Rudolf Achenbach Preis 2019: Anna Stocker vom Brenners Park Hotel beste deutsche Nachwuchsköchin

| Gastronomie Gastronomie

Ein verflixtes siebtes Jahr hat mitunter auch was richtig Gutes: Nach Felix Weber (2012) holt eine Auszubildende den Rudolf Achenbach Preis wieder nach Baden-Baden. Anna Stocker vom Brenners Park Hotel & Spa siegt beim Bundesjugendwettbewerb des Verbandes der Köche Deutschlands e.V. (VKD). Sie setzte sich im Finale gegen die ebenfalls starken Titelaspiranten Ove Wülfken, Hotel Birke in Kiel (2. Platz) und Elisa Klötzer, Restaurant Tomatissimo in Bielefeld (3. Platz) durch. Anna Stocker, deren großes Anliegen es ist, allen Lebensmitteln Respekt und Wertschätzung entgegenzubringen, überzeugte die sechsköpfige Wettbewerbsjury mit Fachwissen, professioneller Arbeitsweise und einem überragenden 4-Gang-Menü.

Grundlage war ein Warenkorb, der erst am Wettkampftag bekannt gegeben wurde. Er enthielt als Pflichtkomponenten Avocado und Burrata (Vorspeise), Zander und Pak Choi (Zwischengericht), Lammschulter und Kichererbsen (Hauptgericht) sowie Erdbeeren und Haferflocken (Dessert). Neben individueller Klasse kam es in den sechs Stunden, die den Auszubildenden für die Zubereitung des 4-Gang-Menüs blieben, auf eine geschickte Zeiteinteilung, Mise-en-place, Sauberkeit, Rohstoffverarbeitung und -verwertung sowie Arbeitstechnik an. Die theoretische Prüfung mit neun Fachfragen und kniffeliger Warenerkennung wurde am Tag zuvor abgelegt.

Katrin Achenbach, Enkelin des Firmengründers und Mitglied der Geschäftsführung, lobte das Gesamtwerk der Auszubildenden im Rahmen der Preisverleihung in der Sulzbacher Delikatessen Manufaktur: „Das Finale war aufgrund der starken Leistungen aller Beteiligten eine sehr knappe Entscheidung. Anna Stocker hatte einfach das Momentum, das man neben Fachwissen und Können braucht, um einen solch anspruchsvollen Wettbewerb zu gewinnen.“ Auch Andreas Becker, Präsident des VKD, war begeistert von den Leistungen der Teilnehmer*innen und empfahl daher den Jungköchinnen und Jungköchen in spe: „Ihr habt in der Gastronomie so gute Chancen wie nie zuvor. Sucht euch deshalb den Arbeitgeber und den Job aus, der am besten zu euch passt. Sucht euch eine Küche aus, in der ihr euch und eure Kreativität einbringen könnt. Dann werdet ihr lange Freude am schönsten Beruf der Welt haben.“

Top-Preise für alle Finalteilnehmer*innen

Anna Stocker erhielt neben einer Prämie von 1000 Euro ein von der WIHOGA Dortmund gestiftetes Stipendium für die 2-jährige Management-Weiterbildung „Staatl. gepr. Betriebswirt*in Fachrichtung Hotel- und Gaststättengewerbe“ im Wert von 4.500 Euro. Ove Wülfken und Elisa Klötzer können sich auf einen von Heiko Antoniewicz spendierten Profi-Workshop freuen. Zudem gab es für alle neun Finalteilnehmer*innen gestaffelte Prämien und von zahlreichen Partnern der Gastronomie und Hotellerie zur Verfügung gestellte Sachpreise.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Bei den Uber Eats Awards 2026 wurden durch ein öffentliches Online-Voting 16 Betriebe als Bundesland-Gewinner für das Halbfinale ermittelt. Eine Jury um Sternekoch Tim Raue kürt im Finale in Berlin den Sieger des mit 40.000 Euro dotierten Titels.

Das Gastronomiekonzept The Dawn eröffnet einen neuen Standort mit 250 Sitzplätzen auf dem Dach des Kalle Neukölln in Berlin. Neben ganztägigem Frühstück setzt der Betrieb auch auf kulturelle Veranstaltungen.

Das Berlin Food Network ist mit rund 100 Gästen in der Hauptstadt gestartet. Der neue Verein will Akteure der gesamten Food-Branche vernetzen, ihre Sichtbarkeit erhöhen und sie auch bei politischen Terminen vertreten. Eine GRW-Förderung für den weiteren Aufbau ist bereits bewilligt.

Das britische Gastronomieunternehmen Loungers expandiert erstmals nach Deutschland und eröffnet im Oktober einen Standort in Essen-Rüttenscheid. Unter dem Markennamen Southville wird das Konzept für den deutschen Markt angepasst.

Frank Buchholz übergibt sein Mainzer Bootshaus zum 1. September an das Gastronomieunternehmen Cuisyn. Küchenchef Lucas Kriesel und Betriebsleiter Slim Ennakhla bleiben im Restaurant und übernehmen Verantwortung für den Betrieb.

Hackbällchen in Tomatensoße im Sternerestaurant: Das Berliner Nobelhart & Schmutzig serviert Polpette nach einem Familienrezept. Das Gericht ist Teil der Reihe „Wir kochen Heimat“.

Die schwedische Gastronomiekette Pincho Nation kündigt für 2027 die Eröffnung eines neuen Standorts in Lübeck an. Das Unternehmen mietet dazu ein denkmalgeschütztes Bürgerhaus in der Innenstadt und setzt seine Expansion in Norddeutschland fort.

Die Berliner Traditionsmarke Rogacki soll zunächst mit einem Kochbuch zurückkehren. Die Crowdfunding-Kampagne stößt auf LinkedIn auf überwiegend positive Reaktionen. Eine Wiedereröffnung des Stammhauses zum Jubiläum 2028 bleibt ein weitergehendes Ziel.

Was im Sommer 2011 mit einem einzigen Restaurant an der Linzer Promenade begann, ist heute ein Netzwerk von 17 Restaurants in ganz Österreich geworden. Anlässlich des Jubiläums lud L'Osteria Österreich nun zu einer Feier an genau jenen Ort, an dem alles begann.

Waschbär mit Rotwein-Preiselbeersoße? In Weimar schafft ein Kochkurs für Jäger neue Geschmackserlebnisse. Was beim Zubereiten und bei der Kontrolle des Fleisches besonders zu beachten ist.