Ottolenghi eröffnet Standort in Amsterdam

| Gastronomie Gastronomie

Gastronom und Autor Yotam Ottolenghi weitet seine Präsenz auf dem europäischen Festland aus: Das neue Restaurant Ottolenghi Amsterdam öffnet am 19. März seine Türen für den regulären Betrieb. Für den Namensgeber bedeutet die Eröffnung eine Rückkehr an einen ehemaligen Wirkungsort: Ottolenghi lebte und studierte im Jahr 1995 in der niederländischen Metropole, bevor er seine Karriere in London fortsetzte.

Standort im historischen Museumsviertel

Das Restaurant befindet sich im Glasatrium des Mandarin Oriental Conservatorium, einem denkmalgeschützten Gebäude im Amsterdamer Museumsviertel. Das Objekt, das Ende des 19. Jahrhunderts ursprünglich als Rijkspostspaarbank errichtet wurde, liegt in unmittelbarer Nähe zum Rijksmuseum und dem Van Gogh Museum. Nach der Eröffnung eines Standortes in Genf Anfang 2025 handelt es sich bei der Amsterdamer Niederlassung um das zweite Restaurant der Gruppe auf dem europäischen Festland und den insgesamt zwölften Standort weltweit.
 

Kulinarische Ausrichtung und regionale Kooperationen

Das gastronomische Konzept stellt Gemüsegerichte, Grillmethoden und Fermentation ins Zentrum. Die Speisekarte wird als durchgehend verfügbares Angebot geführt, das sowohl Klassiker der Marke als auch neue, für den Standort entwickelte Kreationen umfasst. Ein wesentlicher Bestandteil der Philosophie ist die Zusammenarbeit mit lokalen Erzeugern. So bezieht das Restaurant Milchprodukte von der Over Amstel Boerderij und Auberginen von einem Familienbetrieb namens Zwinkels.

Executive Chef Neil Campbell und General Managerin Marisha Wilson leiten das Team vor Ort. Beide Führungskräfte verfügen laut Unternehmensangaben über eine kombinierte Erfahrung von 18 Jahren in leitenden Positionen innerhalb der Londoner Betriebe der Gruppe. Yotam Ottolenghi erklärte dazu, dass das Team ein Menü entwickelt habe, welches auf den Produkten aus der Region rund um Amsterdam basiere. Susanne Hatje, General Manager des Hotels, bezeichnete die Eröffnung als Bereicherung für die gastronomische Szene der Stadt.

Architektur und Kapazitäten im Glasatrium

Die Gestaltung des Innenraums übernahm der Architekt Alex Meitlis, der bereits seit über 25 Jahren für das Design der verschiedenen Standorte verantwortlich zeichnet. Für den Amsterdamer Standort wurden Bäume in den Innenraum integriert, um eine naturnahe Atmosphäre zu schaffen. Das Restaurant bietet Platz für 85 Gäste im Innenbereich, während auf der Außenterrasse im Frühjahr weitere 30 Plätze hinzukommen. Das kulinarische Angebot reicht vom Frühstück bis zum Abendessen, wobei die Küche bis 22 Uhr in Betrieb ist.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Laut YouGov ist der Anteil der Alkoholtrinker in Deutschland innerhalb von zehn Jahren von 78 auf 68 Prozent gesunken. Der Barmanager der Hamburger Skyline Bar 20up berichtet zugleich von steigender Nachfrage nach alkoholfreien Cocktails – ihr Anteil am Cocktailverkauf liege bei rund 30 Prozent.

Uber hat den Kauf der US-Cateringplattform ezCater für 2,3 Milliarden US-Dollar vereinbart. Mit der geplanten Übernahme soll Catering in das Angebot von Uber Eats eingebunden werden; der Abschluss steht noch unter Vorbehalt.

Die meisten Gourmetrestaurants seien weniger gefragt als noch vor einigen Jahren, erklärt Gusto-Gründer Markus Oberhäußer und verweist auf ein Überangebot an Fine-Dining-Konzepten. Zum Koch des Jahres kürt der Restaurantführer Sebastian Obendorfer vom Eisvogel in Neunburg vorm Wald.

True Food Kitchen hat ein Chapter 11-Verfahren beantragt und zwölf Restaurants geschlossen. Die US-Kette, an der Oprah Winfrey weiterhin beteiligt ist, betreibt noch 34 Standorte und plant einen gerichtlich beaufsichtigten Verkaufsprozess.

Am 2. November verkündet der Michelin Guide Schweiz seine Restaurantauswahl für das Jahr 2026. Die Zeremonie findet dieses Jahr auf fast 1.500 Metern Höhe in Andermatt in den Schweizer Alpen statt.

Das Münchner Oktoberfest ist ein Millionen-Spektakel. Doch noch nie war so viel los wie in diesem Jahr. Von einer «Gute-Laune-Wiesn» spricht die Stadt - doch wo viel Licht ist, gibt es auch Schatten.

Paris führt das Streetfood-Ranking von Radical Storage vor Athen und Thessaloniki an. Die Untersuchung aus April 2026 vergleicht 6.897 Betriebe und berücksichtigt unter anderem Anbieterdichte, Preise und Bewertungen.

Napoli on the Road in London führt die Rangliste 50 Top Pizza World 2026 vor Una Pizza Napoletana in New York und Confine in Mailand an. Pizza Zulu in Fürth erreicht als einziger deutscher Betrieb Platz 33.

Das Münchner Oktoberfest ist bisher ausgesprochen gut besucht. Bis inklusive Mittwoch kamen 5,2 Millionen Besucher, wie aus anonymisierten Mobilfunkdaten hervorgeht. Das waren rund 700.000 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres.

Das «Fogón Asado» in Buenos Aires steht in der jährlichen Tripadvisor-Rangliste ganz oben in der weltweiten Gunst der Restaurantbesucher. In dem Grilllokal wird Fleisch ähnlich wie Wein verkostet.