Peter Frühsammer in der Kantine: Berliner Sternekoch kocht im Krankenhaus

| Gastronomie Gastronomie

Peter Frühsammer, Sommelier und Gastgeber im Restaurant „Frühsammers“, hat seiner Wirkungsstätte  in der Pandemie den Rücken gekehrt. Seit Herbst steht er stattdessen in der Kantine des Ernst-von-Bergmann-Klinikums in Bad Belzig. Statt Haute Cuisine kocht Frühsammer nun rund 250 Portionen Krankenhausessen. Die Patienten und das Pflegepersonal des Krankenhauses sind begeistert.

Bereits im November kam die Anfrage aus dem Klinikum, doch zunächst sollte der Spitzengastronom nur eine Fortbildung für das Küchenpersonal geben, um die Qualität in der Kantine zu erhöhen. Ziel war es, „den Anteil an Fleischgerichten etwas zu reduzieren und frischere und regionalere Küche anzubieten“, erklärte Geschäftsführerin Katrin Eberhardt gegenüber dem Berliner Kurier. Frühsammer war sofort einverstanden. „Ich wollte etwas Sinnvolles machen und nicht bloß zu Hause sitzen und auf das Kurzarbeitergeld warten“, sagte der Koch der Zeitung.

Inzwischen steht er selbst hinterm Herd und hat in der Kantine viele Veränderungen eingeführt. Frühsammer setzt vor allem auf frische Zutaten und Handarbeit. Die Gerichte sind jetzt zwar aufwendiger, doch bei den Patienten und beim Krankenhauspersonal kommen die neuen Speisen gut an. Die Begeisterung sei laut Geschäftsführung riesig.

Auch Frühsammer ist von seinem neuen Einsatzbereich begeistert. Seinen Platz in der Kantine will er daher vorerst nicht räumen und bleibt dem Krankenhaus auch nach dem Lockdown erhalten. Aber: „Meine Gastgeberrolle im Restaurant möchte ich weiterhin wahrnehmen. Meine Frau kocht dort und ich werde mich auf den Kundenkontakt und Events konzentrieren.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wer in die Tiefen der Kochkunst eindringen möchte, wird in Dresden unterirdisch fündig. Zwei Stockwerke geht es im Keller der Sächsischen Landesbibliothek - Universitäts- und Staatsbibliothek (SLUB) - abwärts, bevor sich eine kulinarische Welt der besonderen Art öffnet.

Eine Umfrage unter 142 Food-Truck-Betreibern zeigt: Die Mehrheit erzielt weniger als 40.000 Euro Jahresgewinn. Entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg scheint weniger die Arbeitszeit als vielmehr das gewählte Geschäftsmodell zu sein.

Das Berliner Kuchel Eck am Ludwigkirchplatz hat wieder geöffnet. Seit Anfang Mai wird die traditionsreiche Eckkneipe von Gastronom Josef Laggner betrieben. Der Gastro-Unternehmer setzt auf die Fortführung der klassischen Eckkneipentradition.

Die Frankfurter Hospitality-Gruppe Cuisyn setzt auf die Übernahme und Weiterentwicklung bestehender Gastronomiebetriebe. Als aktuelles Beispiel nennt das Unternehmen die Integration der Wille Gastronomie Gruppe, durch die die Mitarbeiterzahl auf mehr als 500 gestiegen sei.

Die Berliner Bar Mokka Milch öffnet am 12. Juni nach einer knapp zweiwöchigen Pause erneut ihre Türen. Zuvor hatten technische Probleme und Anpassungen interner Abläufe zu einer vorübergehenden Schließung geführt.

Lorenzo Parrotta aus Ludwigshafen darf sich nun Weltmeister nennen. In Neapel holte sich der Deutsch-Italiener den Titel in der Kategorie Pizza Contemporanea (zeitgenössische Pizza). Dabei backt Parrotta Pizza nur im Nebenberuf. Eigentlich ist er Chemiearbeiter.

Das Kopenhagener Spitzenrestaurant Noma öffnet im August wieder dauerhaft seine Türen, wobei der in der Kritik stehende René Redzepi die Rolle des Kreativ-Direktors übernimmt. Die operative Verantwortung wird an ein neues Führungsteam übertragen.

Burgermeister will noch 2026 in Österreich starten. Geplant sind zunächst drei Restaurants in Wien, langfristig soll ein Netz von mindestens 20 Standorten entstehen.

Big Squadra eröffnet am 12. Juni das Restaurant Pamela am Berliner Gendarmenmarkt. Der neue Standort ist das vierte Restaurant der Gruppe in Deutschland und erweitert das bestehende Portfolio in Berlin.

Eine internationale Verbraucherumfrage im Auftrag von Lightspeed zeigt, dass Restaurantgäste persönliche Aufmerksamkeit und Freundlichkeit höher bewerten als Beratungskompetenz. In Deutschland werden Probleme zudem häufig direkt mit dem Servicepersonal besprochen.