Pub-Wirt sichert Theke mit Elektrozaun

| Gastronomie Gastronomie

Seit dem 4. Juli dürfen in England Pubs und Bars unter strengen Hygienevorschriften wieder öffnen. Weil viele Besucher sich aber offenbar nicht an die Richtlinien zum Social Distancing halten, zog der englische Pub-Wirt Jonny McFadden nun drastische Konsequenzen: Er stellte einen elektrischen Zaun in seiner Kneipe auf. Damit will er mögliche Ansteckungen mit dem Coronavirus verhindern. 

McFadden betreibt einen kleinen Pub „Star Inn“ in einer ländlichen Gegend in Cornwall. Drei Monate mussten er und seine Kollegen die Pubs wegen des Lockdowns schließen. Nun wolle er eine erneute Schließung nicht riskieren, erklärt der Pub-Besitzer dem Nachrichtensender CNN. „Es ist ein sehr kleiner Pub“, gibt McFadden in Hinblick auf die Ansteckungsgefahr zu bedenken. „Hätte ich einfach ein Seil aufgespannt, wären die Leute sicher nicht so vorsichtig, wie sie es bei einem Elektrozaun sind.“ Dabei wolle er vor allem sein Thekenpersonal schützen. Die Idee sei ihm schon vor der Öffnung gekommen und solange er ein Warnschild aufstelle, sei der Zaun vollkommen legal, erklärt er. 
 

Der Plan des Pub-Betreibers geht offenbar auf, denn laut Jonny McFadden rückten die Gäste weder dem Personal noch einander zu sehr auf die Pelle. Der Angstfaktor erfülle seinen Zweck. „Menschen sind wie Schafe. Schafe halten Abstand. Menschen halten Abstand“, witzelt der Wirt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Kneipe 80 expandiert mit neuen Standorten am Tegernsee und in Augsburg. Parallel führt das Unternehmen mit dem Format „Kiosk 80“ ein weiteres Konzept für kleinere Flächen ein.

Weissenhaus erweitert sein gastronomisches Angebot im Schloss um das Restaurant NAMI und die Bar 1896. Zuvor hatte das Zwei-Sterne-Restaurant Courtier nach dem Weggang seiner Leitung den Betrieb eingestellt.

Starbucks hat im zweiten Quartal 2026 Umsatz und Gewinn gesteigert. Das Unternehmen meldet höhere vergleichbare Umsätze und hebt seine Jahresprognose an.

Neue Daten des Bundes der Steuerzahler zeigen deutliche Unterschiede bei Terrassengebühren in deutschen Städten. Die Spannweite reicht von 0 bis 2.000 Euro für einen einheitlichen Musterbetrieb.

Kochroboter, kein Gastraum, alles für die Auslieferung: Wie eine Küche in Frankfurt den Gastronomie-Alltag verändern könnte – und warum menschliche Gastfreundschaft trotzdem unverzichtbar bleibt.

Im Streit um Markenrechte an einem Kebab-Gericht erwägt der amerikanische Fast-Food-Anbieter Kentucky Fried Chicken einen Rückzieher. KFC Deutschland teilte auf Anfrage mit, dass die Gespräche mit dem Bielefelder Dönerunternehmen Krispy Kebab zwar noch liefen, diese seien aber «herausfordernd».

Die Münchner Giesinger Brauerei drängt auf die Wiesn - und bekommt dafür nun Rückenwind von jemandem, der in der Sache künftig was zu sagen hat.

Die Sonne scheint, die Menschen genießen den Kaffee wieder im Freien. Die Gastronomen werden von den Städten im Land jedoch ganz unterschiedlich stark zur Kasse gebeten. Der Steuerzahlerbund meint: Weg damit!

Das Restaurant Greta Oto im Hamburger Conrad Hotel wurde mit dem Genuss-Michel 2026 in der Kategorie „Weltweit“ ausgezeichnet. Die MHP Hotel Group wertet den Preis als Bestätigung für ihre Strategie international ausgerichteter Gastronomiekonzepte.

Eine aktuelle Studie des Bayerischen Zentrums für Tourismus zeigt, dass fast die Hälfte der Deutschen aufgrund gestiegener Preise seltener essen geht, während das Preis-Leistungs-Verhältnis zum entscheidenden Faktor bei der Wahl des Restaurants geworden ist.