeiter könnten arbeitslos werden

Tim Mälzer entwickelt sich als Unternehmer zu einem Sprachrohr der Branche und funkt auf allen Kanälen für mehr staatliche Unterstützung für Gastronomen. Der Unternehmer zeichnet eine düstere Prognose: Im schlimmsten Fall sieht Mälzer eine Massenarbeitslosigkeit in der Branche.

The World's 50 Best Restaurants 2020 fällt aus

Die Auszeichnung "World's 50 Best Restaurants​​​​​​​" findet in diesem Jahr nicht statt. Auch wird die jährliche Liste der 50 besten Restaurants nicht in Form einer Rangliste veröffentlicht. Stattdessen soll die Veranstaltung im nächsten Jahr stattfinden.

Burger King spendiert Corona-Helfern Whopper und Getränk

Auch Burger King reagiert auf die Corona-Krise und lädt Berufstätige im Gesundheitswesen zu einem Whopper Jr. ein. Mit dieser Aktion und unter dem Motto „Helden Menü – Ihr helft, wir geben!“ will sich das Unternehmen dankbar für den Einsatz zeigen.

Tim Mälzer: 90 Prozent Gastro-Mitarbeiter könnten arbeitslos werden

Tim Mälzer entwickelt sich als Unternehmer zu einem Sprachrohr der Branche und funkt auf allen Kanälen für mehr staatliche Unterstützung für Gastronomen. Der Unternehmer zeichnet eine düstere Prognose: Im schlimmsten Fall sieht Mälzer eine Massenarbeitslosigkeit in der Branche.

Sternekoch versteigert sich selbst: Joggen und kochen mit Daniel Humm

Die Corona-Krise hat auch in den Feinschmeckertempeln News Yorks massive Auswirkungen. Während viele Mitarbeiter derzeit arbeitslos sind und auf Bundeshilfe warten, versteigert sich zum Beispiel Sternekoch Daniel Humm einfach selbst. Joggen mit dem Koch kostet 5.000 Dollar. 

Clubs in Dresden und Leipzig hoffen auf finanzielle Unterstützung

In der Corona-Krise hoffen Clubs in Sachsen auf finanzielle Unterstützung. In Dresden starteten 13 Clubs eine Crowdfunding-Kampagne und hoffen auf Spenden. Innerhalb von vier Tagen haben sich bereits mehr als 2500 Menschen beteiligt.

Tim Mälzer: „Fickt Adidas!“

Der Stopp von Mietzahlungen für Ladengeschäfte großer Unternehmen hat eine Welle der Empörung ausgelöst. Koch Tim Mälzer sagte in seinem Podcast „Fietes Spezial Menü“: „Fickt Adidas. Kauft keine Adidas-Schuhe mehr, wenn sich das wirklich bewahrheiten sollte“. Deutliche Kritik kam auch aus der Politik. Adidas rudert zurück.