Neues Konzept für den Midtown Grill am Potsdamer Platz

| Gastronomie Gastronomie

Das Restaurant Midtown Grill im Berlin Marriott Hotel am Potsdamer Platz hat nach umfassender Renovierung wiedereröffnet. Das Steakhouse präsentiert sich mit einem neuen Konzept, das New Yorker Brasserie-Flair mit Berliner Charakter verbinden soll. Im Fokus stehen eine Showküche, die Herkunft der Produkte und ein überarbeitetes Design.

Neuinterpretation von Design und Speisekarte

Das Redesign des Midtown Grill ist Teil einer größeren Neugestaltung der öffentlichen Bereiche im Erdgeschoss des Hotels. Verantwortlich für das Konzept sind Forsite Creative Europe in Zusammenarbeit mit dem Global Design Team von Marriott International. Die Gestaltung orientiert sich am Bauhaus-Stil und setzt auf klare Linien und eine Mischung aus Materialien wie Beton, Holz, Metall und Marmor. Das Ambiente soll eine Kombination aus klassischer Steakhouse-Tradition und dem lebendigen Flair einer amerikanischen Brasserie schaffen.

Auch die Speisekarte wurde überarbeitet. Das Restaurant behält den Schwerpunkt auf hochwertigem Fleisch, setzt aber verstärkt auf regionale Produkte und erweiterte kulinarische Angebote.

Regionale Produkte und handwerkliche Qualität

Die Küche des Midtown Grill legt Wert auf die Herkunft der verwendeten Zutaten. Dazu gehören Angus-Rinder aus Brandenburg, Schwarzbunte Rinder aus Norddeutschland, Wagyu aus Bayern sowie Brot von einem Berliner Traditionsbäcker. Executive Chef Christian Michel betont die Nähe zu den Produzenten und hebt hervor, dass einzelne Cuts, wenn verfügbar, direkt von regionalen Höfen stammen. Ein neuer Fleischerei-Tresen soll das Handwerk in den Vordergrund stellen.

Neben Fleischgerichten umfasst das Angebot eine Raw Bar mit Produkten wie Austern und Saiblingskaviar sowie vegetarische und vegane Alternativen wie Pistazien-Risotto. Das Restaurant bietet zudem neue Gerichte wie den „Sunday Roast“ und ein „Business Lunch“ an.

Nachhaltigkeit und Technologie

Der Küchenbetrieb nutzt einen innovativen X-Oven, einen Holzkohleofen mit herausziehbaren Grill-Schubladen. Dieser ermöglicht die Zubereitung unterschiedlicher Gerichte bei variierenden Temperaturen und soll ihnen ein intensives BBQ-Aroma verleihen.

Im Bereich Nachhaltigkeit setzt der Midtown Grill auf ein Food Waste Management System (KITRO), um den Umgang mit Ressourcen zu optimieren. Das Küchenteam wählt Partner, die Wert auf faire Aufzucht und Antibiotikafreiheit legen.

Ein Ort für jede Tageszeit

Das Midtown Grill ist nicht mehr nur ein Abendrestaurant, sondern bietet nun ganztägig Service an. Laut Pressemitteilung öffnet es bereits zum Frühstück und bietet mittags einen Business Lunch an, bevor es am Abend zum vollwertigen Steakhouse-Erlebnis übergeht. Hansjoerg Schneider, General Manager des Berlin Marriott Hotel, beschreibt das neue Konzept als „Weiterentwicklung unserer Marke im Herzen Berlins“, das Design, Nachhaltigkeit und kulinarische Exzellenz vereinen soll.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Der Hamburger Foodservice Preis 2026 ehrt Karls Erlebnis-Dörfer und Haferkater für ihre wirtschaftlichen Erfolge. Der diesjährige Ehrenpreis ging an Henry McGovern, der über drei Jahrzehnte die Entwicklung der Restaurantgruppe AmRest beeinflusste.

Die Initiative „Lokalhelden gesucht“ startet in die zweite Runde: Kleine Gastronomiebetriebe können ab sofort ein Preisgeld von 20.000 Euro sowie Sachleistungen gewinnen, um ihre wirtschaftliche Zukunft zu sichern.

Das Althoff Seehotel Überfahrt schließt die Neugestaltung der Überfahrer Bar ab. Neben einem neuen Designkonzept setzt Barchef Christian Chilla auf eine Mischung aus Klassikern und monatlich wechselnden Eigenkreationen.

Im Terminal 1 des BER hat die neue Bar Adler & Bär eröffnet. Auf 210 Quadratmetern bietet Betreiber Casualfood Klassiker mit regionalem Bezug, die in Form von kleinen Portionen oder Zwischenmahlzeiten serviert werden.

Das Kölner Restaurant NOI sichert sich den Deutschen Gastro-Gründerpreis 2026 auf der Internorga. Das Konzept überzeugt durch die Verbindung von italienischer Tradition, Gemeinschaftsgefühl und effizienter Datenanalyse per KI.

Das frühlingshafte Wetter lockt Menschen in die Eisdielen. Neben neuen Sorten warten dort mancherorts auch erneut gestiegene Preise. Doch es gibt auch Möglichkeiten zum Sparen.

16 Köche kämpfen in der Münchener Allianz Arena um den Einzug in das Finale des „Koch des Jahres“. Der Wettbewerb setzt 2026 auf ein neues Konzept rund um Kindheitserinnerungen und internationale Vielfalt.

Mit der Eröffnung im Mandarin Oriental Conservatorium bringt Yotam Ottolenghi sein Gastronomiekonzept erstmals nach Amsterdam. Das Restaurant setzt auf regionale Produkte, ein pflanzenfokussiertes Menü und ein Design des langjährigen Partners Alex Meitlis.

Wegen Sanierungen im Nassauer Hof zieht das Wiesbadener Sternerestaurant Ente ab März 2026 vorübergehend in das Kloster Eberbach um. Das bewährte Team um Küchenchef Michael Kammermeier bleibt erhalten und setzt künftig verstärkt auf regionale Produkte im historischen Pfortenhaus.

Das Hamburger Start-up goodBytz liefert mit SAM eine vollautomatische Containerküche an die U.S. Army nach Südkorea. Das System ermöglicht die frische Zubereitung von bis zu 30 Mahlzeiten in wenigen Minuten – und das unabhängig von lokaler Kücheninfrastruktur.