Pizza Hut schließt 250 Standorte in den USA

| Gastronomie Gastronomie

Yum! Brands hat tiefgreifende Maßnahmen für Pizza Hut angekündigt. Im Zuge einer strategischen Neuausrichtung sollen im ersten Halbjahr 2026 etwa 250 unterdurchschnittlich performende Filialen auf dem US-Heimatmarkt geschlossen werden.

Die Muttergesellschaft Yum! Brands, zu der auch die Marken KFC und Taco Bell gehören, reagiert damit auf eine anhaltende wirtschaftliche Schwächephase der Pizzakette. Die geplanten Schließungen betreffen rund drei Prozent der insgesamt 6.700 Pizza-Hut-Standorte in den Vereinigten Staaten.

Wirtschaftliche Herausforderungen und Umsatzrückgang

Hintergrund der Entscheidung sind rückläufige Geschäftszahlen. Im letzten Quartal verzeichnete Pizza Hut auf dem US-Markt einen Umsatzrückgang von drei Prozent bei den flächenbereinigten Verkäufen. Während die Schwestermarken KFC und Taco Bell stabilere Ergebnisse lieferten, steht Pizza Hut unter massivem Wettbewerbsdruck durch Konkurrenten wie Domino’s sowie durch steigende Kosten für Arbeitskräfte und Rohstoffe.

Ein wesentlicher Faktor für die Krise ist der Wandel im Konsumverhalten. Viele der zur Schließung vorgesehenen Standorte sind ältere Restaurants mit großen Gasträumen, die auf den Vor-Ort-Verzehr ausgelegt sind. Die Marktnachfrage hat sich jedoch deutlich in Richtung Lieferdienst und Mitnahmegeschäft verschoben.

Strategische Überprüfung und möglicher Verkauf

Bereits im November 2025 hatte Yum! Brands bekannt gegeben, eine „umfassende Überprüfung strategischer Alternativen“ für die Marke Pizza Hut eingeleitet zu haben. David Gibbs, CEO von Yum! Brands, erklärte dazu: „Wir arbeiten entschlossen daran, das US-Geschäft von Pizza Hut zu stabilisieren und für die Zukunft aufzustellen.“

Die Prüfung umfasst verschiedene Optionen, wobei auch ein vollständiger oder teilweiser Verkauf der Marke nicht ausgeschlossen wird. Das Management strebt an, diese strategische Evaluierung bis zum Ende des laufenden Jahres abzuschließen (Tageskarte berichtete).

Fokus auf Franchisenehmer und Modernisierung

Die Schließungen erfolgen in Abstimmung mit den betroffenen Franchisenehmern. Ziel ist es, das Portfolio zu bereinigen und das Kapital in modernere, effizientere Standorte zu investieren, die auf das digitale Geschäft und die Logistik optimiert sind. Trotz der Reduzierung der Filialzahl betonte das Unternehmen, dass die Marke weiterhin ein zentraler Akteur im globalen Pizzamarkt bleibe. Weltweit betreibt Pizza Hut mehr als 19.000 Restaurants in über 100 Ländern.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Berliner Gastronomin Marie-Anne Wild hat zum achten Mal den MAW Ladies Lunch im Restaurant Tim Raue ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Austausches stand die Sichtbarkeit von Frauen in verschiedenen Berufsfeldern.

Zum zehnjährigen Jubiläum feiern die HeimWerk Restaurants ihr Bestehen mit einer Aktionswoche und plant für den Sommer 2026 die Eröffnung eines weiteren Standorts in Leipzig.

Eine neue Umfrage zeigt, wie viel Gäste für Kaffee in Restaurants und Cafés ausgeben würden. Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse, dass steigende Preise das Kaufverhalten vieler Verbraucher zunehmend beeinflussen.

Nach vielen Jahren hat die bekannte «Mokka-Milch-Eisbar» wieder geöffnet und Hunderte Gäste angezogen. Warum das Kult-Lokal schon kurz darauf wieder schließt – und wann die Rückkehr geplant ist.

Mit dem Joseph’s eröffnet Anfang Juni ein neues Restaurant im Titlis Tower auf mehr als 3.000 Metern Höhe. Das gastronomische Angebot ist Teil eines Investitionsprojekts der Titlis Bergbahnen, das bis 2029 umgesetzt werden soll.

Pincho Nation eröffnet Mitte Juni einen neuen Standort in Karlsruhe. Es ist der erste Restaurantbetrieb der Marke in Deutschland, der von einem Franchise-Partner geführt wird.

Der Gastronom Giovanni Massimino hat in Hamburg-Uhlenhorst ein neues Lokal eröffnet, das italienische Speisen mit einem Barkonzept verbindet. Entgegen der Namensgebung steht keine heiße Schokolade auf der Karte.

Finland startet die Kampagne Finland’s Official Tasting Table, bei der Interessierte an exklusiven Degustationsmenüs in Lappland sowie an der Küste teilnehmen können. Die Auswahl der 16 Gäste erfolgt über ein Bewerbungsverfahren bis Juni 2026.

Nach vielen Jahren hat die bekannte «Mokka-Milch-Eisbar» wieder geöffnet und Hunderte Gäste angezogen. Warum das Kult-Lokal schon kurz darauf wieder schließt – und wann die Rückkehr geplant ist.

Der Gastronomiekritiker und Journalist Jürgen Dollase hat die Zusammenarbeit mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) nach eigenen Angaben mit sofortiger Wirkung beendet. Wie Dollase mitteilte, habe er die Zusammenarbeit „fristlos gekündigt“.