Nachwuchsköche trainieren für WM-Gold beim Culinary World Cup in Luxemburg

| Gastronomie Gastronomie

Viele Köche verderben den Brei? Sechs junge Köche aus ganz Deutschland wollen beim Culinary World Cup in Luxemburg das Gegenteil beweisen. Die Jugendnationalmannschaft des Verbands der Köche Deutschlands (VKD) hat im Dresdner Restaurant «Kastenmeiers» für den internationalen Wettbewerb geprobt. 

Es ist eine Generalprobe für den großen Auftritt Ende November: ein Drei-Gänge-Menü für 70 Gäste. Sellerie, Apfel, Steckrübe und Nuss machen den Auftakt, Kalb, Kartoffeln, Buchweizen und Wirsing übernehmen den herzhaften Mittelteil. Zum süßen Finale treffen Limette, Nougat und Bergamotte aufeinander. Wie die Zutaten im Detail auf den Tellern arrangiert werden, bleibt bis zum Wettbewerb geheim. 

Beim RAK Porcelain Culinary World Cup, der nur alle vier Jahre stattfindet, treten in diesem Jahr rund 85 Teams aus 74 Ländern an, darunter 15 Juniorenteams. Dieses Jahr stehen die Köche vom 21. bis 25. November am Herd.

Präzision, Timing, Hygiene und Teamgeist

«Jeder Teller soll gleich aussehen, und das ist schon Kunst», sagt Michael Hummel vom Verband der Köche Deutschlands (VKD). Neben dem Geschmack komme es vor allem auf Präzision, Timing, Hygiene und Teamgeist an. Die sechs Mitglieder der Jugendnationalmannschaft seien höchstens 25 Jahre alt, der jüngste gerade einmal 19, berichtet Hummel. Sie stammten aus unterschiedlichen Regionen Deutschlands und brächten entsprechend verschiedene Erfahrungen und Ideen mit.

Neben ihrer regulären Arbeit trainieren die Nachwuchsköche an freien Tagen gemeinsam in Berlin. Die Vorbereitung auf einen internationalen Wettbewerb dauere im Schnitt mindestens ein Jahr, sagt Hummel. In der Schlussphase werde nahezu wöchentlich trainiert.

In Luxemburg erwartet die Mannschaft starke internationale Konkurrenz. «Wir streben natürlich eine Goldmedaille an», sagte eine Sprecherin vom VKD. Unterstützung erhält das Team vom Lebensmittelgroßhändler Transgourmet Deutschland, der unter anderem Lebensmittel für Training und Wettbewerb bereitstellt. «Das sind die Talente von morgen», sagte Jannik Weiss von Transgourmet über die jungen Köche. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Sechs Köche treten am 16. November in München im Finale von „Koch des Jahres“ an. In fünf Stunden müssen sie ein Drei-Gänge-Menü zubereiten, das anschließend von einer zwölfköpfigen Jury bewertet wird.

Das Posthotel Alexander Herrmann in Wirsberg verändert seine Gastronomie. Im Mittelpunkt stehen das auf 172 Abende begrenzte AURA unchained 172 und die Umwandlung des Bistros „oma & enkel“ in ein fränkisches Wirtshaus.

Laut YouGov ist der Anteil der Alkoholtrinker in Deutschland innerhalb von zehn Jahren von 78 auf 68 Prozent gesunken. Der Barmanager der Hamburger Skyline Bar 20up berichtet zugleich von steigender Nachfrage nach alkoholfreien Cocktails – ihr Anteil am Cocktailverkauf liege bei rund 30 Prozent.

Uber hat den Kauf der US-Cateringplattform ezCater für 2,3 Milliarden US-Dollar vereinbart. Mit der geplanten Übernahme soll Catering in das Angebot von Uber Eats eingebunden werden; der Abschluss steht noch unter Vorbehalt.

Die meisten Gourmetrestaurants seien weniger gefragt als noch vor einigen Jahren, erklärt Gusto-Gründer Markus Oberhäußer und verweist auf ein Überangebot an Fine-Dining-Konzepten. Zum Koch des Jahres kürt der Restaurantführer Sebastian Obendorfer vom Eisvogel in Neunburg vorm Wald.

True Food Kitchen hat ein Chapter 11-Verfahren beantragt und zwölf Restaurants geschlossen. Die US-Kette, an der Oprah Winfrey weiterhin beteiligt ist, betreibt noch 34 Standorte und plant einen gerichtlich beaufsichtigten Verkaufsprozess.

Am 2. November verkündet der Michelin Guide Schweiz seine Restaurantauswahl für das Jahr 2026. Die Zeremonie findet dieses Jahr auf fast 1.500 Metern Höhe in Andermatt in den Schweizer Alpen statt.

Das Münchner Oktoberfest ist ein Millionen-Spektakel. Doch noch nie war so viel los wie in diesem Jahr. Von einer «Gute-Laune-Wiesn» spricht die Stadt - doch wo viel Licht ist, gibt es auch Schatten.

Paris führt das Streetfood-Ranking von Radical Storage vor Athen und Thessaloniki an. Die Untersuchung aus April 2026 vergleicht 6.897 Betriebe und berücksichtigt unter anderem Anbieterdichte, Preise und Bewertungen.

Napoli on the Road in London führt die Rangliste 50 Top Pizza World 2026 vor Una Pizza Napoletana in New York und Confine in Mailand an. Pizza Zulu in Fürth erreicht als einziger deutscher Betrieb Platz 33.