Pub-Wirt sichert Theke mit Elektrozaun

| Gastronomie Gastronomie

Seit dem 4. Juli dürfen in England Pubs und Bars unter strengen Hygienevorschriften wieder öffnen. Weil viele Besucher sich aber offenbar nicht an die Richtlinien zum Social Distancing halten, zog der englische Pub-Wirt Jonny McFadden nun drastische Konsequenzen: Er stellte einen elektrischen Zaun in seiner Kneipe auf. Damit will er mögliche Ansteckungen mit dem Coronavirus verhindern. 

McFadden betreibt einen kleinen Pub „Star Inn“ in einer ländlichen Gegend in Cornwall. Drei Monate mussten er und seine Kollegen die Pubs wegen des Lockdowns schließen. Nun wolle er eine erneute Schließung nicht riskieren, erklärt der Pub-Besitzer dem Nachrichtensender CNN. „Es ist ein sehr kleiner Pub“, gibt McFadden in Hinblick auf die Ansteckungsgefahr zu bedenken. „Hätte ich einfach ein Seil aufgespannt, wären die Leute sicher nicht so vorsichtig, wie sie es bei einem Elektrozaun sind.“ Dabei wolle er vor allem sein Thekenpersonal schützen. Die Idee sei ihm schon vor der Öffnung gekommen und solange er ein Warnschild aufstelle, sei der Zaun vollkommen legal, erklärt er. 
 

Der Plan des Pub-Betreibers geht offenbar auf, denn laut Jonny McFadden rückten die Gäste weder dem Personal noch einander zu sehr auf die Pelle. Der Angstfaktor erfülle seinen Zweck. „Menschen sind wie Schafe. Schafe halten Abstand. Menschen halten Abstand“, witzelt der Wirt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wenn Kneipen schließen, fehlen nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Oliviero Angeli wichtige Orte für Austausch und Verständnis. Das hat auch Auswirkungen auf den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Die Supreme Sports Hospitality GmbH übernimmt künftig die gastronomische Versorgung des Musikfestivals World Club Dome in Frankfurt am Main. Wie das Unternehmen mitteilt, wurde mit der World Club Dome GmbH ein Vertrag über fünf Jahre geschlossen.

Thomas Bühner sucht Mitarbeiter für ein neues Gastronomieprojekt im Münsterland. Der ehemalige Drei-Sterne-Koch kündigt damit eine Rückkehr zu seinen westfälischen Wurzeln an und macht zugleich ein bislang unbekanntes Restaurantvorhaben öffentlich.

Wie erwartet: Das Bier auf dem Oktoberfest wird teurer. Dreieinhalb Monate vor dem Anstich hat die Stadt München die Preise bekanntgegeben. Ist der Anstieg moderat?

Die Deutsche Bahn aktualisiert ihr Angebot an Weinen in ICE- und Intercity-Zügen. Unterstützt durch das Deutsche Weininstitut wurden vier neue Produkte in die Bordgastronomie aufgenommen.

Die Berliner Gastronomin Marie-Anne Wild hat zum achten Mal den MAW Ladies Lunch im Restaurant Tim Raue ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Austausches stand die Sichtbarkeit von Frauen in verschiedenen Berufsfeldern.

Zum zehnjährigen Jubiläum feiern die HeimWerk Restaurants ihr Bestehen mit einer Aktionswoche und plant für den Sommer 2026 die Eröffnung eines weiteren Standorts in Leipzig.

Eine neue Umfrage zeigt, wie viel Gäste für Kaffee in Restaurants und Cafés ausgeben würden. Gleichzeitig verdeutlichen die Ergebnisse, dass steigende Preise das Kaufverhalten vieler Verbraucher zunehmend beeinflussen.

Nach vielen Jahren hat die bekannte «Mokka-Milch-Eisbar» wieder geöffnet und Hunderte Gäste angezogen. Warum das Kult-Lokal schon kurz darauf wieder schließt – und wann die Rückkehr geplant ist.

Mit dem Joseph’s eröffnet Anfang Juni ein neues Restaurant im Titlis Tower auf mehr als 3.000 Metern Höhe. Das gastronomische Angebot ist Teil eines Investitionsprojekts der Titlis Bergbahnen, das bis 2029 umgesetzt werden soll.